ALWAYS ON Desktop Virtualization

The November issue of ALWAYS ON features a "TopTalk" about desktop virtualization and Desktop As A Service. Read the German interview here or download the entire issue (36 pages).

ALWAYS ON: Desktop Virtualisierung (DaaS) gilt als Königsdisziplin des Cloud Computing: Wie lange dauert es denn noch bis auch der gute alte Desktop in der „Wolke“ verschwunden ist?

Matthias Müller-Prove: Worauf noch warten: Machen Sie ein Proof of Concept für Ihren Anwendungskontext, kalkulieren Sie die Kosten einer virtualisierten Desktop Infrastruktur für Ihr Unternehmen über fünf Jahre, und stellen Sie das dem herkömmlichen Modell mit hunderten von klassischen Desktop-PCs oder Laptops gegenüber. Da viele Firmen gerade den Umstieg von Windows XP auf Windows 7 vorbereiten, ist das eine gute Gelegenheit sich auch gleich von den grauen Kisten zu verabschieden.

Wo sehen Sie die größte Herausforderung bei DaaS? Was sagen Sie denn z.B. Ihren Kunden, wenn die Verbindung ins Netz gekappt ist?

In der Tat ist das mehr ein psychologisches Problem, da die Technik inzwischen zuverlässig und robust genug ist. Die Büroarbeitsplätze müssen nicht mehr mit dem Statussymbol PC ausgestattet sein, sondern es reichen Thin-Clients zum Zugriff auf die Schreibtischoberfläche, die eine kleine stromsparende CPU haben, aber keine Festplatten und lärmenden Lüfter mehr. Gerade der Wegfall des ständigen Rauschens trägt deutlich zu einem ergonomischeren Arbeitsplatz bei.

Wie viel Zeit verbringen Sie after-work einerseits mit lokalen, andererseits mit virtualisierten Angeboten? Haben Sie Zuhause überhaupt noch einen „Personal“-Computer mit lokaler Infrastruktur?

Neulich in Dänemark hatte ich so ein Aha-Erlebnis. Da sitze ich mit einem Laptop, aber ohne Wireless, im Hotel und staune, dass die einfachsten Anwendungen nicht mehr laufen: Kein eMail, kein Chat, kein Xing. Ein Computer ohne Netz ist als Kommunikationsmedium doch denkbar ungeeignet! Und auf die übrigen Errungenschaften aus 69 Jahren Computergeschichte hatte ich gerade keine Lust.

Auf Facebook, Flickr und Co. speichern User wie selbstverständlich Daten in der Cloud – sind Social Networks damit etwa der Wegbereiter für massenmarkttaugliches DaaS?

Ja, das kann man so sehen. Beim Social Networking schicken wir Bilder, Filme und Status-Updates ins Netz, um mit unseren Freunden in Kontakt zu bleiben. Denken Sie das Modell nur etwas weiter. Dann ist es egal, ob ich mir ein Video aus dem Netz full-screen anschaue, oder ob mein eigener Desktop full-screen aus dem Netz kommt. Die Unterschiede zum lokalen Rechner verschwinden gerade, und es wird selbstverständlich werden, den Schreibtisch zu „beamen“.

Wo stehen wir mit all diesen Entwicklungen in zehn Jahren? Arbeiten wir nur noch mit Endgeräten ohne eigene Software, Speicherkapazitäten und Rechenleistungen?

Connectivity wird keine Thema mehr sein. Das Netz verschwindet aus dem Bewusstsein des Anwenders, da es entweder Always On ist, oder die mobilen Endgeräte den kurzfristigen Ausfall transparent für den Anwender abfedern. Der Desktop wird aber nach wie vor seine Berechtigung haben, da er eine persönliche und vertraute Umgebung bietet, bei der man sich nicht für jeden neuen Datentyp bei einem anderen Web-Dienst einloggen muss.

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