Dienstag Jan 29, 2013

Sparen Sie Zeit und Nerven mit Oracle Dojos

Gestern leitete ein Kollege die E-Mail eines Kunden an mich weiter. Die Nachricht war mit "TCP Window Scale Option" überschrieben und enthielt einen wertvollen Hinweis auf einen Tuning-Parameter unter Windows Server 2008 R2. Obwohl ich diesen Parameter bereits kannte, bin ich immer wieder mehr als froh über derartige Hinweise. Besonders interessant war jedoch die Situation, aus der heraus dieser Informationsaustausch entstand. Lesen Sie selbst dazu den nachfolgenden Text des Kunden in anonymisierter und leicht abgewandelter Form:

"Hallo Herr XY,

nur als Info ein Problem, das uns diese Tage lange und extrem beschäftigt hat. Ich habe ein RAC SE 1123 auf 2 Win2008R2 Servern aufgebaut. Dies hat bei uns im Büro wunderbar funktioniert, mit Client-Verbindungen die teilweise auch auf den RAC Nodes laufen.

Erst bei der Inbetriebnahme beim Kunden hatten wir das Problem dass die Verbindungen von dendie Clients (.NET Applikationen) nicht richtig bzw. gleichmäßig auf die 2 Nodes verteilt werden (TNSNAMES Eintrag ist OK). Es ist so, dass die Verbindungen, die aus NodeA rausgehen, nach mehreren Sekonden Verzögerung immer wieder bei NodeA landen und von NodeB genauso. Von PCs aus (z.B. XP) funktioniert die Verteilung ohne Verzögerung wunderbar.

Nach langer, langer Suche haben wir entdeckt, dass dies an der in Windows  7/Vista neuen TCP Option liegt (TCP Window Scale Option). Den Befehl „C:> netsh interface tcp set global autotuninglevel = disable“ haben wir auf den beiden Windows 2008 R2 Server Nodes ausgeführt und neu gebootet. Dann war alles wieder OK.

Ich habe auch ein Dokument auf Metalink diesbezüglich gefunden: Oledb and Odbc 64 Bit On Windows 2008 and Windows Vista Have Bad Performances [ID 1264980.1]

Schöne Grüße

Kunde"


Ich habe diese Nachricht mit einem lachenden und einem weinenden Auge gelesen. Das Lachende freute sich darüber, dass uns ein Kunde seine Erfahrungen mitteilt, einen wertvollen Hinweis liefert und ein Kollege das dann auch noch an mich weiterleitet. Alles keine Selbstverständlichkeiten. Danke!



Mein weinendes Auge dachte daran, dass dieser Hinweis in unserem ersten Oracle Dojo #1 "Oracle 11g R2 mit Real Application Clusters auf Windows Server 2008 R2" auf Seite 39 im Schritt 8 beschrieben ist und der Kunde sich diesen ganzen Ärger und seine Zeit hätte sparen können. Abgesehen davon, enthält dieses Oracle Dojo noch einige weitere Tuning-Hinweise, die ebenfalls berücksichtigt werden sollten, möchte man einen Windows Server 2008 R2 optimal konfigurieren. Und dies gilt nicht nur für einen Cluster.



Wir schreiben heute das Jahr 2013 und das Oracle Dojo #1 wurde auf der DOAG Konferenz 2011 vorgestellt. Eigentlich müsste man annehmen, dass seitdem genug Zeit verstrichen ist, um die kleinen roten Heftchen überall bekannt zu machen. Vielleicht ist es aber gerade der Fluch unseres sogenannten Informationszeitalters, dass sich, aufgrund seiner Schnelllebigkeit, die bereits verfügbaren Informationen nicht verbreiten und vertiefen können, sondern im Nirvana des schieren Überangebots verlieren und bereits nach kurzer Zeit in Vergessenheit geraten. Zwei Jahre werden demnach nicht als Zeit des Wachstums und der Reife angesehen, sondern als Siechtum und Verfall. Eine Information muss in Google auf der ersten Seite erscheinen und brandaktuell sein. Alles andere interessiert nicht. Die Information von Gestern ist Geschichte und langweilig. Auf der zweiten und dritten Seite beginnt bereits die Liste der Velierer im Buhlen um Follower. Zugegeben: Ich sehe mir meist auch nur die erste Seite an. Meine Sozialkritik richtet sich also durchaus auch an mich selbst.

Was kann man also anderes tun, als immer wieder auf die Dinge aufmerksam zu machen? Und weil die Stimme eines Einzelnen im Internet hoffnungslos untergeht, kann ich Sie nur darum bitten, meinen Hinweis in Ihrem Umfeld zu verbreiten und auf unsere Oracle Dojos aufmerksam zu machen. Denn davon gibt es mittlerweile sechs Stück und weitere sind in Vorbereitung. Sie können jedes einzelne Heft hier downloaden und für manche Exemplare auch die Druckausgabe bestellen - und zwar kostenfrei!

Vielleicht schrieben Sie auch einen eigenen Blog-Eintrag dazu, so wie es meine Kolleginnen mit ihrer Oracle News Box Germany gemacht haben. Und wenn Sie wissen möchten, was eigentlich hinter den Oracle Dojos steckt, lesen Sie am besten dieses Interview mit Günther Stürner.

Danke!



Freitag Dez 07, 2012

Oracle ODP.NET und Windows PowerShell

In der Microsoft Welt wohlbekannt, in der Oracle Welt nur ein Schulterzucken hervorrufend - die sogenannten Scripting Guys. Wie der Name bereits vermuten lässt, geht es in deren Hey, Scripting Guy! Blog um Scripting. Und damit natürlich um die Windows PowerShell. Ja, die Zeiten des DOS-Kommandofensters und Batch-Dateien ist vorbei. Die PowerShell ist eine mächtige Scripting-Umgebung unter Windows, die selbst unter Unix/Linux-Administratoren Gefallen finden sollte.

Dass man damit wunderbar auch auf Oracle Datenbanken zugreifen kann, haben wir bereits vor Jahren in einer Oracle Workshop Reihe bewiesen. Damals begleitete mich Klaus Rohe von Microsoft, der mit mir dann auch gemeinsam einen Vortrag auf DOAG Konferenz hielt. Unser gemeinsames Ziel war es damals wie heute, die Oracle Anwender von der hervorragenden Integration zwischen Oracle, Windows und .NET zu überzeugen. Was lag näher, als sich dies von beiden Herstellern gemeinsam bestätigen zu lassen? Vor allem die ewigen Zweifler begrüßten dies.

Seither war die PowerShell bei mir nicht mehr auf dem Radar und auch Oracle Anwender haben das Thema nicht mehr aufgeworfen. Möglicherweise auch deshalb, weil es zu neu oder zu unbekannt ist? Eher unwahrscheinlich ... Vielleicht liegt es vielmehr daran, dass man einfach mal davon ausgeht, dass PowerShell nur für Microsoft Produkte richtig nutzbar ist? Oder man bekommt erzählt, dass nur die Integration mit der Microsoft-eigenen Datenbank SQL Server möglich ist? Und das ist natürlich nicht richtig - so wie immer (ich denke dabei unter anderem an das Microsoft Active Directory - aber dazu ein andermal mehr).

Umso mehr freut es mich, einen brandneuen Blog-Beitrag zu genau diesem Thema zu lesen, auf den mich Alex Keh, (Produkt Manager für Windows und .NET im Oracle Headquarter in San Francisco) aufmerksam gemacht hat. Was die Sache noch besser macht, dieser Beitrag stammt aus der Microsoft Welt und belegt damit zwischen den Zeilen, dass die Oracle Datenbank und unsere .NET Integration via dem Oracle Data Provider for .NET (ODP.NET) auch hier eine bedeutende Rolle spielt. In diesem Sinne: Beide Daumen hoch für die Scripting Guys!

Der Beitrag nennt sich Use Oracle ODP.NET and PowerShell to Simplify Data Access und trotz ein paar weniger Ausreißer, ist der Artikel sehr zu empfehlen, um in das Thema einzusteigen.

Lassen Sie es mich wissen, wie Sie zu dieser Integration stehen, ob die PowerShell für Sie in der Praxis wichtig ist oder werden könnte, und falls Sie Features vermissen, die Oracle künftig umsetzen sollte. Danke!

About

In diesem Blog dreht sich alles um die Integration von Oracle Technologie mit Microsoft Produkten. Wenn Sie sich für die Oracle Datenbank auf Windows Server interessieren oder .NET Anwendungen mit Visual Studio entwickeln, sind Sie hier richtig. Weitere Bereiche sind die Integration mit dem Active Directory und SharePoint. Ich teile hier aber auch meine Gedanken zu Unterschieden zwischen der Oracle Datenbank und dem Microsoft SQL Server. Wenn Sie eine bestimmte Frage haben, lassen Sie es mich wissen - ich bin sehr an ihren Erfahrungen mit Oracle und Microsoft interessiert. Ihr Claus Jandausch

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