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  • Cloud
    September 19, 2017

Interview mit Mark Borgmann, Senior Sales Director Cloud - Northern Europe bei Oracle

Vor einigen Monaten hat Oracle eine „weitreichende Cloud-Investition“ nicht nur für deutsche Unternehmen, sondern für den gesamten EU-Raum angekündigt: Ein neues Rechenzentrum in Frankfurt erlaubt es Unternehmen zukünftig, auch geschäftskritische Anwendungen sicher und mit voller Kontrolle in der Cloud zu betreiben. Aber was genau unterscheidet dieses Rechenzentrum von anderen, und wie beeinflusst es die Investitionsbereitschaft von Unternehmen in die Cloud-Technologie? Und wie entwickelt sich derzeit der Cloud-Markt in Deutschland und Europa? Dazu haben wir mit Mark Borgmann, Senior Sales Director Cloud - Northern Europe, gesprochen.

Herr Borgmann, wie stellt sich aus Ihrer Sicht der Cloud-Markt in Deutschland und Europa heute dar?

Mark Borgmann: Wir beobachten momentan einen massiven Einstellungswandel bei Unternehmen: Bisher bestehende Bedenken gegenüber Cloud-Lösungen, die sich vor allem auf Parameter wie Sicherheit und Datenschutz bezogen, treten immer mehr in den Hintergrund. Inzwischen dominieren konkrete Fragen zur Umsetzung die Debatte. Hinzu kommt natürlich der aktuelle Trend zu digitalen Geschäftsmodellen wie Connected Cars oder IoT, für die Cloud Computing unabdingbar ist. Allerdings gibt es die Cloud nicht „von der Stange“. Deshalb müssen sich Entscheider im Vorfeld darüber klarwerden, was sie eigentlich wollen und wie ihre unternehmerischen Ziele aussehen. Denn es ist ein großer Unterschied, ob ich eine Entwicklungsumgebung in der Cloud betreibe oder ein hochsensibles Connected Cars-System auf den Markt bringen will, das lückenlos und vor allem sicher funktionieren muss. Deshalb ist „Cloud nicht gleich Cloud“ – sondern die Unternehmen müssen ihre Cloud-Lösungen entsprechend den konkreten Anforderungen auswählen.  

Das Verständnis dafür wächst im Markt – und das kommt uns sehr entgegen. Unser Cloud-Angebot ist das derzeit größte auf dem Markt und deckt alle drei Layer (IaaS, PaaS und SaaS) ab. Außerdem entwickeln, produzieren und optimieren wir unseren gesamten Cloud Stack auch selbst – für alle denkbaren Unternehmensbereiche und basierend auf 40 Jahren Technologie Know-how. Dank unserer offenen Standards lassen sich auch Systeme anderer Anbieter einfach in die Infrastruktur integrieren. Zudem können unsere Kunden aufgrund gleicher Produkte und Standards On-Premise und in der Cloud ganz individuell entscheiden, wann sie welche Workloads in die Cloud verlagern wollen und sind damit maximal flexibel.

Vor kurzem hat Oracle ein neues Datencenter in Frankfurt angekündigt. Welche Leistungen bietet es – und was zeichnet es aus?

Mark Borgmann: Ich hatte gerade schon die digitalen Geschäftsmodelle wie Connected Cars und IoT angesprochen – dafür brauchen Sie die Cloud und entsprechend leistungsfähige Infrastrukturen. Unser neues Rechenzentrum in Frankfurt bietet dafür optimale Voraussetzungen: Zum einen bieten wir mit unserem Bare Metal-Ansatz die  performantesten Server, den schnellsten Storage und  das leistungsfähigste Netzwerk. Zudem ist unsere Cloud Umgebung absolut zuverlässig– unsere Kunden können sich damit immer auf die vereinbarte Performance verlassen, egal wie viele Parteien die Leistungen des Datencenters gerade noch in Anspruch nehmen (Stichwort „noisy neighbour“).  

Außerdem bietet das neue Rechenzentrum ein Höchstmaß an Datenkonsistenz und Ausfallsicherheit: Die drei Availability Domains des Datacenters arbeiten einerseits völlig autark und gewährleisten anderseits  bei einer Distanz von max. 30 Kilometern absolute Datenkonsistenz.

Last but not least bietet das neue Rechenzentrum branchenführende Standards hinsichtlich Sicherheit, Flexibilität und Kosten: So ist bei uns „Encryption“, also die Verschlüsselung von Daten, immer automatisch aktiviert – das ist beim Wettbewerb sowie im eigenen Rechenzentrum häufig nicht der Fall. Und aufgrund der Technologiekompatibilität zwischen unseren On-Premise- und Cloud-Lösungen können Unternehmen ihre Infrastrukturen und Anwendungen mit geringem Aufwand über „Lift & Shift“ in die Cloud verlagern – und bei Bedarf auch wieder zurück. Und da sind wir ganz schnell beim Thema Kosten, denn schon ein einfaches „Lift und Shift“ existierender Workloads kann die Betriebskosten enorm reduzieren. Hintergrund: In der Regel ist das eigene Datencenter in Unternehmen weit unter  30% ausgelastet – finanziert werden aber immer 100 Prozent. In der Cloud bezahlt der Kunde jedoch nur das, was er wirklich nutzt.

Welche Impulse erwarten Sie sich durch das neue Datencenter – für den Markt und für Oracle selbst?  

Mark Borgmann: Die Resonanz in den Kundengesprächen ist bislang sehr positiv – nicht wenige Unternehmen denken nun erstmals über den „Move“ in die Cloud nach. Hier hat unser neues Rechenzentrum einen deutlichen Schub bewirkt – übrigens auch auf europäischer Ebene. Zudem setzt sich in Unternehmen immer mehr die Einsicht durch, dass „Stückwerk“ in Sachen Technologie langfristig mehr Probleme schafft als löst und man zukünftig auf hoch-performante, hochverfügbare und vor allem zuverlässige Cloud-Lösungen angewiesen ist. Unser Datencenter wird hier schon als Meilenstein wahrgenommen – und wir gehen davon aus, dass es ordentlich Bewegung in den Markt bringt.

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