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Expertenwissen von Oracle aus der DACH-Region

Von der Software zur Gesamtlösung

Bereits seit dem Jahr 2000 ist die HUK-COBURG Kunde von Oracle. Die eingesetzten Oracle-Datenbanken wurden zunächst auf Windows- und AIX-Rechnern betrieben. Im Rahmen einer 2016 durchgeführten Plattformbetrachtung entschied man sich, AIX als strategische Plattform für Oracle Datenbanken abzulösen, sowie Tätigkeiten und Schnittstellen zu konsolidieren und die Kosten für Hard- und Software zu optimieren.

Die Datenbanklandschaft der HUK in Coburg ist vielfältig. Wie bei einem Unternehmen der Versicherungsbranche nicht anders zu erwarten, laufen die kritischen Daten über ein Legacy-System mit einer Db2-Datenbank. Darüber hinaus sind weitere Lösungen, wie beispielsweise Microsoft SQL Server, im Einsatz. Die Entschlossenheit der HUK-COBURG, neue Wege zu gehen, führte für Oracle Datenbanken Hardware-seitig zu einem strategischen Wechsel auf die Oracle Exadata. „Dass die Hardware-Plattform von demselben Hersteller kommt, wie die schon eingesetzten Datenbanken, war ein weiterer Benefit der Exadata-Lösung“, so Achim Happe, Gruppenleiter Datenbanken bei der HUK in Coburg.  

Die Oracle Exadata ist für den Betrieb von Datenbanken optimiert. Sie wurde von Oracle mit dem Ziel entwickelt, eine höhere Leistung und Verfügbarkeit bei niedrigeren Kosten zu erreichen, indem Datenbankalgorithmen und -intelligenz in den Speicher verschoben werden. Dabei werden die traditionellen Verarbeitungsschichten umgangen. Die interne Infiniband-Anbindung der einzelnen Komponenten gewährleistet zusätzlich einen Performance-Gewinn. Von daher passte diese Maschine perfekt in das Anforderungsschema der HUK-COBURG.

Konsequente Trennung der Entwicklungs- und Produktionsumgebungen

Exadata-Compute-Server verwenden Intel Xeon-Prozessoren als Bare Metal- oder OVM (Oracle Virtual Machine)-Installation auf Basis des Oracle Linux-Betriebssystems, um die Oracle-Datenbanken zu betreiben. Eine der Herausforderungen für die HUK-COBURG war es, mit drei Exadata-Maschinen in unterschiedlichen Rechenzentren die geforderten unterschiedlichen physikalischen Netzwerke zu unterstützen. Dies war nur durch den Einsatz von OVM möglich. „Das war ein gewagter Schritt, weil es zu diesem Zeitpunkt weltweit noch sehr wenige Installationen gab – vor allem keine in unserer Größenordnung“, erinnert sich Kristina Hackert, Projektleiterin für Oracle-Architektur und Infrastruktur-Themen bei der HUK-COBURG. Fast alle Anwendungen, die in der HUK-COBURG auf Oracle-Datenbanken zugreifen, seien Standard-Software-Lösungen, die teilweise firmenintern erweitert oder modifiziert werden.

Die Umsetzung der internen Sicherheitsanforderungen der HUK-COBURG stellte – sowohl konzeptionell als auch später im „echten Doing“ – ebenfalls eine hohe Anforderung dar. Zusätzlich bedeutete der Wechsel von der vorher etablierten „Stretched Cluster Architektur“ des Oracle RAC (Real Application Clusters) auf Oracle MAA (Maximum Availability Architecture) mit RAC und DataGuard die Notwendigkeit zu weiteren Know-how-Aufbau im Oracle-Team.

Die interne IT wurde beim Umstieg auf Oracle Exadata durch Partner begleitet, hat allerdings den bei weitem größten Teil selbstständig durchgeführt. Der hier gezeigte Einsatz, das hohe vorhandene Wissen und Engagement der HUK Mitarbeiter wurde von allen Beteiligten als außerordentlich und beispielhaft bewertet. Besonders der Aufbau einer so komplexen OVM-Installation (OVM – Oracle Virtual Machine) ist teilweise mit „Pionierarbeit“ zu vergleichen und der Kern des Projekterfolges.  

Viel Arbeit in die Konzeption investiert

Nach Kauf der drei Maschinen startete das Projekt mit der Feinkonzeption der System-Architektur. Die Einbindung der Exadatas in die firmeninternen Netzwerke, der Aufbau der OVM und das Herausbilden der einzelnen Cluster hat insgesamt etwa ein halbes Jahr gedauert. Die eigentliche Migrationsarbeit, also der Transfer der Datenbanken, begann Ende 2016.

„Insgesamt hatten wir eine Netto-Projektlaufzeit von neun Monaten“, erläutert Jörg Rehs, Bereichsleiter Produktionssteuerung Informatik Betrieb der HUK-COBURG. Während des Jahreswechselgeschäfts bei Kfz-Versicherungen zwischen Oktober und Januar mussten alle Migrationsaktivitäten auf Grund der sogenannten „Frozen Zone“ eingestellt werden. Der Zufriedenheit mit der neuen Umgebung hat das keinen Abbruch getan. „Die neuen Systeme laufen sehr gut, stabil und schnell – auch von den Anwendungsbetreuern bekommen wir positives Feedback“, erklärt Rehs. Für 2019 ist der Ausbau der dritten Exadata geplant, wobei die ersten beiden Maschinen bereits in den Jahren 2017 und 2018 entsprechend erweitert wurden.

 

 

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