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Impact Event – Oracle präsentiert sich als Innovation Enabler

Autor: Julian Saal

Künstliche Intelligenz, IoT, Blockchain, Chatbots und Cloud: Diese Schlagworte bestimmen derzeit die Diskussion um die erfolgreiche Zukunft von Unternehmen. Doch wie lassen sich Innovationen und smarte Gehilfen der digitalen Transformation erfolgreich implementieren und über verschiedenste Hürden wie die der Datenmigration hinweg optimal nutzen?

Experten von Oracle und Start-ups präsentierten beim „Oracle Impact Event“ am 06. November 2018 im historischen Backsteingebäude der Isarpost in München ihre Antworten hierauf.

Für die Teilnehmer bot die Veranstaltung, die unter dem Motto „Wo die Technologie von morgen auf Ihr Business von heute trifft“, spannende Einblicke in innovative Technologietrends und Erfahrungswerte aus erster Hand. Mark Borgmann, Senior Director Customer Innovation, Oracle Europe North, moderierte durch den Tag und begrüßte zu Beginn Michael Bednar-Brandt, Director Business Innovation von Oracle Next. In seinem Impuls-Vortrag referierte Bednar-Brandt zur Rolle und Bedeutung von Innovationen über verschiedene Branchen und Unternehmen hinweg, um Märkte neu zu erfinden und einen deutlich messbaren wirtschaftlichen Mehrwert in Form eines Wettbewerbsvorteils zu erzeugen. Der zentrale Kern eines zukunftsorientierten Unternehmens sei ein „human centered design“: „Die Wertschöpfungskette muss vom Menschen und seinen Bedürfnissen ausgehen.“ Um diesen Kern positionieren sich die Themen des Business of the future: „connected“, „data & insight driven“, „autonomous“ sowie „trust & security“.

Gareth Williams, Gründer und CEO von YellowDog, stimmte seinem Vorredner zu. Mit seinem 2015 in Bristol gegründeten Start-up erfüllt er mit der YellowDog-Multicloud-Plattform bereits die von Bednar-Brandt genannten Attribute. In seinem Impuls-Vortrag „How Oracle Cloud has enabled YellowDog to revolutionise the film industry“, berichtete er, wie die Rechenpower dank Cloud-Technologie zu extremen Zeit- und Kostenersparnissen bei der Datenverarbeitung großer Workloads beigetragen hat. „Virtualisierungen, Animationen, Effekte und das Rendern von Filmen hat früher Wochen oder gar Monate an Rechenleistung benötigt. Heute ist dies innerhalb weniger Stunden und Tage realisierbar. So haben wir von YellowDog bereits erfolgreich bewiesen, dass ein 90-minütiger Film nicht mehr in über zwei Wochen, sondern innerhalb von neun Tagen gerendert werden kann – alles Dank der Möglichkeiten aus der Cloud.“

Dr. Sebastian Klenk, Geschäftsführer von 5Analytics, sprach in seinem Impuls-Vortrag „KI im Unternehmenseinsatz“ über neue digitale Geschäftsmodelle auf Basis Künstlicher Intelligenz. Vom Einsatz der Machine- und Deep-Learning-Algorithmen bei der Prozessautomatisierung und Überwachung, beispielsweise zur Verringerung von Ausfall-, Lager- und Lieferzeiten oder Vorhersagen bezüglich generellen Konsum- und Kaufgebarens bis hin zu neuen Chancen im Bereich der Customer Experience. Dem Unternehmenseinsatz Künstlicher Intelligenz sind nach Ansicht Klenks keine Grenzen gesetzt: „KI kann gerade einfache, repetitive Aufgaben effizient übernehmen und Mitarbeiter für komplexere Tätigkeiten entlasten. Beispielsweise für Sachbearbeiter in der Versicherungsbranche ist dies bei der Klassifizierung simpler Schadensfällen eine willkommene Entlastung.“ KI sei entscheidend, um Zeit- und Kostenaufwand zu reduzieren. Allerdings sei ein programmierter Algorithmus immer nur ein kleiner Teil der Lösung und somit nur die Spitze des Eisbergs. Der Großteil verberge sich noch immer in der Standard-IT und letztlich in der Implementierung der Lösung. So müsse der Programmier-Code an die lokale Infrastruktur angepasst sein, um auf alle vorhandenen Daten zugreifen zu können. Mehr als 60 Prozent der Unternehmen und Wettbewerber scheitern noch immer daran, den Algorithmus zu implementieren und eine zuverlässige und skalierbare KI-Lösung live zu schalten. „Oracle war von Anfang an ein professioneller Partner für unsere Ziele. Bei 5Analytics lief die erste Live-Schaltung einer KI-Demo in der Cloud innerhalb von 15 Minuten“, berichtete Klenk dem Publikum.

Mit dem Mobilitätsunternehmen FlixMobility präsentierte sich ein weiteres junges und spannendes Unternehmen mit seiner Aufstiegsgeschichte vom einstigen Start-up zum europäischen Player. In den letzten fünf Jahren hat sich FlixBus als feste Größe in der deutschen sowie europäischen Mobilitätslandschaft neben bekannten Anbietern wie Lufthansa oder der Deutschen Bahn etabliert. Robert Zetzl, Teamlead Accounting, FlixMobility GmbH, präsentierte Erfahrungswerte über das skalierbare Asset-Light Geschäftsmodell, basierend auf maßgeschneiderter Technologie. „Im Jahr 2015 begann unsere Zusammenarbeit mit Oracle. Unsere bestehenden IT-Ressourcen bei FlixBus sollten geschont werden und der Fokus weiterhin auf dem Kerngeschäft bleiben. Daher fiel die Wahl auf die dynamische und skalierbare ERP-Cloud, mit der wir weiterhin wachsen und neue Märkte erschließen können.“

Für ein Highlight des Tages sorgte Asser Smidt, Gründer und CEO von BotSupply. Mit dem Beitrag „Putting AI to Work“ zeigte er beeindruckende Fähigkeiten von Chat- und Voicebots. „Deep Learning ist seit geraumer Zeit die wahre Revolution. Selbstlernend, nicht programmiert. Künstliche Intelligenz wird alle Bereiche unseres Lebens betreffen“, so Smidt. Im Bereich der Texterkerkennung zeigte Smidt durch Markierung eines Artikels über die Midterm-Wahlen in den USA, dass der zugeschaltete Bot Fragen rund um die markierten Inhalte beantworten konnte. Der nachfolgend präsentierte VoiceBot beendete das Live-Gespräch zwar vorzeitig, war jedoch noch in der Lage, auf Grundlage von Name, Ort und Kundennummer bei einer fingierten Autopanne Hilfe zu rufen. „Heute geht es darum, dass Unternehmen mutiger werden müssen, solche innovativen Technologien zu nutzen.“

Jan Schmid, Director of Digital Business bei esentri AG, präsentierte sein Unternehmen mit dem Impuls-Vortrag „Taking Blockchain Mainstream“: „Kein Unternehmen kann es sich erlauben, Blockchain-Technologien nicht zu bewerten. Bis ins Jahr 2021 werden wir ca. 70 Milliarden IoT-Devices vorfinden, also knapp neun Stück pro Mensch. Die Automatisierung der zu erwartenden Datenflut wird zuverlässig nur mit der Blockchain-Technologie zu bewältigen sein. Wir nutzen bei esentri AG den Oracle Autonomous Blockchain Cloud-Service. Dieser bietet u.a. einfache Integrationsmöglichkeiten und Enterprise-ready Funktionalitäten, die eine Public Blockchain out-of-the-box nicht bieten kann.“

Sowohl das Impact Event als auch die Keynotes konnten mit dem Evaluierungstool „holler.live“ bewertet werden. So blitzten und blinkten die Bewertungs-Bubbles nach den Vorträgen über die großen Screens des historischen Backsteingebäudes der Isarpost München.

 

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