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Industrie 4.0 aus der Oracle Cloud

Das System- und Softwarehaus AIS Automation Dresden schafft eine Umgebung in der Oracle Cloud, über die Maschinenhersteller ihr Equipment-Lifecycle-Management ganzheitlich abwickeln können

Die Maschinen eines Herstellers stehen meist an vielen Standorten rund um den Globus. Dadurch gestaltet sich das Equipment-Lifecycle-Management oftmals sehr schwierig. Abhilfe kann hier eine moderne Cloud-Lösung schaffen – so geschehen beim Oracle-Kunden AIS Automation. Der Automationsspezialist aus Dresden setzte innerhalb eines halben Jahres ein System mit eigenen Anwendungen in der Oracle Cloud auf, mit dem Kunden einfach von den SaaS-Angeboten (Software as a Service) von AIS Automation profitieren können. Maschinenhersteller sind damit in der Lage, ihre Anlagen schneller und kostengünstiger zu managen, da sie keine eigene Softwareentwicklung leisten müssen – und kommen so der Industrie 4.0 einen großen Schritt näher.

International agierende Maschinenhersteller benötigen einfach zu handhabende Lösungen, die einen weltweit verteilten Maschinenpark kostengünstig steuern. Den Anwenderwunsch kennt AIS Automation Dresden (AIS) nur zu gut, ist das System- und Softwarehaus doch auf industrielle Software spezialisiert. AIS wurde 1990 gegründet, hat seinen Sitz in Dresden und beschäftigt derzeit rund 135 Mitarbeiter. Das Gros der Belegschaft besteht aus Ingenieuren, Elektrotechnikern und Informatikern.

AIS gehört heute zur Meyer Burger Gruppe und konzentriert sich auf Prozess- und Anlagenautomation, Fabrik- und Fertigungsautomation inklusive Manufacturing-Execution-System (MES) sowie Maschinensteuerung und -integration. „Wir erleben hautnah die Entwicklung hin zur Industrie 4.0, die für uns in der Automatisierung bedeutet, Maschinen untereinander und in der Fabrik-IT stärker zu verketten. Zugleich schreitet die Digitalisierung der Geschäftsprozesse bei unseren Kunden voran, wobei wir sie tatkräftig unterstützen wollen. Somit sind wir für unsere Kunden das Bindeglied zur Industrie 4.0“, sagt Thomas Dreyer, Director Research & Development bei AIS.

Umstellen auf Webentwicklung in der Cloud

Um gewaltige Datenmengen verwalten zu können, braucht es innovative Datenbanklösungen. AIS hatte hier bereits seit einiger Zeit eine Oracle Datenbank im Einsatz, auf der das hauseigene MES basierte. Im Zuge der Modernisierung der Bedienoberflächen des Systems war bei den Software-Experten schnell das Interesse für Oracle Application Express (APEX) geweckt. APEX funktioniert sozusagen als Aufsatz auf die Datenbank, um schnell Webvisualisierungen zu realisieren und auszuliefern. Ein Entwickler programmiert dabei direkt in der Datenbank – es gibt keine übergeordnete Ebene. „Wir haben zeitgleich nach einem passenden Cloud-Anbieter gesucht und waren mit der Oracle-Datenbank und APEX dann schnell in der Oracle-Cloud“, fasst Dreyer die Vorgeschichte zusammen.

 „Die Entscheidung, APEX als ein Equipment-System in der Oracle Cloud für die eigenen Kunden zu nutzen, fiel im Januar 2017.“ Das von AIS entwickelte System erreichte wie geplant Mitte 2017 die Produktivreife. „Unser Produktteam mit sieben Kollegen hat nicht mal ein halbes Jahr gebraucht, um mit APEX eine komplette Lösung in der Cloud aufzubauen. Oracle sehen wir auf dem Gebiet deutlich vorn“, lobt Software-Experte Dreyer. Die Herausforderung für AIS bestand in der Doppelpremiere, selbst ein System in der Cloud einzurichten und gleichzeitig eine Cloud-Lösung für Kunden zu entwickeln.

Ein Drittel weniger Inbetriebnahmekosten

„Wir haben ein Cloud-Produkt auf den Weg gebracht, das es in dieser Form vorher nicht gab. Mit unserem System können wir dank Oracle Maschinenhersteller optimal unterstützen – egal ob es um Zustandsdaten oder Informationsflüsse ihrer rund um die Welt verteilten Maschinen geht. Das Überwachen der Maschinenverfügbarkeit und Auslesen von Fehlern hilft den Firmen bei der Entwicklung einer neuen Maschinengeneration, beispielsweise um bisherige Fehlermuster zu eliminieren“, erklärt Dreyer. Die Resonanz ist durchweg positiv: Einige Kunden konnten die Kosten für die Inbetriebnahme von Maschinen sogar um ein Drittel herunterfahren. Die Experten von AIS denken sogar bereits über eine Erweiterung für maschinelles Lernen in der Wartung nach. Lösungen dazu finden sich im Oracle Portfolio.

 

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