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Digitalisierung der Energieversorgung

Wenn ein Energieversorger von Wettbewerbern damit beauftragt wird, deren Buchhaltung, Marktkommunikation und Verbrauchsabrechnung in der Cloud zu betreuen, dann kann er nicht so viel falsch gemacht haben. Die Dresdener Firma Enloc Energy GmbH versorgt deutschlandweit Allgemeinanlagen und Leerstandswohnungen mit Strom, Gas und Wärme. Für die Besetzung dieser Marktnische wurde das 2012 am Markt gestartete Unternehmen lange belächelt. Zwischendurch ist Enloc in Marktsegment der Energieversorger immobilienwirtschaftlicher Prägung ein Name. Die in diesem Umfeld gesammelten Erfahrungen haben nun Eingang in eine Software-Lösung für EVUs gefunden, die aktiv vermarktet wird.

Dass Enloc einer der Vorreiter bei der Digitalisierung der Energieversorgung ist, fällt zunächst einmal nicht auf. Nach Servern oder Datenspeichern oder einem Drucker sucht man in der Firmenzentrale vergebens. „Hier findet man nur Notebooks und ein dickes Internetkabel“, erklärt Ilin Dobrew, Geschäftsführer der Enloc Energy GmbH, schmunzelnd. Die verwendeten Anwendungen werden schon seit langem extern in einem Rechenzentrum betrieben. Seit April 2018 setzt man auf die Oracle Cloud, genauer gesagt auf eine Lösung, die im Oracle-Rechenzentrum Frankfurt gehostet wird.

Preislich unschlagbar

„Letztendlich waren Preis, Performance und Wartung die entscheidenden Kriterien für den Umstieg“, erklärt der Enloc Energy Geschäftsführer. Eigentlich ist man mit der jetzigen Lösung vollauf zufrieden. Lediglich die Benutzeroberfläche habe nach Aussage von Dobrew noch gewissen Aufholbedarf. Das tut seiner Begeisterung für die neue Lösung aber keinen Abbruch. Der Enloc Energy Geschäftsführer kann an dieser Stelle auch mit durchaus beeindruckenden Zahlen aufwarten: „Wir hatten jetzt in zehn Monaten einmal einen Ausfall von 18 Minuten“, berichtet Ilin Dobrew.

Wie gut die Lösung funktioniert, haben auch Wettbewerber erkannt. Vor allem, weil sich Enloc Energy mit seinem Kerngeschäft in einem bekanntermaßen durch geringe Margen gekennzeichneten Markt bewegt. „Das weckt natürlich Aufmerksamkeit“, freut sich Dobrew. Wer in diesem Markt kostendeckend arbeiten könne, müsse über exzellente Prozesse verfügen. Trotzdem sei es nicht üblich, dass sich Wettbewerber an Enloc Energy gewandt hätten, um auch in den Genuss der Lösung zu kommen.

Wettbewerber als Kunden

Inzwischen gibt es insgesamt drei EVU-Mandanten mit Produktiv- und Testsystem in der Oracle Cloud, die von Enloc Energy selbst und zwei anderen EVUs genutzt werden. Selbstverständlich sind die Installationen aus Datenschutzgründen getrennt. Allerdings hat man bei Enloc Energy mittlerweile eine gewisse Expertise darin, wenn es darum geht, eine Lösung für neue Interessenten bereitzustellen. „Wir schaffen es, in etwa vier Wochen produktiv zu sein, das ist für die Einführung einer neuen Software ein konkurrenzlos guter Wert“, erläutert Dobrew. Für Enloc Energy bedeutet das, man habe sich zum Vorreiter der Digitalisierung in der Energiewirtschaft, insbesondere im Bereich des BPO (Business Process Outsourcing), gemacht.

 

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