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Warum alle Unternehmen maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz vorantreiben sollten

Autor: Neil Sholay, Head of
Oracle Digital, EMEA

Jeder, der online einkauft oder Musik-Streaming-Dienste nutzt, hat schon
einmal Empfehlungen erhalten. „Diese Titel könnten Ihnen auch gefallen“, heißt
es da zum Beispiel. Meist sind diese Vorschläge erstaunlich treffsicher. Zufall
ist das jedoch nicht. Denn die Empfehlungen basieren auf ausgefeilten
maschinellen Lernverfahren, Musteranalysen und automatischer Entscheidungsfindung.

Für eine solche Automatisierung braucht man eine technische Infrastruktur,
die riesige Datenmengen importieren, analysieren und interpretieren kann. Anhand
dessen sind Systeme in der Lage, selbstständig die richtigen Entscheidungen zu
treffen und ohne menschliches Eingreifen Aktionen durchzuführen. Was sich im
Online-Handel längst etabliert hat, setzt sich jetzt in vielen weiteren Geschäftsbereichen wie
beispielsweise dem Kundenservice durch.

Der Wettlauf um die Automatisierung

Maschinelles Lernen stand auf der Oracle OpenWorld ganz oben auf der
Agenda. So verkündete CTO Larry Ellison, dass die innovative Technologie jetzt
in die Oracle Cloud-Plattform und einige der Oracle Cloud-Applikationen
integriert wurde.

Intelligente Applikationen tragen entscheidend dazu bei, dass sich
maschinelles Lernen weiter verbreiten kann. Mit ihrer Hilfe sind Unternehmen in
der Lage, schnell und einfach automatisierte Services auf Basis von
Mitarbeiter-, Kunden- oder Finanzdaten auf allen Geschäftsebenen anzubieten.

Der Druck auf Unternehmen, Prozesse zu automatisieren und das Beste aus
Datenanalysen herauszuholen, steigt, je mehr Daten verfügbar sind. Das Internet
der Dinge (IoT) ist dabei eine treibende Kraft, denn durch die zunehmende
Verbreitung von IoT-Produkten nimmt das Datenvolumen exponentiell zu. So
rechnet Gartner bis 2020 mit 6,4 Milliarden vernetzten „Dingen“.

Aus Machine Learning und IoT wird
Industrie 4.0

Die Zusammenführung von maschinellem Lernen und IoT ist ein Musterbeispiel
für das, was wir allgemein als Industrie 4.0 bezeichnen. Basierend auf einer
detaillierten Analyse von spezifischen Umgebungen sollen bessere,
intelligentere und schnellere automatisierte Services generiert werden. Nicht
nur verbraucherorientierte Unternehmen setzten dies bereits um. So profitieren
zum Beispiel das Gesundheitswesen, das städtische Infrastruktur-Management, das
Transportwesen, die industrielle Produktion, Verbraucher-Services und viele
weitere Bereiche schon von den neuen Technologien.

Im Gesundheitswesen kann Echtzeit-Überwachung in Verbindung mit
Verhaltensanalysen zum Beispiel verbesserte, personalisierte Behandlungen
ermöglichen und Kosten sparen. In der Landwirtschaft können Bauern mithilfe von
genaueren und exakt auf den Standort abgestimmten Wettervorhersagen größere
Erträge bei geringeren Kosten erzielen.

Viele Unternehmen haben erkannt, dass maschinelles Lernen und
automatisierte Services essenziell sind, um die Datenflut zu verarbeiten, die
mit dem Internet der Dinge steigt. Eine aktuelle Oracle-Studie zeigt, dass 62 Prozent
der Unternehmen derzeit künstliche Intelligenz implementieren oder dies für die
nahe Zukunft planen.

Wie integrieren Unternehmen
künstliche Intelligenz?

Um automatisierte AI-Lösungen effektiv einzuführen und voll auszuschöpfen,
brauchen Unternehmen möglichst umfassende und flexible technische Systeme. Am
besten eignet sich ein integriertes Modell, das Compute Services und
Cloud-Plattformen kombiniert. So können Daten ungehindert zwischen
verschiedenen Tools und Funktionen fließen. 56 Prozent der befragten
Unternehmen und damit mehr als die Hälfte finden es wichtig, solche
Cloud-Funktionen zu integrieren, um künstliche Intelligenz gewinnbringend
einzusetzen.

Im Zeitalter von Industrie 4.0 sind Daten das
wichtigste Gut eines Unternehmens. Das Beste aus ihnen herauszuholen sollte
daher eine Priorität sein. Eine integrierte Cloud-Strategie kann dabei helfen,
das Potenzial aller Daten voll auszuschöpfen. Unternehmen, die die neuen
Möglichkeiten von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen nicht
annehmen, laufen Gefahr, abgehängt zu werden. Und das kann schneller passieren,
als sie denken. Denn die Entwicklung schreitet rasend schnell voran.

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