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Prozesssicherheit im Kerngeschäft: Oracle-Kunden geben wertvolle Einsichten zu datengetriebener Logistik für resiliente Lieferketten

Autor: Holger Klug, Leader Industry Advisors Consumer/Energy/Healthcare/Industrials bei ORACLE


Ob Nudeln oder Klopapier: Die Coronakrise hat die Anfälligkeit globaler Lieferketten schonungslos offengelegt. Ebenso deutlich hat sich gezeigt, dass derjenige klar im Vorteil ist, der seine Supply Chain auf digitalem Weg im Blick behält und in Echtzeit auf Unerwartetes reagieren kann. In einem aktuellen Web-Seminar haben wir thematisiert, wie Systeme für das Transportmanagement und das Supply Chain Risk Management vielen Unternehmen dabei helfen können und wie eine datengetriebene Logistik funktioniert. Namhafte Akteure der Konsumgüterindustrie wie Henkel oder der Paket-, Brief- und Express-Dienst DHL, die auf Lösungen von Oracle setzen, haben am Web-Seminar teilgenommen und wertvolle Praxiseinblicke gegeben.

Henkel setzt auf smartes Transportmanagement

Ein detailliertes Bild von den Auswirkungen der Corona-Pandemie in der Konsumgüterindustrie hat Sylvia Opiela, Head of Global Purchasing Logistics, Henkel Global Supply Chain B.V., gezeichnet. Sie äußerte sich im Gespräch ausführlich zum Oracle Transportation Management System (OTM). Seit 2014 nutzt der Konzern OTM zusätzlich zu SAP und hat den Einsatz im Laufe der Zeit auf globaler Ebene ausgedehnt. Das Oracle Transportation Management bildet heute einen zentralen Part der Standardlösung von Henkel und führte zu erheblichen Verbesserungen beim Schnittstellen- und Datenmanagement. Um die Transparenz innerhalb von Henkel weiter zu erhöhen, wurde das Konzept darüber hinaus um eine Business Intelligence-Plattform erweitert.

Durch den integrierten Systemeinsatz lässt sich das reale Geschäft von Henkel virtuell widerspiegeln. Dafür werden Daten aus verschiedenen internen und externen Quellen konsolidiert und zusammengefasst. Die Datensammlung findet in der Cloud statt, wo das Unternehmen auch große Massen an Daten handhaben kann. Dort laufen Daten aus verschiedenen Bereichen zusammen, aus denen sich Berichte und Auswertungen generieren lassen – von der Logistik bis zur Beschaffung. Die zentralen Vorteile: Transparenz im gesamten Netzwerk, hohe Dynamik, erweiterte Analysen durch die Kombination von alten, aktuellen und prognostizierten Daten sowie eine bessere und schnellere Entscheidungsfindung.

Der Mehrwert dieses Ansatzes zeigte sich auch während der Corona-Pandemie. Als in der Phase der Hamsterkäufe der Bedarf nach Produkten des Hygiene- und Reinigungsgeschäfts stieg, konnte Henkel durch sein Konzept seine Flexibilität und Transparenz erhalten. Bereits vom zweiten Tag der Corona-Krise an war eine gezielte Kommunikation zwischen Henkel und seinen Partnern möglich. Dadurch konnten Mehrkapazitäten umgeleitet und die Gesamtkapazität effizient ausbalanciert werden – unter anderem dank einer automatischen Spot Buy-Funktion, die in das System integriert ist.

Kosteneinsparungen von bis zu 30 Prozent in der Automotive-Branche

Welche entscheidende Rolle smarte IT-Technologien für resiliente Lieferketten in der Automobilbranche spielen können, hat René Kaschta, Head of Ford OLLP & FGP, DHL Supply Chain, im Web-Seminar erläutert. Er verantwortet bei DHL den Bereich Lead Logistics Providing (LLP) für den Automobilhersteller Ford. LLP steuert die gesamte Logistikkette der Kunden, sodass diese sich voll und ganz auf die Produktion konzentrieren können. Aufgrund der ausgeprägten Expertise und neutralen Herangehensweise lassen sich Kosteneinsparungen von 20 bis 30 Prozent erzielen.

Natürlich stellt sich die Frage, wie DHL das umsetzt. Die Antwort: Oracle Transportation Management und Resilience 360 werden als integrale Bestandteile der LLP SUPPLY CHAIN END-TO-END SERVICES eingesetzt. In dem System laufen Daten aus dem LLP Digital Order Portal, der Carrier Integration und der Robotics Automation zusammen. Indem die Systeme, die bei Ford die Produktion steuern, mit OTM integriert sind, kann das gesamte Potenzial der Prozesskette ausgeschöpft werden.

Akteure entlang der Supply Chain profitieren von Integration und Interaktion

Am Beispiel von DHL bei Ford lässt sich klar ablesen, worin der Mehrwert für das Management der Lieferketten besteht, wenn Unternehmen sich öffnen und Plattformen nutzen: Logistik lebt von Kollaboration und ist auf Integrationsfähigkeit auf der Prozess-, Geschäfts- und Datenebene angewiesen. Im Zuge dessen werden die Prozesse in der Logistik und entlang der Supply Chain datengetriebener und autonomer, während zugleich die Balance menschlicher und maschineller Arbeitsleistung gewahrt bleibt. Denn gerade in Krisenzeiten zeigt sich, dass die Logistik ein Funktionsbereich ist, der ohne menschliche Interaktion unvorstellbar wäre.

Das passende IT-Stack mit Oracle Transportation Management als Fundament bringt Kernprozesse und Standardisierungen zusammen. Es fungiert dabei wie ein Taktgeber, damit das Business reibungslos läuft. Das Kernsystem muss mit Daten aus externen Systemen angereicht werden. Gefragt sind daher Offenheit und Sicherheit sowie die Möglichkeit, neue Technologien einzubringen. Die Erfahrung zeigt, dass intelligente Lösungen schnell helfen, neue Prozesse zu steuern und auch die Prognosefähigkeit von Unternehmen zu verbessern.

Wenn man die Auswirkungen der Corona-Pandemie betrachtet, hat sich bei aller Tragik durch sie gezeigt: Manchmal ist es für den Fortbestand von Geschäftsmodellen ratsam, Grenzen aufzuheben. Das betrifft sowohl technische wie auch operative Grenzen zwischen Geschäftspartnern. Werden moderne IT-Technologien als verbindendes Element sinnvoll eigesetzt, lassen sich selbst unvorhersehbare Herausforderungen an die Supply Chain souverän meistern.

 

Hier der Link zum Web-Seminar: https://go.oracle.com/LP=96643?elqCampaignId=256012

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