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    February 12, 2019

OneDollarGlasses – Wie die Vision eines Mannes zu einer Chance für Millionen Menschen weltweit wurde

Auf die Frage, was die erste tragbare, individualisierbare Technologie der Welt war, kommen wohl viele verschiedene Antworten zusammen. Die wenigsten werden aber wissen, dass es ein Gegenstand ist, den wir heute für selbstverständlich halten und den viele auf ihrer Nasenspitze tragen.

Die Rede ist von einer Brille. Egal ob sie dabei hilft, das Kleingedruckte zu lesen oder weit in die Ferne zu blicken, Brillen sind unverzichtbar. Aber für mehr als 700 Millionen Menschen auf der ganzen Welt, vor allem natürlich in Entwicklungsländern und Staaten der Dritten Welt, sind sie ein wahres Luxusgut, das sie sich nicht leisten können.

Das ist nicht einfach nur eine Unannehmlichkeit: Die mangelnde Möglichkeit gut zu sehen hat zur Konsequenz, dass Schüler Probleme in der Schule haben und Erwachsene unfähig sind zu arbeiten und ihre Familien zu versorgen. Laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO betragen die weltweiten Einkommensverluste aufgrund dieser Umstände etwa 202 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Darüber hinaus wären 65.000 Augenärzte erforderlich, um die über 700 Millionen Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen zu versorgen, deren Zahl mit dem Wachstum der Weltbevölkerung zunehmen wird.

Die Vision

2012 beschloss Martin Aufmuth, ein ehemaliger Mathematik- und Physiklehrer aus Deutschland, etwas zu tun, um zu helfen. Er entwickelte leichte, flexible und robuste Brillen, die vor Ort gefertigt, montiert und verkauft werden können. Das Ergebnis ist, dass OneDollarGlasses Millionen Menschen auf der ganzen Welt eine Chance bieten wieder normal zu sehen.

Mit Grundkosten, die durch Spenden finanziert werden, ist die OneDollarGlasses Association ein wahrhaftig soziales Unternehmen, das völlig neue Ansätze schafft. Die Organisation hat ein einjähriges Kompetenzkonzept entwickelt, in dem lokale Experten geschult werden, die für jeden Patienten die bestmöglichen Brillengläser finden. Die Materialkosten der Brille betragen nur 1 US-Dollar, und sie werden an Kunden für zwei bis drei Tageslöhne verkauft, wobei die Gewinne vor Ort einbehalten werden. Es ist ein nachhaltiges Modell, das den Menschen nicht nur zum ersten Mal hilft, richtig zu sehen, sondern auch als Grundlage für neue Geschäfts- und Beschäftigungsmöglichkeiten in Entwicklungsländern dient.

Die Herausforderung

Verständlicherweise ist das Konzept unglaublich erfolgreich und umfasst rund 300 internationale Freiwillige sowie mehr als 180 Mitarbeiter in acht Ländern sowie schnell wachsende Stakeholder-Gruppen, darunter Partner, Spender und Mitarbeiter.

Dieses schnelle Wachstum hat seine eigenen Herausforderungen mit sich gebracht, insbesondere im Hinblick auf die immer komplexer werdenden IT-Anforderungen. Mit der fortschreitenden Vergrößerung der Organisation mussten auch neue regulatorische Verpflichtungen wie die DSGVO erfüllt werden, die kleine Verwaltungsfunktionen erheblich belasten. Es bedarf einer flexiblen, skalierbaren und kostengünstigen Technologielösung, damit die IT-Infrastruktur der wachsenden Nachfrage Schritt hält.

Die Realisierung

Nach einer umfassenden Marktanalyse entschied sich OneDollarGlasses für Oracle. Basierend auf der Oracle-Datenbank und APEX konnten IT-Experten der OneDollarGlasses Association eine hochgradig angepasste Lösung entwickeln, die speziell für die Anpassung an sich ändernde Anforderungen angefertigt wurde. Heute ist die Oracle-Lösung das Rückgrat der OneDollarGlasses-Verwaltung. Sie umfasst alles: von Kontaktverwaltung über Spenden und Online-Zahlungen; von interner und externer Kommunikation über Veranstaltungsverwaltung; und von einer freiwilligen Organisation bis hin zur Analytik.

Bis heute hat OneDollarGlasses rund 170.000 Menschen dabei geholfen, ihre Sehkraft zu verbessern und damit verbundene Chancen zu schaffen. Für Martin Aufmuth, Gründer von OneDollarGlasses, ist dies bereits ein tolles Ergebnis – aber es gibt noch viel zu tun. „Die Oracle-Lösung gewährleistet, dass unsere Organisation auf der sicheren Seite ist, wenn es um die Verwaltung sensibler Daten geht. Darüber hinaus hilft sie uns dabei, unsere Vision zu erreichen, indem wir unsere internen Prozesse stabiler und effizienter machen – ein wichtiger Schritt für eine wachsende Organisation wie unsere.“

 

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