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Das Personalwesen als moralischer Kompass für den Datenschutz

Ein ethischer Umgang mit Daten beginnt bei den Mitarbeitern. Wie können wir darauf hoffen, Informationen nachzuverfolgen oder gar zu schützen, wenn Mitarbeiter nicht verantwortungsbewusst mit ihnen umgehen? Aufklärung ist der Schlüssel zu Sensibilisierung. Darum muss das Personalwesen das Ruder übernehmen, damit sich das Verhalten im ganzen Unternehmen entsprechend ändert.

Wer hätte gedacht, dass USB-Sticks einmal unser ärgster Feind sein würden? Weil USB-Sticks und Mobiltelefone so praktisch sind, haben sie uns produktiver gemacht. Sie sind aber auch zu einem logistischen Alptraum geworden, da all diese im Unternehmen herumschwirrenden Daten nachverfolgt und organisiert werden müssen. Auch wenn die Mitarbeiter die Datenverwaltung und -sicherheit heute ernster nehmen, sind riskante Praktiken noch immer weit verbreitet.

Denken wir nur an Leistungsbeurteilungen. Es ist noch gar nicht so lange her bzw. wird vielleicht sogar noch heute so gehandhabt, dass die Daten aus Gesprächen mit Mitarbeitern in einer Tabellenkalkulation eingetragen und weitergegeben wurden – ohne festzuhalten wer was warum im Laufe der Zeit erhalten hat. Das ist bzw. sollte nicht mehr zulässig sein, nicht nur aus logistischer, sondern auch ethischer Perspektive: Die Mitarbeiter verlangen – zu Recht – mehr Transparenz bezüglich der Verwendung ihrer Daten.

Damit wären wir beim Wert von Schulungen und der entscheidenden Rolle, die das Personalwesen bei einer gewissenhafteren Datenverwaltung spielt. Derzeit sind nur 35 % der HR-Entscheider voll überzeugt, dass ihr Unternehmen Daten sicher verwalten kann. Darum haben Firmen wie NatWest Datenakademien eingeführt. In diesem Rahmen schulen sie ihre Mitarbeiter über Wert und Macht der Daten, mit denen sie täglich arbeiten.

Beim Ausweiten dieses Vorgehens auf das ganze Unternehmen sind Sensibilisierung und bewährte Methoden hauptverantwortlich für den ethischen Umgang mit Daten:

  • 29 % der Befragten gaben an, dass Mitarbeiter Daten über Mobilgeräte oder soziale Plattformen verwalten
  • 28 % gaben an, dass Datenvertraulichkeit wenig beachtet wird
  • 24 % sprachen von regelrechter Blindheit dahingehend, wie Daten eigentlich verwendet werden sollten

Liest man zwischen den Zeilen, erkennt man, dass Mitarbeiter besser hinsichtlich Wichtigkeit und Auswirkungen der Datenverwaltung geschult werden müssen. Im Grunde muss das Personalwesen als der moralische Kompass für diese Veränderung agieren. Es kann Mitarbeitern im ganzen Unternehmen dabei helfen, beim Umgang mit Daten die Ethik ganz vorn an zu stellen. Sind die richtigen Abläufe verankert, gibt es keinen Grund, dass Ethik und Zweckmäßigkeit nicht nebeneinander bestehen können.

Vielversprechend ist, dass 34 % der Führungskräfte im Personalwesen die Sensibilisierung für Bedrohungen der Datensicherheit zu einer Priorität erklärt haben und dass 40 % über eine Datenverwaltungsstrategie verfügen. Das sind wichtige Schritte in die richtige Richtung für eine Abteilung, die sich in vielen Unternehmen noch immer in der Umstellungsphase auf eine datengestützte Arbeitsweise befinden.

Es bleibt noch mehr zu tun. Doch wenn das Personalwesen ein starker moralischer Kompass ist, wird jedes Team im Unternehmen seine Daten achtsamer verwalten. Durch diesen größeren Fokus auf die Ethik werden nicht nur sensible Informationen geschützt: Das Personalwesen wird auch dabei unterstützt, eine starke Arbeitgebermarke aufzubauen. Das wiederum hilft ihm, datenbewusstere Mitarbeiter anzuziehen, die Produktivität zu verbessern und ein diversifizierteres Arbeitsumfeld zu fördern.

Entdecken Sie in unserem Bericht, wie das Personalwesen zur Datensicherheit des Unternehmens beiträgt. 

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