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Durch den Sturm: Wie ein integrierter Cloud-Ansatz in unvorhersehbaren Zeiten hilft

Autor: Angela Mazza Teufer, Senior Vice President ERPM Western Europe

Der flächendeckende Wechsel der Belegschaft ins Homeoffice zu Beginn der COVID-19-Krise hat auf viele Geschäftsprozesse, die Echtzeitdaten aus dem gesamten Unternehmen erfordern, verheerende Auswirkungen gehabt. Dies trifft vor allem auf Unternehmen zu, die geschäftskritische Kernanwendungen oder wichtige Daten wie Tabellenkalkulationen in Abteilungssilos verwenden. Um ihre Bücher zu schließen, mussten diese die notwendigen Daten aus einer Vielzahl von Quellen manuell sammeln und zusammenstellen. Das ist bereits zeitaufwändig und unzuverlässig unter guten Bedingungen, doch die aktuell weit verteilt arbeitende Belegschaft verschärft die Situation deutlich. Einfacher hatten es dagegen Unternehmen, die schon auf Cloud-basierte Unternehmensanwendungen setzen.  

Eine integrierte Suite von Cloud-Geschäftsanwendungen, die Enterprise Resource Planning, Supply Chain Management, Human Capital Management und integrierte Geschäftsplanung umfasst, macht es den Betrieben grundsätzlich leichter unvorhersehbare Ereignisse zu umschiffen. Dabei handelt es sich um einen Lösungsansatz, der zuverlässig und umfassend sofortigen Zugriff auf aktuelle Kerndaten bietet, ohne dass ein Eingreifen des IT-Teams erforderlich ist. Dadurch wird das Unternehmen nicht nur in „normalen“ Zeiten agiler und reaktionsschneller, sondern bleibt es auch in stürmischen Zeiten.

Agilität und Transparenz: SaaS gewinnt haushoch

In den vergangenen Jahren waren Unternehmen mit lokal betriebenen, überalterten Unternehmensanwendungen stets gezwungen, ihre Systeme kontinuierlich zu patchen, zu aktualisieren und anzupassen, um mit den sich ständig ändernden Geschäftsanforderungen Schritt halten zu können. Dies führte zu einem massiven technologischen Investitionsstau, der die Unternehmen mit Blick auf die geschäftliche Weiterentwicklung und Flexibilität hemmt und es ihnen schwierig macht, sich ändernde Marktbedingungen vorauszusehen und zu agieren. Wichtige Entscheidungen können sie meist nur auch Basis veralteter, oft unzuverlässiger Daten treffen. Eine überlegene Alternative stellen dagegen Cloud-basierte Anwendungen, Software-as-a-Service- (SaaS-)Lösungen, dar. Ihr Vorteil: Sie sind immer aktuell und bieten die neuesten Funktionen - wie die Integration von Internet of Things (IoT), maschinelles Lernen (ML) und künstliche Intelligenz (KI) -, sobald sie verfügbar sind, ohne dass Patches oder Anpassungen erforderlich sind. Zudem geben integrierte SaaS-Geschäftsanwendungen Unternehmen aufgrund abteilungsübergreifend gemeinsam genutzter Daten und praktisch unbegrenzter Speicher- und Rechenkapazitäten auch eine größere Zukunftssicherheit. In einer Krise wird die Planung nicht nur wichtiger, sie muss auch häufiger erfolgen beziehungsweise auf den Prüfstand gestellt werden. Die Finanzabteilung kann Szenarien modellieren, um den Cashflow und andere Ressourcen vorherzusagen, während der operationale Betrieb und der Vertrieb dies für die Änderungen bei Angebot und Nachfrage können. Ein gutes Beispiel ist Oracle selbst. Als die Pandemie zuschlug, konnten wir dank der skalierbaren Rechenleistung unseres SaaS-Unternehmens-Backbone einen vierwöchigen Planungszyklus auf eine Woche komprimieren, indem wir Daten aus all unseren Fertigungsbetrieben und entlang der Lieferkette zusammenführten.

Das wäre unvorstellbar gewesen, hätten die benötigten Informationen aus verschiedenen Quellen manuell abgerufen werden müssen, ohne zu wissen, ob die Daten überhaupt korrekt sind.

Wie die integrierte Geschäftsanwendungssuite von Oracle neue Technologien wie IoT und ML nutzen, um zuverlässige Daten in Echtzeit zu generieren und zu verarbeiten, zeigen folgende Beispiele:

  • Lieferkette und operationaler Betrieb: Die Prognose des Bedarfsniveaus ist für eine erfolgreiche Planung von größter Bedeutung, insbesondere während größerer Umwälzungen. Dabei müssen die Unternehmen Daten über die gesamte Liefer- und Nachfragekette sowie aus den Bereichen Finanzen und Betrieb verknüpfen und analysieren. Die Funktionen zur Erfassung des Bedarfs von Oracle nutzt beispielsweise Erfahrungsdaten, um vorherzusagen, wohin sich die Nachfrage entwickelt, damit die Betriebe ihre Lieferkette darauf ausrichten können. In der Zwischenzeit können operationaler Betrieb und Finanzwesen aus einem einzigen Satz von Echtzeitzahlen schöpfen, um Szenarien zu planen, die einen vollständigen Überblick über das Unternehmen geben, ohne Tabellenkalkulationen auszutauschen oder in verschiedenen Anwendungssilos arbeiten zu müssen. Ein weiteres Beispiel: Angenommen ein Unternehmen produziert seine eigene Energie oder Energie zum Weiterverkauf. Mithilfe der vorausschauenden Wartung – Teil von Oracle IoT Intelligent Applications for Oracle Fusion Cloud ERP and EPM – lässt sich vorhersagen, wann beispielsweise eine Turbine kurz vor dem Ausfall steht und rechtzeitig eine neue beschafft werden muss, um sie zu ersetzen.
  • Verwaltung des Humankapitals: Durch den Zugriff auf Echtzeitdaten über verfügbare Arbeitskräfte können Sie mit Zuversicht planen, um die Produktion und Dienstleistungen zu erweitern oder dorthin zu verlagern, wo Sie sie benötigen. Wenn Sie Szenarioplanung mit Oracle Fusion Cloud EPM durchführen, haben Sie Zugang zu Echtzeitzahlen über die verfügbaren Arbeitskräftekapazitäten. IoT-Anwendungen wie die Worker Safety Intelligent Application von Oracle können auch zum Schutz der Mitarbeiter beitragen, indem sie es beispielsweise ermöglichen, die soziale Distanzierung in neu konfigurierten Fertigungslinien einzuhalten oder eine Warnung zu senden, wenn die Belegung unsichere Niveaus erreicht.

Die integrierte Unternehmenssuite von Oracle vs. SAP

Alle oben genannten Vorteile ergeben sich aus der Tatsache, dass sich die Unternehmensanwendungen von Oracle - ob ERP, HCM oder SCM - eine gemeinsame Datenarchitektur teilen. Für SAP-Kunden trifft das einfach nicht zu. Anstatt eine einzige Quelle zu nutzen, verlässt sich SAP darauf, dass Kunden S/4HANA mit externen HCM-, SCM- und anderen Branchenanwendungen verbinden, was die technischen Altlasten eher noch erhöht.

SAP-Implementierungen werden so schnell zu einem Dickicht aus Integrationen und Anpassungen sowie einem Hort herstellerübergreifender Probleme. Die integrierte Lösung von Oracle verbindet dagegen Produktinnovation, Beschaffung, Produktion und Nachfragemanagement in einer einzigen Suite, die automatisch aktualisiert und aufgerüstet wird und keine laufende Wartung, Patches oder manuelle Aktualisierungen erfordert. Das erlaubt unseren Kunden, grundlegende Änderungen am Geschäfts- und Vertriebsmodell vorzunehmen, wenn die Situation es erfordert – etwa den Wechsel von einem In-Store- oder Distributor-Einzelhandelsmodell zur direkten Interaktion mit Kunden.

Letztendlich hinterlässt die COVID-19-Krise den Unternehmen mehrere Lektionen, die sie sich zu Herzen nehmen sollten. Der Planungszyklus hat sich so weit beschleunigt, dass er im Wesentlichen kontinuierlich verläuft. Fortlaufender Wandel bedeutet, dass Unternehmen entscheidungsfreudig sein müssen - und ihre Entscheidungen auf genaue Echtzeitdaten stützen müssen. Und: Evolution reicht nicht mehr aus. Stattdessen müssen Unternehmen so anpassungsfähig und agil sein, wie sie es in der Vergangenheit nie sein mussten. Sie müssen schneller planen, als eine Einheit ausführen und sich dabei schon auf die nächste Veränderung vorbereiten, die mit Sicherheit kommt. Es gibt Anzeichen dafür, dass Unternehmen in dieser Krise verstanden haben, dass die digitale Transformation mithilfe der Cloud nicht nur wünschenswert ist, sondern geradezu ein Muss.

Erfahren Sie hier, wie Oracle Cloud Applications Unternehmen agiler und widerstandsfähiger gegen den ständigen Wandel machen können.

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