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Expertenwissen von Oracle aus der DACH-Region

Durch Zeiteinsparung den Weg für Wachstum frei machen

Intelligente Unternehmen nutzen die Finanzfunktion als Richtungsweiser, der zeigt, wo investiert werden soll, welche Strategien sinnvoll sind und wie diese umgesetzt werden können. Doch das ist nur möglich, wenn CFOs selbst innovativ sind – und Ressourcen freisetzen, um neue Vorhaben für ihr Unternehmen in Angriff zu nehmen.

Es gibt die Theorie, dass es ohne den unglaublichen Reichtum und das effiziente Bankhaus der Medicis im Italien des 15. Jahrhunderts keine Renaissance gegeben hätte. Innovationen in Kunst, Wissenschaft, Philosophie und Politik basierten auf dem Mäzenatentum und wurden durch den enormen Reichtum und intelligente Formen des Geldtransfers überhaupt erst möglich – während das restliche Europa zum Großteil mit der Subsistenzlandwirtschaft beschäftigt war.

Für Unternehmen im 21. Jahrhundert wirft das die Frage auf: Betreiben sie eine Subsistenzwirtschaft, in der die meisten Mitarbeiter hart arbeiten müssen, nur um sich selbst zu versorgen? Oder geben sie ihren besten Talenten den Freiraum für radikale Innovationen?

Diese Frage stellt sich in erster Linie den CFOs. Mit Zugang zu unglaublichen Datenmengen und ausgefeilten Analysen kann die Finanzfunktion Wachstumschancen erkennen. Die Herausforderung besteht darin, Möglichkeiten zu finden, mit denen man die alltäglichen Finanzaufgaben effizienter erledigen und richtungsweisende Funktionen entwickeln kann, um Innovationen zu unterstützen. Accenture bezeichnet das als „the evolved CFO“.

Wir können diesen Wandel beschreiben, indem wir den Begriff „ERP“ neu definieren. „Enterprise Resource Planning“, die Planung der Unternehmensressourcen, ist nach wie vor unerlässlich. Doch durch eine effizientere Vernetzung der Systeme und die Nutzung fortschrittlicher Analysen kann ERP auf das Wachstum und den Einsatz von Ressourcen ausgerichtet werden. Das schafft Raum für Talente im Finanzbereich und im gesamten Unternehmen, um zu experimentieren und Innovationen einzuführen. ERP wird dann zu „Earn, Rest and Play“.

Unternehmen steigern ihren Gewinn, weil sie weniger verschwenden, Kosten kontrollieren und Umsatzträger leichter bestimmen können. Das verschafft ihnen Zeit zur Regeneration, denn der endlose Kreislauf des Reportings zwingt Talente im Bereich der Finanzfunktion in eine ungesunde Work-Life-Balance. Dadurch können sie mehr ausprobieren und mit innovativen Ideen experimentieren, die neue Märkte erschließen.

Diese Erkenntnis kommt mittlerweile an. In der Umfrage von Hackett im Jahr 2018 gaben 40 % der Finanzmanager aus Unternehmen mit mehr als einer Milliarde Dollar Umsatz an, dass sie bereits fortschrittliche Analysen eingesetzt haben. In den nächsten zwei bis drei Jahren wird ihre Zahl auf 80 % anwachsen.

Einer der CFOs, der bereits den Ansatz „agiler Finanzen“ verfolgt, ist Umair Junaid, CFO bei Access Power, einem schnell wachsenden Energieerzeuger in Afrika und Asien. Seine Absicht war es, Berichte genauer und aktueller zu machen, um die Entscheidungsfindung zu optimieren – und mithilfe der ERP Cloud Prozesse zu automatisieren, um seinem Team zusätzliche Arbeitsstunden zu ersparen.

Ein weiteres Beispiel ist Christophe Eouzan, Chief Accounting Officer bei Orange. Das Finanzteam seines Unternehmens sollte sich auf fortschrittlichere Transformationsmaßnahmen konzentrieren können. Die ERP Cloud automatisierte strategisch unbedeutende Aufgaben, beispielsweise die Bedarfsermittlung, Bestellungen und Lieferantenrechnungen. Jetzt kann sich sein Team auf Prognosen, die Transparenz in der Lieferkette und den Aufbau eines Arbeitsumfeldes konzentrieren, das neue, junge Talente anzieht.

Declan Tyrrell, ehemaliger CFO und CEO, der jetzt mit Oracle zusammenarbeitet, befürwortet diese Entwicklung: „Der Zugang zu Echtzeitdaten in der Cloud und durch Machine Learning vorangetriebene Automatisierung verschaffen Führungskräften im Finanzbereich mehr Zeit und Möglichkeiten, um für profitable Veränderungen zu sorgen, indem sie Entscheidungen verbessern, Aufgaben ohne Wertschöpfung automatisieren, Risiken managen und Vermögenswerte optimieren.“

Doch genau wie in der Renaissance müssen diese Bemühungen im Mittelpunkt stehen. Neil Sholay, VP of Innovation bei Oracle EMEA, hat über die Philosophie echter „ERP“-Unternehmen nachgedacht. Seiner Ansicht nach sollten sie „fünf unternehmerische Sinne“ schärfen, um ihre Bemühungen sinnvoll auszurichten:

  1. Sie müssen „menschlich“ sein, um das Erlebnis für Mitarbeiter und Kunden zu verbessern.
  2. Sie sollten vernetzt sein – Innovationen werden beschleunigt, wenn Ideen sich gegenseitig befruchten.
  3. Sie sollten auf Erkenntnissen basieren – eine ausgefeilte Analytik verschafft Innovatoren Selbstvertrauen.
  4. Sie sollten effizient sein – und Talente aus der alltäglichen Routine befreien.
  5. Sie müssen vertrauenswürdig sein, weil Veränderungen verunsichern können – hier hilft eine unterstützende Finanzfunktion.

Die neue Definition von „ERP“ wird die westliche Kultur vermutlich nicht im selben Maße umkrempeln wie Kolumbus, Erasmus, Galileo und Da Vinci es getan haben. Doch mit der richtigen Philosophie eröffnet sich eine echte Chance für eine neuzeitliche Renaissance in Unternehmen.

Erfahren Sie mehr darüber, wie Führungskräfte Innovationen als Teil ihrer Wachstumsagenda berücksichtigen. 

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