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    January 30, 2020

Keine Chance dem Technostress! KI-gestütztes ERP unterstützt Erkenntnisgewinn und Entscheidungsfindung

Autor: Dirk Thomas Wagner, Sales Development Leader ERP Cloud bei Oracle Deutschland 

Kennen Sie das? Das gestern noch so prächtig neue Smartphone wird bereits nach wenigen Monaten als reichlich veraltet belächelt. Der Kollege rät zu noch einer weiteren App, „die einfach sein muss!“. Und das neue System, an das Sie sich gerade so prima gewöhnt hatten, soll bald abgelöst werden. Wenn sich Technologien und Geräte so rasant ändern und weiterentwickeln, dass es schwerfällt mitzuhalten, ist von einem „Technostress“ die Rede. Eine derartige Überforderung durch Technik und Datenschwemme kann Firmen unterschiedlichster Größen und Branchen treffen: Sie müssen rasend schnell alte Geschäftsmodelle über den Haufen werfen und neue Ansätze aus dem Boden stampfen. Prominente Beispiele für derartige Innovationen sind 5G, das Internet der Dinge oder Künstliche Intelligenz (KI).

KI-gestütztes ERP im Fokus

Fakt ist: Um zu überleben, müssen sich Organisationen immer schneller auf Veränderungen einstellen. Im Mittelpunkt steht dabei eine neue Generation von Enterprise Resource Planning (ERP)-Systemen, die von Künstlicher Intelligenz (KI) befeuert werden. Doch die schlauste Geschäftssoftware verfehlt ihre Möglichkeiten, wenn die Anwender nicht mitziehen. Daher ist es essentiell, schon vor Auswahl und Implementierung die Mitarbeiter ins Boot zu holen.

Rezept gegen Systemausfall

ERP bestimmt Geschäftsabläufe bereits seit Jahren. Das bedeutet aber nicht, dass es diesbezüglich keinen Raum für Verbesserungen mehr gibt. So sind derzeitige ERP-Systeme beispielsweise stark kundenspezifisch angelegt, was zu Herausforderungen bei der Interoperabilität führt, da sich viele wichtige Änderungen nicht ohne Systemausfall einführen lassen. Das wiederum bedeutet, dass enorme Ressourcen vonnöten sind, um die Modelle neu aufzusetzen.

Zum Glück stehen wir im Moment an der Schwelle einer echten Revolution. KI-gestützte Datenbanken können in diesem Zusammenhang das Echtzeit-Feedback ihrer Anwender nutzen, um immer reaktionsschneller zu werden und Regeln selbständig zu ändern. Statt Anwendungen zu stoppen, um das Regelwerk neu zu schreiben, lässt sich dieses reibungslos und flexibel an die jeweiligen Bedürfnisse anpassen.  

Scheitert ein ERP-Projekt, liegt das meist an Datenproblemen, die durch einen Mangel an intuitiven Tools und fehlende Unterstützung vonseiten der Geschäftsleitung noch verstärkt werden. Sind wichtige Informationen nicht zur Hand, behindert das außerdem die Transparenz. Unternehmen bekommen nicht die wichtigen Einblicke, die sie benötigen.

Wie wäre es mit einem cloud-basierten und KI-gestützten System, das genau dieses Problem angeht? Da alle Ihre Daten in der Cloud liegen, lassen sie sich viel einfacher überwachen, was wiederum Technikangst und die Sorge, im Datenchaos zu ersticken, minimiert. Damit nicht genug: Self-Patching und eigenständige Reparatur stellen außerdem eine hohe Datenqualität sicher und verbessern die Genauigkeit sowie den Wert der Vorhersagen.

KI-beschleunigtes Lernen

Soviel zur technologischen Seite der Medaille. Kommen wir nun zur zweiten Herausforderung, die jede Technologieeinführung mit sich bringt: KI-gestützte beziehungsweise mit Machine Learning-Komponenten versehene ERP-Lösungen können viele alltägliche zentrale Abläufe in Unternehmen automatisieren. Mitarbeiter benötigen Hilfe, um mit den neuen Systemen klar zu kommen und Ängste davor zu verlieren. Und das betrifft wirklich jeden Mitarbeiter– vom Vorstandschef bis zum Azubi.

Für eine erfolgreichen kulturellen Wandel müssen sich Mitarbeiter sicher sein, dass sie nicht durch KI ersetzt werden. Stattdessen geht es darum, Hand in Hand mit der neuen Technologie zu arbeiten.

Erkenntnisgewinn dank KI

Der Wandel muss als Chance und nicht nur als Herausforderung gesehen und gelebt werden. Der wahre Wert von KI liegt darin, Mitarbeiter mit hilfreichen Erkenntnissen aus zuvor unstrukturierten, ja chaotischen Daten zu versorgen. Durch den Zugang zu diesen Insights können sie bessere Entscheidungen treffen, die strategischen Wert schaffen.

Ein konkretes Beispiel: Die Rolle des CFO etwa bietet viel Raum für Veränderung und Wachstum. Die Mehrheit (89 Prozent) der Führungskräfte im Finanzbereich setzt noch immer keine KI ein, und das, obwohl derartige Tools und Funktionen das Umsatzwachstum signifikant ankurbeln können. Durch den Einsatz von KI könnten sie beispielsweise Transaktionsaufgaben automatisieren, die noch immer einen Großteil ihrer Zeit in Anspruch nehmen, und sich stattdessen auf wertsteigernde, innovative Aufgaben konzentrieren.

Die erfolgreichsten Mitarbeiter werden künftig diejenigen sein, die wissen, wie sie neue Technologien zu ihrem und dem Vorteil des Unternehmens bestmöglich nutzen können. Die Impulse gehen dabei aber nicht nur von ihnen aus. Unternehmen können ihre Mitarbeiter mit Lösungen unterstützen, die eine optimierte Benutzererfahrung und Navigation bieten, darunter Technologien zur Spracherkennung oder virtuelle Assistenten.

Das war’s dann, Technostress!

Bisherige Automatisierungsvorhaben waren oft gestückelt und von kurzfristigem Denken sowie einem Fokus auf reine Effizienzsteigerung geprägt. Das ist jetzt anders. KI-gesteuertes ERP wird den Mitarbeitern fundierte Einblicke in die Herausforderungen und Chancen des Unternehmens geben. Es wird ihre Arbeitsweise verändern und ihnen die Fähigkeit geben, Innovationen viel schneller als zuvor in die Tat umzusetzen. Wer sich dies immer wieder vor Augen führt, für den verliert der Technostress seinen Schrecken.

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