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Punktgenaue Lieferung kritischer Produkte mit der trans-o-flex

Die Logistik ist ein kompliziertes Geschäft. Das weiß kaum einer besser als Stefan Fuss, Leiter Systemarchitektur bei der trans-o-flex Express GmbH aus Weinheim. Wenn am frühen Morgen die Fahrzeuge beladen werden, die im Laufe des Tages ihre Ware ausliefern werden, dann benötigt man eine robuste IT-Infrastruktur, um alle Anfragen der gut 6.000 User zeitgleich und vor allem reibungslos zu beantworten. Hier muss alles funktionieren, jede Information stets abrufbar sein – das operative Kernteam besteht dabei natürlich nicht nur aus trans-o-flex-Mitarbeitern und ihren Kunden, sondern auch aus Fahrern und anderem Personal, die Teil des Lieferweges sind.

 

Foto: trans-o-flex

trans-o-flex ist spezialisiert auf den Transport sensibler Güter in den Kernbranchen Pharma und Consumer Electronics. „Das Logistikwesen hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert“, erzählt Stefan Fuss. „Gefordert wird Flexibilität bei hoher Qualität – sei es bei der Auslieferung von Medizinprodukten wie Insulin, bei dem die Kühlkette nicht unterbrochen werden darf, oder beim Transport moderner Fernsehbildschirme.“

Das Hauptgeschäft des Logistikunternehmens aus Weinheim ist die Zustellung am nächsten Werktag – bundesweit. Um dies zu gewährleisten bedarf es einer exzellenten Planung, die nie ausfallen darf. „Dies ist nicht mit IT von der Stange zu bewerkstelligen, hier benötigen wir ein System, das genau unseren Ansprüchen und Bedürfnissen entspricht“, so Fuss.

Bis 2018 betrieb das Unternehmen ein eigenes Rechenzentrum auf dem Firmengelände in Weinheim. Doch die Anforderungen an Sicherheit, Zuverlässigkeit und Performance konnten nicht mehr länger erfüllt werden, sodass nach einer neuen Lösung gesucht wurde. Diese fand sich recht schnell: mit einer hybriden Strategie wurde ein neues Rechenzentrumskonzept umgesetzt, seit 2018 wird die IT von trans-o-flex bei e-shelter in Frankfurt gehostet. „Es gab einen großen Reinvestitionsbedarf im Datacenter, sodass sich das komplette Re-Design von On-Premise zur e-shelter-Lösungen anbot“, so Fuss.

Und der Anschluss an die Cloud wurde damit auch gleich verbunden: „Ganz wichtig dabei ist für uns natürlich der Aspekt der Desaster Recovery“, so Fuss. „Wir müssen immer handlungsfähig sein, um den korrekten Transport der Ware sicherstellen zu können, das ist für uns als Anbieter von Logistikprozessen überlebenswichtig.“ Die Desaster Recovery Instanz liegt heute in der Oracle Cloud. Hier wird für vergleichsweise kleines Geld Platz angemietet, der im Bedarfsfall hochgefahren werden kann. Das Backup ist jederzeit einsatzbereit – mit klassischen Lösungen sei dies nicht mehr abbildbar.

Der Umzug des Primärsystems, einer Oracle PCA, dauerte mehrere Tage – gar nicht so leicht, so ein Projekt im Tagesgeschäft umzusetzen. Auch fiel der Umzug ausgerechnet in den Monat Dezember, also in die Hochlastphase des Logistikunternehmens. Zunächst wurden alle Daten in die Cloud gespiegelt, das Desaster Recovery aufgebaut. Für den Cut-Over wurde aus dem Desaster Recovery System für einige Tage die Produktionsplattform. Die Zeit, die für den Umzug der PCA notwendig war. „Das klingt einfach, aber der Teufel steckt wie immer im Detail. Nach diesen Schritten konnten wir direkt aus der Cloud heraus produzieren, das war schon toll“, so Fuss. „Für die Größe des Projektes hat alles reibungslos geklappt.“

Um den ungestörten Betrieb zu garantieren wurde das Vorgehen vorab intensiv getestet. Bereits während der Projektierung im Frühjahr 2018 wurde in einem PoC die Produktion zu 100 Prozent nachgestellt. Im Innovation Lab bei e-shelter wurde das geplante Environment getestet und mit der Oracle Cloud verbunden. „Wir haben alle Prozesse in der Cloud durchgespielt, sie teilweise doppelt und dreifach belastet, um zu prüfen, wie sie reagiert.“ Und die Ergebnisse waren zufriedenstellend: „Je nach Workload konnten wir bis zu zehn Mal schneller produzieren. Das gibt einem natürlich ein sicheres Gefühl für den realen Umzug.“ Und seitdem? „Die Cloud ist auf Stand-by. Aber falls ein Notfall eintritt, wissen wir, dass unser Geschäft weiterlaufen kann.“

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