X

Neuigkeiten, IT-Strategien und
Expertenwissen von Oracle aus der DACH-Region

Mit Blockchain-Technologie zu nachhaltigen Wertschöpfungsketten

Die Blockchain wird erwachsen und erobert Branchen und Märkte, die man bisher nicht unbedingt mit ihr in Verbindung gebracht hat. Die Reutlinger iPoint-systems gmbh hat es sich zum Ziel gesetzt, das Potenzial der digitalen Kreislaufwirtschaft mittels Distributed Ledger Technologie (das, was hinter der Blockchain steckt) auf eine nächste Ebene zu heben. Dabei setzt das 2001 gegründete Unternehmen auch auf die Blockchain-Cloud-Plattform von Oracle. Zu iPoints Kundenkreis zählt eine Vielzahl an Großunternehmen der Fertigungsindustrie, darunter Magna, Ford und Roche.

iPoints Softwarelösungen und Services unterstützen Unternehmen bei der Erfüllung von kunden- und unternehmensspezifischen sowie gesetzlichen Anforderungen an Produkte, Inhaltsstoffe und Materialien. Hinzu kommen freiwillige Nachhaltigkeitsstandards, Rahmenwerke und Richtlinien. Die europäische Chemikalienverordnung REACH, die europäische Richtlinie RoHS zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten, die Konfliktmineralienregularien der USA und EU, die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung, die Richtlinien der Global Reporting Initiative und viele weitere Gesetze, Standards und Rahmenwerke sind in das Lösungsportfolio einbezogen. Der Fokus liegt auf der umweltbezogenen und sozialen Produktkonformität sowie Nachhaltigkeit.

Wettbewerbsfähig dank nachhaltiger Produkte

Mit dem Bestreben nach einer funktionierenden „Kreislaufwirtschaft“ (Circular Economy) und nachhaltigen Wertschöpfungsketten verfolgt iPoint das Ziel, Unternehmen bei der Herstellung nachhaltiger Produkte zu unterstützen und ihnen dadurch einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Hierzu sollen alle Bestandteile und Inhaltsstoffe eines Produkts nach dessen primärer Nutzungsphase in einen technischen und biologischen Kreislauf zurückgeführt werden. Dazu wird zunächst vor allem eines benötigt: Informationen über die Zusammensetzung der Produkte – und zwar in Form von digitalen Daten. Diese müssen entlang der gesamten Lieferkette und über jede Phase im Lebenszyklus eines Produkts laufend erfasst und zur Verfügung gestellt werden – unter Wahrung der Datenqualität, ihrer Zurückverfolgbarkeit und der Intellectual Property. Eine enorme Aufgabe, die nur digital zu bewältigen ist.

Die Software-Lösungen von iPoint unterstützen und automatisieren die Sammlung, Analyse und Berichterstattung von Daten über den gesamten Produktlebenszyklus und das gesamte Wertschöpfungsnetzwerk hinweg. Abgesichert durch Blockchain-Technologie lassen sich Netzwerke aufbauen, um Herkunft und Weg von Konfliktmaterialien und anderen Rohstoffen jederzeit aktuell nachvollziehen sowie Transaktionen transparent, nachhaltig und sicher abwickeln zu können.

„iPoint erschließt das Potenzial der digitalen Kreislaufwirtschaft zum Beispiel mit Hilfe der Oracle-Blockchain-Technologie. Dieses verteilte, nachvollziehbare und sichere System bietet die Möglichkeit, Produkte und Ressourcen bezüglich ihrer Herkunft transparent nachzuverfolgen, herzustellen, zu nutzen und wiederzuverwenden. Die Blockchain ist für uns eine wichtige Technologie, die uns hilft, die notwendige Digitalisierung der Kreislaufwirtschaft zu realisieren“, kommentiert Jörg Walden, Gründer und CEO von iPoint. „Wir sprechen in diesem Zusammenhang von der Digital Circular Economy.“ Die auf diesem Prinzip basierende Optimierung und Digitalisierung von Produkten, Dienstleistungen und Geschäftsmodellen eröffnet eine Vielzahl von Möglichkeiten.

Umdenken bei den Unternehmen

Das Reutlinger Unternehmen arbeitet dabei Hand in Hand mit seinen Kunden, internationalen Forschungseinrichtungen und Industrieverbänden, um einen ganzheitlichen Ansatz zu realisieren. Damit können die relevanten Daten branchenübergreifend über den gesamten Produktlebenszyklus gesteuert und überprüft werden: „Bei dem Prinzip der Circular Economy gibt es kein wirkliches ‚Ende‘ eines Produktes bzw. Prozesses. Unser holistisch-zirkulärer Ansatz geht von kontinuierlichen positiven Entwicklungskreisläufen aus“, sagt Jörg Walden. Voraussetzung dafür ist ein Umdenken seitens der Unternehmen bereits in einem frühen Stadium der Produktdesignphase, weil alle eingesetzten Ressourcen, deren Beschaffung und Verarbeitung sowie die Lebensdauer der Materialien berücksichtigt werden müssen.

Aufgrund nationaler und internationaler Vorschriften ist es unerlässlich, die einzelnen Prozessschritte (vor allem den sogenannten „Reverse Channel“, also die Logistik von Rücknahme-, Recycling-, Upcycling- und Wiederverwendungsprozessen) zu dokumentieren, um die Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten. Die für die Entwicklungs-, Produktions- und Nutzungsprozesse erfassten Daten können dann wiederum zur Optimierung der Produkte und Prozesse genutzt werden.

Mit dem geplanten Gemeinschaftsprojekt von Oracle Blockchain Cloud Service und iPoint können Produkte und Wertschöpfungsketten von der Rohstoffgewinnung bis zum Endprodukt digital rückverfolgbar gemacht werden. Dadurch kann auch „schwarzen Schafen“ und unethischen Quellen der Marktzugang erschwert werden.

 

Be the first to comment

Comments ( 0 )
Please enter your name.Please provide a valid email address.Please enter a comment.CAPTCHA challenge response provided was incorrect. Please try again.