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Goodbye „lean“: So kann der CFO helfen Probleme in der Lieferkette zu verbessern

Oracle erläutert den Weg zu einer flexiblen Supply Chain 

Während der Corona-Krise sind viele Lieferketten ins Stocken geraten. Einige haben völlig versagt. Das Gute: C-Level-Führungskräfte können daraus lernen und so sicherstellen, dass die Lieferkette der Zukunft widerstandsfähiger wird und flexibel genug ist, um sich Veränderungen anzupassen. Für den CFO bedeutet dies jedoch auch ein völliges Umdenken in Bezug darauf, aus welchem Blickwinkel er die Lieferkette betrachtet. Denn seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, liegt der Schwerpunkt auf der Frage, wie die Lieferkette so „schlank“ wie möglich gestaltet werden kann. Dieser Ansatz schien gut zu funktionieren – bis Covid-19 die Fragilität moderner Lieferketten aufzeigte.

Lieferkette abstützen

Der erste Schritt für eine flexiblere Lieferkette ist die Zusammenarbeit mit den Supply Chain-Verantwortlichen, um den Status quo der aktuellen Lieferkette zu verstehen. Arbeiten sie schon seit Jahren mit den gleichen Altsystemen oder haben sie bereits mit dem digitalen Transformationsprozess begonnen? Welche Schwachstellen wurden aufgedeckt? Antworten auf diese Fragen helfen dem CFO, zu verstehen, wo Schwachstellen liegen und wo genau Änderungen vorgenommen werden können und müssen.

Dies ist möglicherweise ein völlig anderer Ansatz als in vielen anderen Bereichen eines Unternehmens. Ein Großteil der CFOs konzentriert sich im Moment in erster Linie auf die Stärkung des Cashflow und Kostensenkungen, um finanzielle Stabilität zu gewährleisten. Gleichzeitig sollten CFOs jedoch beginnen, sich damit zu befassen, wie Lieferketten besser unterstützt werden können und wo durch Investitionen Verbesserungen zu erzielen sind.

Zunehmende Transparenz

Eine der grundlegenden Schwachstellen, die aller Wahrscheinlichkeit nach bei einem Großteil der Unternehmen zutage treten wird, ist ein Mangel an Transparenz innerhalb der Lieferkette. Dies bedeutet nicht nur Sichtbarkeit darüber, wo sich die Produkte befinden, sondern auch über die involvierten Partner und Interessengruppen, auf die sich die Lieferkette stützt. Vielen Unternehmen mit einer schlanken Supply Chain mangelt es schlicht und einfach an der Transparenz innerhalb ihres Betriebes, um neue, kritische Probleme zu erkennen und sich entsprechend anzupassen. 

Zudem wissen viele nicht, mit welch naheliegenden Mitteln mangelnde Transparenz behoben werden kann. Mit der Herstellung von Transparenz kann viel gewonnen werden. Auch kleine und kleinste Schwachstellen zu erkennen, kann eine signifikante Verbesserung herbeiführen, denn auch kleine Ursachen können eine große Wirkung haben. Der Schlüssel zum Erfolg ist hierbei der Einsatz von Business Intelligence. Unternehmen werden dadurch in die Lage versetzt, auch kleinste Veränderungen sowie Ungereimtheiten zu erkennen und Abhilfe zu schaffen: Angebot und Nachfrage können sich stündlich ändern, Lieferengpässe die Produktion zum Stillstand bringen und Wartungsstaus die Produktivität signifikant behindern. Die Fähigkeit, sich ständig verändernde Szenarien zu erkennen und schnell darauf reagieren zu können, wird für Supply Chain Manager den entscheidenden Unterschied ausmachen.

Die Bereitstellung der dafür erforderlichen Technologien ist zweifellos ein längerfristiges Projekt. Zunächst sollten CFOs eng mit den Supply Chain Managern zusammenarbeiten, um zu identifizieren, welche Veränderungen oberste Priorität haben. Für Unternehmen, die noch mit einer jahrzehntealten Infrastruktur arbeiten, kann es einfach nur darum gehen, die richtigen IT-Systeme einzurichten. Das ist insbesondere dann sinnvoll, wenn nach und nach Technologien wie das Internet of Things zur besseren Überwachung und Nachverfolgung von Waren und Gütern eingesetzt werden. Für diejenigen, die mit der digitalen Transformation weiter fortgeschritten sind, ist hingegen die Integration von künstlicher Intelligenz und Blockchain-Technologie sinnvoll, um die Transparenz in der Supply Chain zu optimieren.

Zukunftssicherheit der Lieferkette

„Die Lieferkette muss sich ändern. Die meisten CFOs haben dies bereits erkannt. Laut der Deloitte CFO Survey von Mai 2020 glauben 89 Prozent von ihnen, dass die Diversifizierung und Stärkung der Lieferketten nach der Pandemie langfristig zunehmen wird“, erklärt Tobias Stähle, Sales Director SCM bei Oracle. „Um sicherzustellen, dass dieser Wandel erfolgreich verläuft, ist die Rolle des CFO entscheidend. Er muss die Führung übernehmen, indem er sich von dem Lean-Ansatz und Kostensenkungen wegbewegt und stattdessen weitsichtige Investitionen tätigt, die Flexibilität und Widerstandsfähigkeit schaffen. Je früher dieser Wandel stattfindet, desto besser werden die Geschäfte laufen.“

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