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Vorsätze für's Marketing 2017: Was nehmen Sie sich vor?

Kai Egierski
Digital Marketing Manager, Oracle Marketing Cloud

Mehr Sport treiben, uns gesünder ernähren, mit dem Rauchen aufhören, mehr Zeit mit der Familie verbringen – es ist wieder an der Zeit sich gute Vorsätze zu machen. Privat wie beruflich geht ein Jahr zu Ende und wir damit einen weiteren Schritt in die Zukunft. Doch welche Vorsätze sollten sich eigentlich Marketer für 2017 zur Brust nehmen? Wir haben Ihnen dafür einige Vorschläge zusammengestellt. Und Sie können sich sicher sein: Wir unterstützen Sie auch nächstes Jahr dabei, diese Ziele nicht aus den Augen zu verlieren.

1. Ich will automatisieren 

Sie wollen die digitale Körpersprache Ihrer Kunden sehen, verstehen und darauf reagieren? Ein sehr guter Vorsatz, der Ihnen zu mehr Relevanz für Ihre Kunden verhelfen wird und Ihnen gleichzeitig einige Routineaufgaben abnehmen kann. Was Sie dazu brauchen ist eine leistungsfähige Datenbank, die sowohl Ihre eigenen Daten als auch die Daten von Drittanbietern zusammenführt. Durch Trigger-based Marketing können Sie automatisiert auf bestimmte Verhaltensmuster reagieren und positionieren Ihren Content damit immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Und so lassen sich viele weitere Aufgaben automatisieren, egal ob für Social Media oder durch neue, komplexe Technologien, die auf maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz aufbauen. Auch wenn sie noch mit Bedacht einzusetzen sind, beschleunigen zum Beispiel Chatbots den digitalen Kundenservice. Auch diese ziehen ihre Informationen aus einer Datenbank und können einen Dialog mit den Nutzern führen.

Eine weitere Einsatzmöglichkeit für künstliche Intelligenz bieten „Big Data“-Analysen. Unternehmen sammeln massenhaft Daten über ihre Kunden, die es zu einem Gesamtbild zusammenzusetzen gilt. Intelligente, selbstlernende Algorithmen können die Daten analysieren und interpretieren und so weiteres Potenzial zur Personalisierung heben. Das ist auch die Grundlage für den zweiten Marketer-Vorsatz 2017.

2. Ich will personalisieren 

Dank dieser automatisierten Datenanalysen und künstlicher Intelligenz, lernen Marketer Ihre Kunden besser kennen und gewinnen neue Einblicke in das Kaufverhalten. Gleichzeitig können sie ihnen personalisierte Informationen/Werbung/Anzeigen zur Verfügung stellen; und zwar zum richtigen Zeitpunkt, mit dem richtigen Inhalt – passend zu der Situation in der sich der Kunde gerade befindet.

Das bedeutet auch, dass sich die Kanäle, über die Marketer ihre Kunden ansprechen, verlagern: Messaging Apps wie der Facebook Messenger, WhatsApp, Skype und allen voran Snapchat gewinnen immer mehr Nutzer hinzu und werden damit 2017 wichtiger fürs Marketing. Das bedeutet nicht, dass Sie jeden Trend sofort mitgehen müssen. Zumal es nicht ratsam ist, „einfach mal zu starten”. Wie bei allen anderen Marketing-Disziplinen muss auch Social-Media-Marketing und -Advertising einer Strategie folgen. Definieren Sie also Ziele und überprüfen Sie den ROI.

Darüber hinaus ist besonders im B2C-Marketing nicht zu unterschätzen, dass Kunden sich über diese personalisierte, zielgenaue Ansprache zunächst wundern. Vielleicht finden sie diese im ersten Moment sogar etwas „gruselig“. Deshalb ist es wichtig in diesem Kontext zu dokumentieren, wie die Privatsphäre der Kunden geschützt wird und das auch zu kommunizieren. Der Kunde muss sich sicher sein können, dass keine Informationen über ihn gesammelt werden, durch die er persönlich identifizierbar ist.

3. Ich will Abteilungsdenken überwinden 

Nehmen Sie sich für 2017 vor, das Abteilungsdenken in Ihrem Unternehmen zu überwinden: Informationen über Kunden müssen im gesamten Unternehmen zur Verfügung stehen. Wollen Sie den Kunden eine nahtlose positive Erfahrung bieten, ist teamübergreifende Zusammenarbeit nicht nur bei der Datenauswertung wichtig. Auch Planung, Content-Erstellung und Durchführung von Kampagnen dulden keine getrennten Datentöpfe. Wenn E-Mail-Marketer auf andere Ressourcen zugreifen als das Social-Media-Team, besteht die Gefahr, dass der Verbraucher mit inkonsistenten oder doppelten Botschaften angesprochen wird.

Dazu gehört es auch, die IT stärker einzubinden und sie am Marketingerfolg teilhaben zu lassen. Sie stellt schließlich die Technologie dafür zur Verfügung. Auch was die Möglichkeiten angeht, mit dem Kunden zu kommunizieren, ist 2017 das Jahr um solche Grenzen zu überwinden: Das Stichwort heißt Cross-Channel-Marketing. Der Kunde muss über alle Kanäle, telefonisch, über die Webseite, Soziale Medien, den Chat usw. positive Erfahrungen machen.

4. Ich will Mobile Marketing umsetzen 

Laut Global Web Index suchen 80 Prozent der Verbraucher Informationen im Internet über ihr Smartphone. 34 Prozent benutzen einen Smart TV. Auch darauf sollten Marketer eingehen und ihren Content entsprechend anpassen – „Cross Device“ nennt sich die Königsdisziplin des Mobile Marketings. Die Herausforderung hier ist es, geräteübergreifend eine konsistente Markenpräsenz zu erzeugen. Was aber gilt es, im Mobile Marketing zu beachten? Orchestrierung ist entscheidend, um den Kunden langfristig an sich zu binden. Denn wer einmal im (mentalen) Spam Ordner eines Kunden gelandet ist, kommt nur schwer wieder heraus.

Mobile Marketing ist nicht als Mittel für den kurzfristigen Erfolg zu sehen – es geht darum, den Kunden dauerhaft abzuholen. Greg Stuart, CEO Mobile Marketing Association bestätigt: „Auf keinem anderen Kommunikationskanal kommen Marketer näher an die Verbraucher heran, als über mobile Endgeräte. Es gibt keine andere Plattform, die so persönlich und so weit verbreitet ist und damit die Gelegenheit zu unmittelbarer Nähe bietet.“

Wir wünschen Ihnen, dass Sie mit unseren Ideen gut ins Jahr 2017 starten – vorbereitet auf die spannenden Themen, die uns erwarten.

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