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  • Cloud
    November 23, 2016

Wie Cloud die vierte industrielle Revolution antreibt

Autor: Pascal Giraud, Senior
Director IaaS Foundation & Cloud Platform Oracle EMEA, @PGiraud13

Wie zur ersten industriellen Revolution
Ende des 18. Jahrhunderts ist der Schlüssel für den Fortschritt auch jetzt die
Integration von Ressourcen und Technologien.

Die industrielle Revolution vor rund 150 Jahren hat die Welt verändert,
indem sie die Energie aus Wasser und Dampf für Maschinen nutzbar machte.
Dadurch konnten viele Güter wesentlich schneller hergestellt werden.

Die zweite industrielle Revolution folgte kurz darauf mit der Fertigung von
Massenware. Als die Informationstechnologie diese im 20. Jahrhundert
schließlich automatisierte, sprach man von der dritten industriellen
Revolution.

Nun geht es auf die vierte
Industrielle Revolution zu: Internet of Things (IoT), Automatisierung und
Robotertechnik entwickeln sich weiter; zusammen mit Big Data und Analytics sind
diese Technologien die Schlüsselelemente von Industrie 4.0 – wie diese neue industrielle
Revolution genannt wird.

Und wieder beschleunigt sich die Entwicklung
in vielen Bereichen unserer Wirtschaft. Beispielsweise in der Fertigung: Sogenannte
Smart Factories, die Wartungsprozesse automatisieren und signifikante
Effizienzsteigerungen erzielen, werden jetzt Realität. Der Finanzdienstleistungs-Sektor
nutzt Automatisierungstechnologien, um mit immer größeren Datenvolumen
zurechtzukommen – sei es für den Kundenservice oder für das Sicherheits- und
Risikomanagement.

Doch ganz unabhängig von der Branche: Cloud-Technologie ist ein wesentlicher
Wegbereiter der industriellen Revolution. Sie bietet Unternehmen ein Instrumentarium
an Innovationen für die neuen Technologien. Zentral ist hierbei vor allem die
tiefe Integration von Compute Services (IaaS) und Cloud-Plattformen (PaaS).

Das zeigt auch
die Studie: Cloud: opening up the road to Industry 4.0,
die wir EMEA-weit durchgeführt haben. 60 Prozent der 1.200 befragten Technologie-Entscheider in mittleren und
großen Unternehmen sind überzeugt, dass ein integrierter Cloud-Ansatz das
Potenzial von disruptiven Technologien wie Robotertechnik und künstlicher
Intelligenz freilegt.

Rechenleistung,
Speicherkapazität und Netzwerkfunktionen von Compute Services sind das
Fundament dieses integrierten Ansatzes. Denn genau dort befinden sich die Daten
– das „Rohmaterial“ für Innovationen – und werden weiterverarbeitet. Doch am
wichtigsten ist: Compute Services unterstützen Workloads über unterschiedliche
Geräte hinweg – ein wesentliches Kriterium im immer größer werdenden Ökosystem
an Geräten, das Industrie 4.0 mit sich bringt. Compute Services sind sozusagen
das Wasserrad oder die Dampfmaschine, welche die Energie vorhandener Ressourcen
– in diesem Fall Daten – nutzbar machen.

Und weil Cloud-Plattformen das Leistungsvermögen von Compute Services
„anzapfen“, unterstützen sie innovative und disruptive Applikationen am besten.
Nur wenn also Compute Services mit Cloud-Plattformen integriert werden, können
wir das Potenzial der Cloud für die vierte industrielle Revolution voll ausschöpfen.

Ohne ein Wasserrad oder eine Dampfmaschine hätte kein ein
Ingenieur einen mechanischen Webstuhl konstruieren können. Genauso wenig
könnten Cloud-Plattformen ohne die Hilfe von Compute Services Technologien wie Automatisierung,
Robotertechnik oder IoT miteinander verknüpfen, um neue innovative
Applikationen zu entwickeln.

Der Industrieanlagen-Hersteller GE nutzt Oracle-Cloud-Plattform-Technologie, um eine Plattform zu entwickeln, die Daten
von Industriegeräten analysiert – sichere Datenübertragung auf die Plattform natürlich
vorausgesetzt. Dadurch lassen sich Arbeitsprozesse automatisieren und
optimieren, Wertschöpfungsketten effizienter gestalten und Maßnahmen zur vorausschauenden
Instandhaltung umsetzen. Ein modernes ERP-System ist Schlüsselelement von Industrie
4.0. Nur so können Unternehmen wie GE Prozesse über verschiedene integrierte
Cloud-Ebenen hinweg automatisieren.

Compute Services bieten für Anwendungen,
die auf einer integrierten Cloud-Plattform entwickelt werden, einen weiteren Vorteil:
einfache Skalierbarkeit – eine Grundvoraussetzung für disruptive Technologien. Angesichts
der Explosion miteinander vernetzter Geräte, ermöglicht dieses agile Vorgehen Performance
im Voraus zu planen.

Auch hier finden sich Parallelen zur ersten industriellen
Revolution. Damals wurden Familienbetriebe dank Serienproduktion zu Großkonzernen.
Heute können mittelständische und große Unternehmen mit der Cloud und den
Innovationen, die sie ermöglicht, Wettbewerber hinter sich lassen.

Wir befinden uns mitten in der vierten industriellen Revolution.
Wie die vorhergehenden sind der treibende Motor neue Technologien, mit denen
vorhandene Ressourcen nutzbar gemacht werden. Durch die Integration von grundlegenden
Cloud-Technologien können Unternehmen neue Anwendungen und Services entwickeln,
so auch in Zukunft florieren – und sogar ganz neue Dimensionen erreichen.

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