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Recruiting bewerbertauglich machen mit LogOn Consulting

Nicht mehr und nicht weniger als das Recruitment wollen die Verantwortlichen bei LogOn Consulting verändern. Für dieses Ziel hatten sie exakt formulierte Anforderungen an die notwendige IT-Ausstattung. Bei der Entscheidung für Oracle stand schließlich die Möglichkeit zur Nutzung von Künstlicher Intelligenz im Vordergrund. Und das Vertrauen in den seriösen Umgang mit personenbezogen und vertraulichen Daten.

Seit 2014 auf dem Markt aktiv, ist LogOn Consulting angetreten, um das Recruiting bewerbertauglich zu machen. „Recruiting funktioniert derzeit nicht wirklich gut“, beschreibt Peter Kolb, Geschäftsführer von LogOn Consulting die aktuelle Situation. „Die Digitalisierung muss endlich Einzug halten, Prozesse modernisiert, nutzerfreundlich und fit für die Zukunft gemacht werden“. Ziel von LogOn sei es, das bisher bei Job-Portalen übliche Ausfüllen von Formularen zugunsten des einfachen Hochladens einer Stellenanzeige oder eines Lebenslaufs zu eliminieren. „Wir wollen den Bewerber wieder zum Besitzer seiner eigenen Daten machen“, so Kolb weiter.

Dabei wird der bisher bekannte Prozess der Mitarbeitersuche im Prinzip umgekehrt. Soll heißen: Statt nach Stichwörtern zu suchen, wird die Anzeige eines Unternehmens profiliert und anschließend Kandidaten mit einem dazu passenden Profil gesucht. Als Beispiel nennt Peter Kolb ein Unternehmen, das via Monster oder LinkedIn auf der Suche nach neuen Mitarbeitern ist. „Wir durchforsten dann das Internet nach passenden Kandidaten, recherchieren Vorerfahrungen und stellen am nächsten Morgen eine Liste geeigneter Personen zur Verfügung“, so Kolb. Die erstellten Profile beinhalten beispielsweise auch persönliche Interessen sowie die Motivation für eine Jobsuche. „Dabei verwenden wir keine Meta-Crawler“, so Kolb weiter. „Ausgehend von einer Filterung und semantischen Aufbereitung der für das Recruiting relevanten Informationen, erstellt unsere Software nach einer Content-Context-Analyse für Stelle und Kandidat Profile über Kompetenzen, Tätigkeiten, Hard und Soft Skills bis hin zu Motivationen.“ Über eine Plausibilitätskontrolle werden die gemachten Angaben verifiziert. Eine automatische Ansprache des potenziell neuen Mitarbeiters sei zwar technisch möglich, aber durch die DSGVO verboten.

Neue Chancen für Arbeitgeber und -nehmer

Momentan bilden noch geschriebene Lebensläufe und Bewerbungsschreiben die Basis – aber nicht mehr lange, denn noch in diesem Jahr wird ein sprachbasiertes System von LogOn online gehen. „Jobsuchende müssen dann keine Fähigkeiten mehr beschreiben, sondern können mit dem System reden, auf Fragen antworten. Diese werden individuell und dynamisch aus dem Gespräch und der Situation ermittelt“, erläutert Peter Kolb. „Und das nicht nur in allen zwölf westeuropäischen Sprachen.“ Dafür wird eine große Rechnerleistung benötigt, die über die Oracle Cloud zur Verfügung steht.

Dass auf Basis der bekannten Kenntnisse eines Bewerbers nach einer passenden Aufgabenbeschreibung gesucht wird, der Recruiting-Prozess quasi umgekehrt wird, hat für Peter Kolb Auswirkungen auf das Personalmanagement im Mittelstand – wo die Unternehmen oftmals gar nicht genau wüssten, über welche Skills der ideale Bewerber verfügen sollte. Aber auch für die Einbindung von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt bieten sich hierüber neue Chancen. „Für einen Migranten ist es leichter seine Fähigkeiten und Kenntnisse in seiner Muttersprache zu erklären“, führt Peter Kolb aus.

In seinen Aktivitäten war LogOn zunächst auf Deutschland fokussiert, sämtliche Software wurde in einem regionalen Rechenzentrum gehostet. Mit der Skalierung musste das Setup verändert werden, die Entscheidung der Verlagerung in die Cloud fiel. „Auf Oracle sind wir gekommen, weil das ein Technologieunternehmen ist und noch dazu Erfahrungen mit Unternehmenslösungen hat“, erinnert sich Peter Kolb.

Skalierung veränderte das ursprüngliche Setup

Produktseitig fiel die Entscheidung für die Oracle Bare Metal Cloud Services (Oracle BMC), die es ermöglichen, Anwendungen in einer hochverfügbaren, leistungsstarken Umgebung bereitzustellen. Die ebenfalls eingesetzte Datenvisualisierung beschreibt die Darstellung abstrakter Informationen in grafischer Form. Sie ermöglicht es, Muster, Trends und Zusammenhänge zu erkennen, die sonst in traditionellen Berichten oder Tabellen unbemerkt bleiben könnten. Als Abrechnungsmodell nutzt LogOn die sogenannten Universal Credits, bei denen in Zusammenarbeit mit dem Vertriebsmitarbeiter die monatliche Nutzung im Voraus skaliert wird, um danach im „Monthly Flex“-Verfahren flexibel abgerechnet zu werden.

Der Produktname „Bare Metal“ ist gleichzeitig ein Fakt, der nach Aussage von Peter Kolb für Oracle spricht. „Oracle arbeitet wie wir, nah am Blech“, erklärt der LogOn-Geschäftsführer. „Wir sind sehr technologisch unterwegs und dazu passt eine Umgebung, auf der wir so arbeiten können, wie auf lokalen Servern.“ Darüber hinaus fühle man sich auch als kleiner Kunde gut betreut.

Die nächsten Entwicklungsschritte stehen bereits an. So wird daran gearbeitet, durch den Einsatz von Blockchain-Technologie die Daten von Bewerbern und Unternehmen zu sichern. Es wird auch darüber nachgedacht, jedem Bewerber ein „virtuelles Laufwerk“ für die Speicherung seiner Daten einzurichten. Die Digitalisierung scheint endgültig im Personalmanagement angekommen zu sein.

 

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