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Drei Möglichkeiten, um IT-Probleme bei Fusionen zu vermeiden

Autor: Dirk Thomas Wagner, Sales Development ERP Cloud, @dtwgermany

So können Unternehmen mit der Cloud IT-Fusionen als Chance für eine Transformation nutzen.

Nach der Fusion zweier Unternehmen steht die Systemintegration nur selten im Fokus. Tatsächlich wird sie meist eher als Bürde denn als Chance wahrgenommen. Zwar ist die IT-Integration nicht gerade ein spektakulärer Aspekt einer Fusion. Doch für die erfolgreiche Vereinheitlichung der beiden Organisationen spielt sie eine entscheidende Rolle – zumal die Daten, über die jedes Unternehmen verfügt, in der heutigen datenorientierten Wirtschaft zunehmend wertvoll werden.

Wenn man vor der Aufgabe steht, zwei völlig isolierte Systeme zusammenzuführen, ist die Verlockung groß, nur die allernötigsten Arbeiten durchzuführen, damit die IT-Ressourcen so schnell wie möglich wieder einsatzbereit sind. Vielmehr sollten Unternehmen Fusionen und Übernahmen jedoch als Gelegenheit erachten, ihr Backoffice komplett zu modernisieren. Immerhin macht es die Cloud Unternehmen mit Wachstumsambitionen so leicht wie noch nie, unterschiedliche Datenbanken, Systeme und Anwendungen zu integrieren.

Ein gutes Beispiel dafür ist Ziggo, der größte Kabelanbieter der Niederlande. Im Zuge seiner Fusion mit UPC Nederland im Jahr 2015 entschied Ziggo, seine HR- und ERP-Systeme zu konsolidieren. Dank der Ausführung der ERP-Software auf einer zentralen Cloud-Plattform gelang Ziggo die erfolgreiche Fusion innerhalb des eng gesteckten Zeitrahmens von nur neun Monaten.

Marco Nieuwenhuizen, der die Transformation bei Ziggo leitete, veröffentlichte kürzlich seine drei wichtigsten Erkenntnisse für Unternehmen, die es seiner Organisation gleichtun möchten:

Tipp 1: Anpassung ist der Feind der Effizienz.

In vielen Unternehmen sind die IT-Systeme ungeheuer komplex, nachdem sie jahrelang für bestimmte Projekte oder aus Sicherheitsgründen immer wieder angepasst wurden. Mittlerweile bringen Unternehmen dem Cloud Computing in puncto Sicherheit mehr Vertrauen entgegen. Und da Standardisierung und Flexibilität einen immer größeren Stellenwert einnehmen, stellt der nächste logische Schritt die Migration zu einer zentralen, konfigurierbaren Cloud-Plattform dar.

Tipp 2: Nutzen Sie das Know-how Ihres Technologie-Anbieters.

Technologie-Anbieter haben ein großes Interesse daran, die Projekte ihrer Kunden erfolgreich umzusetzen und einen hohen Servicestandard anzubieten – insbesondere bei Cloud-Implementierungen, bei denen sie ein höheres Maß an Verantwortlichkeit tragen. Unternehmen wie Oracle und PwC, Systemintegrator beim Projekt von Ziggo, können sich auf langjährige Erfahrung stützen, wenn sie Backoffice-Teams bei einer erfolgreichen IT-Fusion effizient unterstützen.

Tipp 3: Beziehen Sie das IT-Team in alle Entscheidungen ein.

Auch wenn die Leiter der einzelnen Geschäftsbereiche zunehmend die Budgets kontrollieren und die Cloud-Transformation ihrer Abteilungen vorantreiben, handelt es sich im Kern doch immer noch um eine IT-Angelegenheit. Damit die IT-Fusion erfolgreich durchgeführt werden kann, ist die Unterstützung der IT-Abteilung und die Zusammenarbeit mit ihr unabdingbar. Zu diesem Ergebnis kommt auch die aktuelle Studie von Oracle und MIT Technology Review: Die Leiter der Personal-, Finanz- und IT-Abteilung arbeiten durch die Migration des Unternehmens in die Cloud enger zusammen.

Die meisten Fusionen bleiben noch hinter den Erwartungen zurück. Das ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen, beispielsweise auf nicht vorhersagbare Marktbedingungen oder kulturelle Unterschiede. Aber auch ineffiziente Prozesse in den fusionierten Unternehmen und in deren IT-Systemen können am Misserfolg schuld sein. Doch genau diese mangelhaften Prozesse lassen sich am einfachsten vermeiden. Unternehmen, die die Komplexität in ihrem Backoffice verringern, sichern sich eine bessere Ausgangsbasis als ihre Mitbewerber.

 

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