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ERP Systemwechsel: Altbausanierung oder Sprung auf modernen Standard?

Autor: Matthias von Blohn, Vice President, EMEA Insight & Customer Strategy

Die Auswahl eines neuen ERP-Systems lässt sich ein wenig mit der Entscheidung für eine Immobilie vergleichen. Alle wichtigen Ansprüche finden sich auf der Checkliste: freistehend sollte es sein, eine Garage sollte es haben, viele helle Räume auch und natürlich ein großes Badezimmer. Letztendlich hat unsere Entscheidung dann aber wenig mit dieser Checkliste zu tun.

Der Anforderungskatalog einer ERP-Auswahl ist umfangreich und logisch aufgebaut: Preis, ROI, Implementierungsgeschwindigkeit, Flexibilität, Innovationsgrad, intuitive Nutzerführung und vieles mehr sind klar als Anforderungen definiert. Eine ERP „Altbausanierung“ – also die erneute Implementierung kaum veränderter Prozesse mittels eines renovierten Altsystems vom gleichen Hersteller – kann diesen Anforderungskatalog meist nicht optimal erfüllen. Dennoch gewinnt das Gefühl oft über die Logik. Aber an welchem Punkt ist es vielleicht sogar riskanter alles beim Alten zu lassen und nichts Neues zu wagen?

Für viele Unternehmen ist das ERP-System Dreh- und Angelpunkt ihrer Organisation. Sie haben viel Zeit, Mühe und ein beträchtliches Budget in eine Lösung investiert, auf die das gesamte Unternehmen angewiesen ist. Alles ist bekannt und vertraut, daher fühlt sich eine Veränderung viel zu riskant an. Zeit- und Arbeitsaufwand für die Migration sind dabei nur ein kleiner Teil des Problems. Was ist, wenn das neue System sein Versprechen nicht einhält?

Die Dynamik des Wandels auf den Märkten schafft es nicht immer, auch eine Dynamik des Wandels im Unternehmen auszulösen. Neue Märkte öffen sich und neue Wettbewerber verdrängen alteingesessene Unternehmen schneller denn je. Auf der Verliererseite sind oft diejenigen, die Komplexität und veraltete Prozesse einfach nur übertüncht haben. Sie haben vielleicht ein paar Verbesserungen vorgenommen. Aber waren sie agil genug, um neue Produkte und Geschäftsmodelle einzuführen, Kunden ein nahtloses Omnichannel-Erlebnis zu bieten oder Nutzen aus neuesten Technologien zu ziehen?

Unternehmen wissen oft genau, was sie tun sollten. Sie werden jedoch durch eine komplexe, starre und schwer zu erweiternde Systemlandschaft daran gehindert. Das Altsystem wird plötzlich als die große Belastung wahrgenommen, die es eigentlich schon eine Weile war.  

Die Entscheidung, sich auf ein Cloud-basiertes ERP-System und damit auf eine integrierte Suite moderner Cloud-Anwendungen einzulassen, erfordert keinen übermäßigen Mut oder blindes Vertrauen. Es geht nicht darum, ein Risiko einzugehen - denn es wäre weitaus riskanter, bei der alten Plattform zu bleiben oder weiter auf einen Anbieter zu setzen, der eine teure, komplexe Migration vorschlägt. Altbausanierung kann keinen Neubaustandard lierfern.

Es wird Zeit, sich auf dem Markt umzusehen. Die Cloud-Anwendungslandschaft hat sich gewandelt und bietet ausgereifte ERP-Lösungen, die Unternehmen wie Oracle und NetSuite für tausende von Kunden erfolgreich betreiben.

Unsere Wettbewerber sind noch lange nicht so weit. Für sie ist ein modernes, von Grund auf für die Cloud neu gebautes ERP noch eine Vision, die in Keynotes gerne aufgezeigt wird – für Oracle und NetSuite ist diese Vision längst Realität geworden in einem ausgereiften Produkt.

Es geht nicht um eine Ansammlung zusammengekaufter Software, die auf verschiedenen Architekturen basiert. Die Integration von HR-, Supply Chain- und Customer Experience-Management-Funktionen mit einer einheitlichen Datenstruktur für jede Anwendung wird immer wichtiger für Unternehmen.

Ein derart integriertes Cloud-System baut Silos ab und stärkt seine Anwender. Verschiedene Datenquellen lassen sich so noch viel besser nutzen, um in Echtzeit Einblicke in Unternehmensgeschehen und Kundenanforderungen zu gewinnen.

Was sich beim ersten Lesen vielleicht großartig anhört, bringt Ihr Unternehmen eigentlich nur auf ein Level mit dem Wettbewerb. Um ihm aber voraus zu sein, müssen sie neue Technologie als Wachstumsmotor betrachten und nutzen.

Ist das nicht teuer und komplex? Ja, wenn Innovation als Standalone-Technologie oder Satellit implementiert wird. Aus diesem Grund hat Oracle Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen als Standard in jede Anwendung integriert, nicht als Add-on, für das extra gezahlt werden muss. So können alle unsere Kunden von den neuesten Innovationen in Bereichen wie Nutzerführung, Sprachsteuerung, Blockchain oder IoT profitieren, und es kommen stetig weitere Neuerungen hinzu. Andere ERP-Systeme können diese Innovationsgeschwindigkeit nicht bieten, denn sie versuchen den Spagat zwischen komplexen Altsystemen und Neubau-Satelitten in der Cloud. Das ist ein Nachteil für deren Anwender, und Unternehmen verlieren wertvolle Wettbewerbsvorteile.

Die Unternehmen, die den nächsten logischen Schritt wagen und ihr ERP-System transformieren, können den Erwartungen voraus sein, die auf sie zukommen. Sie bauen Organisationen auf, die bereit und willens sind, sich Veränderungen und dem Potenzial der Zukunft zu stellen, und sie können Innovationen im Unternehmen und Zusammenarbeit über Abteilungsgrenzen hinaus vorantreiben.

Auch wenn das Festhalten am gleichen Hersteller zunächst als das kleinere Risiko erscheint, kann diese Denkweise Innovationschancen zugunsten veralteter Vorgehensweisen verhindern: Eine Neuimplemtierung von nur in Teilen renovierter Software bedeutet für viele Kunden eine teure Wiederholung der Vergangenheit und die erneute Zementierung von Komplexität, die schon im Bestandssystem für Frustration sorgte.    

Eine Altbausanierung kann viel Geld und Zeit verschlingen – Liebhaberobjekte können den Aufwand rechtfertigen. Aber für die Auswahl eines modernen ERP-Systems kann ein Wechsel zum Neubau oft die günstigere, bessere und zukunftssichere Lösung sein.

Erfahren Sie hier, warum Sie Ihr ERP-System jetzt modernisieren sollten, und warum das der nächste logische Schritt für Ihren Geschäftserfolg ist.

 

 

 

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