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  • CX
    February 28, 2019

Ist Social Media noch immer Marketings Geheimwaffe?

Soziale Netzwerke sind seit knapp zwei Jahrzehnten Leistungsträger für das Marketing. Seit der Einführung von LinkedIn im Jahr 2002 bis 2018 sind fast 3,2 Milliarden Menschen in den sozialen Netzwerken aktiv geworden – das sind 13 % mehr als 2017. Verständlicherweise haben sich die Unternehmen auf jene Netzwerke konzentriert, in denen die Verbraucher heute besonders viel Zeit verbringen. Doch die jüngsten Ereignisse stellen das Erfolgsrezept der sozialen Netzwerke in Frage. Abwanderungsraten zeigen, dass Marketer ihren Kunden folgen müssen – und nicht den Kommunikationskanälen.

Aus der Krise lernen

Es gibt aber keinen Grund zur Panik. Soziale Netzwerke verschwinden nicht und ebenso wenig der Einfluss, den Sie durch sie gewinnen. Im Jahr 2018 beliefen sich die weltweiten Ausgaben für Social-Media-Werbung auf über 51 Milliarden US-Dollar. Die Menschen verbrachten mehr Zeit in sozialen Netzwerken als beim Fernsehen. Eine Million neue Nutzer kam jeden Tag hinzu; und in Ländern wie Großbritannien stiegen die Ausgaben für Social-Media-Marketing schneller als in jedem anderen Jahr.

Trotzdem wäre es unklug, die Trends zu ignorieren, die mit großer Wahrscheinlichkeit Einfluss auf das Social-Media-Marketing nehmen. 2018 wird als das Jahr der Cambridge Analytica/Facebook-Affäre in Erinnerung bleiben. Dieser Vorfall hat zweifellos das Vertrauen sowohl in die Plattform als auch in die sozialen Netzwerke erschüttert. Umfragen deuten beispielsweise darauf hin, dass einer von zehn amerikanischen und einer von zwanzig britischen Nutzern seinen Account deswegen gelöscht hat.

Die gute Nachricht ist, dass das Vertrauen zurückgekehrt zu sein scheint. Aber die Krise hat uns wertvolle Erkenntnisse verschafft: Der Status quo kann sich im Handumdrehen ändern und Ihr Unternehmen muss dort präsent sein, wo Ihre Kunden heute sind – und nicht dort, wo sie gestern noch waren.

Hyperpersonalisierung statt Hyperintrusion

Wie können Marketingprofis mit ihren Kunden Schritt halten? Wie immer liegt die Antwort in der intelligenten Anwendung von Technologien. Und in diesem speziellen Fall liegt sie in der Fähigkeit der Technologie, Ihre Interaktionen mit Kunden zu hyperpersonalisieren. Dafür müssen die Kundendaten zwar umfassend erfasst und analysiert werden, aber es ist das genaue Gegenteil des Datenraubs, der bei Cambridge Analytica zu beobachten war. Denn es geht nicht darum, die Daten heimlich zu verwenden, um Verbraucher unzulässig zu beeinflussen, sondern es geht darum, Daten verantwortungsbewusst zu nutzen, um den Verbrauchern die Erlebnisse zu ermöglichen, die sie haben wollen.

Die richtigen Technologien sorgen dafür, dass Sie die ganze Reihe an Kanälen optimal nutzen und jeden Aspekt des Kundenerlebnisses erforschen, um Vermarktungsansätze präzise auf die Kundenbedürfnisse abzustimmen. Wenn Sie Ihre Kunden besser verstehen, sind Sie außerdem in der Lage, sofort zu reagieren, sobald sich die bevorzugten Kommunikationskanäle verändern – und zwar mit einer Agilität, die integriert und automatisiert ist.

Soziale Netzwerke sind also immer noch das Erfolgsrezept für das Marketing – und werden es noch einige Zeit sein. Doch das krisengeschüttelte Jahr 2018 hat die „schmale“ Grenze zwischen Hyperpersonalisierung und Hyperintrusion deutlicher gemacht. Die Technologie entscheidet darüber, ob Ihre Marketingstrategie auf der richtigen Seite steht ─ und mit Ihren Kunden Schritt halten kann.

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