X

Neuigkeiten, IT-Strategien und
Expertenwissen von Oracle aus der DACH-Region

Vielfalt statt Thomas-Kreislauf: Ein Tag im Zeichen der Diversität

Autor: Silvia Hurnaus

Nur wenigen qualifizierten Frauen gelingt es, in die Vorstände der DAX-Konzerne aufzurücken. Beim Oracle Women’s Leadership Summit traf sich am 21. September die geballte Frauenpower, um sich über die gemeinsamen Chancen für Frauen und Unternehmen im Zuge der Digitalisierung auszutauschen – getreu dem Motto des Events: „MAKE. DIVERSITY. MATTER.“

Das durchschnittliche Vorstandsmitglied heißt Thomas, ist deutsch, Jahrgang 1964 und entweder Wirtschaftswissenschaftler oder Ingenieur – die deutschen Vorstandsmitglieder umgeben sich am liebsten mit ihrem eigenen Spiegelbild. Objektive Auswahlmethoden werden meist ignoriert, stattdessen ist die größtmögliche Übereinstimmung mit der eigenen Person zum ausschlaggebenden Kriterium avanciert. Während Männer direkt extern rekrutiert oder intern befördert werden, bekommen Frauen eine Akklimatisierungsphase von ein bis fünf Jahren und schaffen es kaum in den Vorstand. Die Folge des sogenannten Thomas-Kreislaufs: Führungsteams werden immer wieder gleich zusammengesetzt – Kreativität, Innovationsfähigkeit und Profitabilität gehen verloren. Zu diesem Ergebnis kommt die unabhängige, gemeinnützige AllBright Stiftung. Die aktuellen Studienergebnisse wurden auf dem OWL Summit von Geschäftsführerin Dr. Wiebke Ankersen vorgestellt.

Oracle Women’s Leadership Summit als Plattform für mehr Vielfalt

Um darüber zu diskutieren, wie mehr Vielfalt in Unternehmen einziehen kann, kam in Berlin ein großes und bunt gemischtes Teilnehmerfeld aller Branchen und Hierarchiestufen zusammen. Für die fachliche Einstimmung sorgte Michael Bednar-Brandt, Director Digital Transformation EMEA bei Oracle, in einem Digitalisierungs-Workshop. Wie sämtliche Programmhighlights fand dieser eine überaus positive Resonanz unter den zumeist weiblichen Teilnehmern. Unsere engagierten Sprecherinnen und Diskussionsteilnehmer konnten sich vor Fragen und Anregungen kaum retten und hätten noch stundenlang weitermachen können. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Dr. Wiebke Ankersen, Beate Brummel, Edda Kristof-Goeman, Kerstin Günther, Maren Heltsche und Sonja Moosburger für das große Engagement. Die Frauen schilderten nicht nur authentisch ihre persönlichen Erlebnisse, sondern referierten auch unter anderem über die gegenwärtige Beschäftigungssituation in den DAX-Unternehmen, deren Auswahlmethoden bei der Besetzung von Führungskräften sowie über gesellschaftliche, kulturelle und wirtschaftspolitische Gegebenheiten – die Quintessenz: Erfolgreiche Frauen sind durch die Bank mutige Querdenker- und Vorreiterinnen. Wir brauchen Vorbilder, um andere zu motivieren. Dafür müssen Frauen aber auch selbst mehr Mut und Vertrauen aufbringen und Chancen proaktiv ergreifen. Aber auch die Unternehmen stehen in der Pflicht, ihre Personalpolitik endlich zu überdenken. Sowohl die Gesellschaft als auch die Märkte wandeln sich rasanter denn je. Das Festhalten an veralteten Management-Modellen limitiert Unternehmen nicht nur hinsichtlich ihrer Anpassungsfähigkeit, sondern beraubt sie auch um korrektive Elemente. Die Digitalisierung ist deshalb eine große Chance, weil sie das Potential mitbringt, Hierarchien aufzulösen und neue Unternehmensstrukturen zu bilden.

Dynamik, Energie und Interaktion statt Geschlechterkampf

Besonders bemerkenswert war die Atmosphäre des Events: Es wurde in lockerer Atmosphäre sachlich und sehr nachvollziehbar für mehr Vielfalt in den Unternehmen plädiert. Dynamik, Energie und Leidenschaft der Frauen waren jederzeit wahrnehmbar – nicht nur bei den Sprecherinnen. Für die rege Online-Interaktion sorgten Fragen, die uns live über Twitter gestellt wurden.

Großer Beliebtheit für den persönlichen Austausch erfreute sich aber auch eine analoge Methode für das gegenseitige Kennenlernen: unsere Networking-Wall mit den Fotos aller Teilnehmer.

Abends waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch zum Netzwerken in gemütlicher Runde eingeladen.

Vielfalt braucht starke Partner und die Unterstützung des Managements

Ein besonderes Highlight stellte der spontane Besuch von Kenneth Johansen, Country Leader von Oracle Deutschland, dar: Der gebürtige Däne gab uns Einblicke in seine skandinavische Heimat, in der Unternehmen längst von einer vielfältigen Zusammensetzung der Führungsteams profitieren. Erst spätabends verließen die Letzten das Event – bestärkt in der Überzeugung, dass Diversität für Unternehmen unerlässlich ist, um kreativer, harmonischer und letzten Endes auch profitabler werden zu können. Die Digitalisierung bietet also nicht nur Chancen für Frauen, sondern hilft in erster Linie Unternehmen, die Chance zu ergreifen, von mehr Vielfalt zu profitieren. Dabei befeuern Vertrauen, Flexibilität und Offenheit ein Umdenken. Die Digitalisierung wird nur meistern können, wer das „Miteinander“ in den Vordergrund stellt. In diesem Sinne laden wir schon jetzt alle Männer ein, nächstes Jahr nach Berlin zu kommen, um unser Event noch vielfältiger zu machen.

Be the first to comment

Comments ( 0 )
Please enter your name.Please provide a valid email address.Please enter a comment.CAPTCHA challenge response provided was incorrect. Please try again.Captcha
Oracle

Integrated Cloud Applications & Platform Services