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Mit CMORE Automotive sehen autonome Fahrzeuge mehr

Autonomes Fahren ist ein Thema, das derzeit alle beschäftigt: Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Medien. Von technischen Details bis moralische Fragen diskutiert die Gesellschaft über eines der Zukunftsthemen des öffentlichen Verkehrs. Doch woher wissen diese sich selbst steuernden Fahrzeuge eigentlich, wie schnell sie wo fahren dürfen, wo Zebrastreifen sind oder wie die Straßenverhältnisse aussehen? Dazu werden intelligente Systeme entwickelt, welche die enormen Datenmengen von den Sensoren wie Kamera, LiDAR und RADAR verarbeiten und daraus mit Hilfe von Algorithmen die richtigen Schlüsse ziehen. Bis zur Serienreife müssen diese Systeme umfangreich getestet und validiert werden – dies geschieht mit der von CMORE Automotive entwickelten Artificial Intelligence Platform C.AI.

Automatisch lernende Algorithmen vom Bodensee

Das 2011 gegründete Unternehmen CMORE Automotive hat einen rasanten Start hinter sich und unterstützt mit seinen Lösungen Kunden in der Entwicklung und Validierung von autonomen Systemen weltweit. CMORE Automotive beschäftigt mittlerweile 240 Mitarbeiter an acht Standorten in Deutschland, sowie weitere 450 Mitarbeitern im Rahmen eines Joint Ventures in Indien. Und hier noch nicht genug: „Wir planen, noch dieses Jahr zwei Standorte in den USA zu eröffnen“, sagt Ralf Ihrig, Head of Sales & Marketing bei CMORE Automotive.

Der Name CMORE steht dabei ganz im lautmalerischen Sinne: Fahrzeuge sollen mehr sehen können, dies bedeutet nicht nur Daten aufnehmen, sondern diese in wertvolle Informationen zu verwandeln: Turn Data into Value! Eine der fünf Säulen von CMORE Automotive heißt daher Data Solutions. Die von den Testfahrzeugen aufgenommenen Bilder einer Kamera werden in der Anwendung C.DATA gesammelt, verwaltet und zur Auswertung weitergeleitet: Wo stehen beispielsweise welche Straßenschilder? Wo ist ein Fußgänger, Auto oder LKW zu erkennen? Die dazu verwendeten Algorithmen lernen automatisch und müssen trainiert werden: „Mit jedem weiteren gelesenen Bild trainiert und testet das System sich somit selbst“, erklärt Simon Papel, Systemverantwortlicher für C.DATA. Am Schluss stehen die für die Weiterentwicklung zwingend erforderlichen Informationen „Ground Truth“ zur Validierung der Systeme.

Big Data für Fahrszenarien

Die zahlreichen Sensoren verursachen natürlich eine große Datenmenge. „Wir reden hier von ca. 225 Gigabytes, in Zukunft sogar von 2.700 bis 17.500 Gigabyte pro Stunde und Fahrzeug“, so Papel. „Welche Festplatte kann das schon verarbeiten? Erst recht, wenn die Daten für Systeme gebraucht werden, die in Autos installiert sind – wo kein Platz ist für Festplatten und keine Stromanschlüsse vorhanden sind.“

Daher nutzt CMORE Automotive seit Mai 2018 die Oracle Cloud. Das ADAS/AD Big Data System managt, analysiert und vereint alle ADAS/AD Daten in einer integrierten zentralen und erweiterbaren Datenplattform von Oracle. Besonderer Vorteil aus Sicht von Simon Papel: „Die Lösung verzahnt Netzwerkspeicher und Oracle Datenbank – das funktioniert auch plattformübergreifend für verschiedene Anbieter und ist daher auch für unsere Kunden sehr wichtig.“

Flexibler Zugriff weltweit

Dank der Oracle Cloud haben die Mitarbeiter von CMORE Automotive auch jederzeit Zugriff auf die Metadaten. Sie können also immer aktuell sehen, welcher Mitarbeiter weltweit gerade auf die einzelnen Daten zugreift und mit ihnen arbeitet. „Wenn man bedenkt, wie viele Mitarbeiter weltweit rund um die Uhr auf die Daten zugreifen, ist diese Leistung schon beeindruckend“, schwärmt Papel. Den Überblick behalten die CMORE Automotive Mitarbeiter dabei ganz leicht dank der sauberen Weboberfläche. All dies ist einfach und sauber über die Cloud abrufbar. „Das ist wirklich elegant gelöst“, so Papel.

Auch in punkto Systemverfügbarkeit überzeugt die Cloud. „Stand heute hatten wir noch keinen einzigen Ausfall“, sagt Papel. Auch die automatischen Sicherheitsupdates und -patches erleichtern den Administratoren das Leben. Nicht zuletzt ist auch die sichere Verwahrung der vertraulichen Daten für die Kunden von CMORE Automotive, die wiederum mit der Cloud arbeiten, von zentraler Bedeutung.

Die Zukunft gestalten

Auch bei der weiteren Expansion setzt das Unternehmen aus Deutschland auf die Oracle Cloud. Im Markt sei noch viel Bewegung, das Zukunftsthema des autonomen Fahrens werde noch viele weitere Datenverarbeitungsprozesse in Gang setzen. „Aber mit Lösungen von Oracle und CMORE Automotive wird das kein Problem sein“, ist man sich bei CMORE Automotive sicher.

 

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Comments ( 1 )
  • Heribert Groeger Friday, October 12, 2018
    Dieses Programm wird die deutsche Automobilbranche weiter nach vorn bringen und im internationalen Bereich wettbewerbsfähiger machen.
    Chapeau !
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