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  • July 1, 2019

KI analysiert nur Daten – keine Menschen

Warum arbeiten Sie im Personalwesen? Höchstwahrscheinlich deswegen, weil Sie sich für die Mitarbeiter und ihr Wohlergehen interessieren. Sie sind ein geselliger Mensch. KI (Künstliche Intelligenz) wird wahrscheinlich in den nächsten zwei Jahren Ihr neuer bester Freund, doch sie wird niemals den Menschen ersetzen können. Die Grenzen der Technologie müssen verstanden und berücksichtigt werden.

Die neueste globale Studie von Oracle: „the adaptable business“  (zu Deutsch: „Das anpassungsfähige Unternehmen“) zeigt: Technologie, einschließlich KI, ist heute entscheidend für Produktivität und Erfolg. KI wird weithin als führende Technologie angesehen.

Das Personalwesen muss in der Lage sein mitzuverfolgen, welche Technologie sich die Mitarbeiter am meisten wünschen. Außerdem müssen die HR-Fachkräfte, wie alle anderen auch, die neueste Technologie verwenden und eigene Erfahrungen sammeln. Denn mit diesem Wissen liefern sie Führungskräften die nötigen Einblicke, mit denen diese die Wechselwirkungen zwischen Unternehmen und Mitarbeitern verstehen.

Ein Unternehmen, das so vorgeht, ist der Versicherer AXA. AXA verwendet die KI-basierte HCM-Anwendung von Oracle mit ausgeklügelten Funktionen wie intelligenten Bewerberlisten.

Als globales Großunternehmen mit vielen dezentralisierten Firmen betreut AXAs HR-Team 157.000 Mitarbeiter in 56 Ländern. Mit Oracle HCM lassen sich neue Firmen schneller in AXAs HR-System integrieren. Auch die lokale, regionale und globale Weitergabe und Analyse von Daten wird auf höchstem Sicherheitsniveau unterstützt, damit das Team seinen Service für das Unternehmen verbessert.

Haben HR-Mitarbeiter Zugang zu dieser Art intelligenter Technologie, können sie einfach einen Chatbot bitten, bestimmte Datenpunkte zu ermitteln, und so Einblicke in die Leistungshistorie eines Mitarbeiters gewinnen.

Eine schwangere Mitarbeiterin, die mehr über die Mutterschutzregelungen des Unternehmens erfahren möchte, könnte einfach per Mobiltelefon mit einem Bot chatten – die KI könnte ihr sogar, basierend auf den Erfahrungen anderer, zusätzliche Maßnahmen oder Aktivitäten vorschlagen.

Dennoch ist es wichtig, KI als Ergänzung – nicht als Ersatz – für HR-Mitarbeiter zu behandeln. Sie kann die Personalbeschaffung zwar ausgezeichnet unterstützen, weil sie beispielsweise Talente aus einem breiteren Spektrum von Hintergründen anzieht als es mit herkömmlichen Abläufen möglich ist. Bewerbungsgespräche sind jedoch nach wie vor unerlässlich, um ein Gefühl für den richtigen Kandidaten zu bekommen.

Noch entscheidender ist, dass HR-Systeme unter keinen Umständen voreingenommen sein dürfen. Es gab zahlreiche Fälle, in denen sich Unternehmen auf die KI verließen und als rassistisch oder sexistisch bezeichnet wurden.

Laut einer Studie des Massachusetts Institute of Technology kam es bei 35 % der Bilder von Frauen mit dunklerer Hautfarbe zu Fehlern bei Gesichtserkennungssoftware, verglichen mit gerade einmal 1 % bei Männern mit hellerer Hautfarbe.

Google beispielsweise hat sich bei seiner Smart Compose-Technologie für Gmail dafür entschieden, keine geschlechtsbezogenen Pronomen zu verwenden, um niemandem zu brüskieren. Die Software kann nämlich das biologische oder soziale Geschlecht nicht in allen Fällen korrekt bestimmen.

Nehmen wir das Beispiel der schwangeren Mitarbeiterin, die dem Chatbot Fragen zu ihrem bevorstehenden Mutterschaftsurlaub stellt. Das KI-System könnte so programmiert sein, dass es automatisch den Vater des Babys erwähnt, obwohl es sich heutzutage genauso gut um ein gleichgeschlechtliches Paar oder eine alleinerziehende Mutter handeln kann.

HR-Mitarbeiter müssen den ihnen vorliegenden Daten vertrauen können. Nur das gibt ihnen die Sicherheit, dass die an Mitarbeiter weitergegebenen und für Geschäftsentscheidungen verwendeten Ratschläge und Informationen zutreffend sind. Die KI sieht nur die Daten, nicht den Menschen dahinter. Es bedarf der menschlichen Interpretation, um systemimmanente Voreingenommenheit und Beleidigungen zu vermeiden.

Erfahren Sie mehr darüber, wie Führungskräfte zur Datensicherheit stehen, und lesen Sie unseren Bericht hier

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