X

Neuigkeiten, IT-Strategien und
Expertenwissen von Oracle aus der DACH-Region

Ist die robotergesteuerte Prozessautomatisierung marktreif?

Guest Author

Shared Services Center sind per Definition durch prozessorientierte, sich wiederholende Aufgaben gekennzeichnet. Pionierunternehmen zeigen bereits heute, wie modere Shared Service Center durch neue Möglichkeiten der Automatisierung wesentlich effizienter gestaltet und ausgerichtet werden können.

Der Einsatz von Robotern in Fabriken ist nichts Neues. In den letzten zwei Jahren haben jedoch viele dienstleistungsorientierte Unternehmen – und Serviceteams – die Verbindung zwischen der robotergesteuerten Desktop-Automatisierung für Einzelaufgaben und der viel umfassenderen robotergesteuerten Prozessautomatisierung (RPA) hergestellt.

Untersuchungen zeigen, dass fast die Hälfte der Shared Services Center (SSCs) RPA auf irgendeiner Ebene implementiert haben. Wir sehen eine Reihe von Fallstudien, die über Lösungsanbieter, Konferenzen und Online-Foren wie das Shared Services and Outsourcing Network (SSON) ausgetauscht werden.

Die Entwicklungen stehen sicherlich noch am Anfang. Und die gemeldeten „Fehlerraten“ von 30 % bis 50 % zeigen, dass RPA sorgfältig implementiert werden muss und nicht planlos verkauft bzw. gekauft werden darf. So werden immer wieder beim Streben nach schnellen Ergebnissen kritische Fehler gemacht.

Nicht die „Roboter“ sind das Problem

Die Technologie ist in diesem Konstrukt der einfache Teil. Software-Agents wiederholen Aufgaben auf unbestimmte Zeit –  kostengünstig und fehlerfrei. Wie diese Aufgaben gestaltet sind und ob das Unternehmen bereit ist, sich an neue Arbeitsweisen anzupassen, sind komplexere Fragen.

Viele Anbieter verkauften (zumindest am Anfang) Unternehmensbereiche mit der Idee, dass sie keine IT-Abteilung benötigten – sie konnten schnelle Entscheidungen treffen, einen Prozess praktisch ohne Aufwand automatisieren und schnelle Ergebnisse erzielen. Aber die IT muss einbezogen werden – zumindest für die Access Governance auf Systeme. Und wenn (nicht falls) etwas schief geht, bietet die IT wichtige Unterstützung.

Sehen heißt glauben

Ein durchdachterer Ansatz hilft, Vorteile zu sichern – und zeigt auch deutlicher, wie sich RPA entwickeln kann. Untersuchungen zeigen, dass die Automatisierung der Beschaffung vor der Einführung das häufigste Ziel für die Anwender ist. RPA-Teststandorte erweitern ihren Horizont und machen die Kreditorenbuchhaltung zum Hauptziel. Und nach der Implementierung wird eher die vollständige Finanzanalyse als RPA-fähig angesehen.

Wo ist der Haken?

Die erste Hürde ist das Budget. Das Management muss von der Rendite überzeugt werden. Prozessstandardisierung und Ressourcenallokation sind dabei immer wichtige Faktoren, doch auch das Veränderungsmanagement spielt eine entscheidende Rolle. Unsere Daten zeigen, dass die Angst vor Arbeitsplatzverlusten kein wesentlicher Faktor ist. Auf einer kürzlich stattfindenden RPA-Konferenz beabsichtigten 54 % der von uns befragten Delegierten, Vollzeitäquivalente in höherwertige Arbeit umzuwandeln.

Was ist der nächste Schritt?

Das Intelligent Automation Universe von SSON Analytics zeigt, was RPA in den Bereichen Finanz- und Rechnungswesen, Personalwesen, Beschaffung und Kundenservice leistet – in einer Vielzahl von Anwendungsfällen, die verdeutlichen, wie weit RPA fortgeschritten ist. Aber das ist nur der Anfang. Durch den Einsatz von Technologien wie der Cloud und künstlicher Intelligenz wird das Potenzial von RPA noch weiter gesteigert, wobei SSCs eine entscheidende Rolle spielen werden.

Lesen Sie in unserem Bericht „Delivering on the promise of Digital Innovation (Wie das Versprechen der digitalen Innovation eingelöst wird)“, wie Unternehmen von den Vorteilen neuer Technologien profitieren.

Be the first to comment

Comments ( 0 )
Please enter your name.Please provide a valid email address.Please enter a comment.CAPTCHA challenge response provided was incorrect. Please try again.