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Der Modern Marketing Blog beleuchtet die neusten Entwicklungen, Strategien und Technologien im Marketing.

Content-Marketing outsourcen: Vorteile und Nachteile

Sylvia Jensen
Sr. Director of EMEA Marketing

In einer perfekten Welt wäre eine Marketingabteilung dazu in der Lage, genau den richtigen Content für eine erfolgreiche, neukundengewinnende Marketingstrategie zu erzeugen.

 

Allerdings zeigt eine Studie von Forrester, dass viele B2B-Marketer Schwierigkeiten haben, erfolgreiches Content-Marketing zu betreiben.

  • 72 % der Befragten gaben an, dass weniger als die Hälfte ihrer Marketingmitarbeiter eine zentrale Rolle in der Content-Marketing-Strategiefindung spielen.
    Das Ergebnis? Content wird schnell zur Verkaufsbotschaft, statt den Käufern nützliche und clever verpackte Informationen zu liefern.
  • 71 % gaben an, dass Ihr Content Fallstudien oder Kundenerfahrungen beinhaltet, aber nur bei ...
  • 3 % ist dies ein Schlüsselfokus ihrer Marketingarbeit. Noch beunruhigender allerdings ist, dass zwar drei Viertel der Befragten angaben, dass sie häufig mit ihrem Kundenstamm kommunizieren, jedoch lediglich ...
  • 5 % dies zu ihrer Priorität machen. Das bedeutet, dass Marketer stärker am Verkaufen interessiert sind als daran, langfristige Bindungen zu vorhandenen Kunden zu pflegen.

Unternehmen, denen es nicht gelingt, das Potenzial ihres Content-Marketings auszuschöpfen, laufen Gefahr, hinter ihrer Konkurrenz zurückzubleiben, wenn diese sich zugänglicher und proaktiver zeigt.

Wenn Sie vermuten, dass dies in Ihrem Unternehmen der Fall ist, wäre es wahrscheinlich an der Zeit, sich außerhalb Ihres Unternehmens nach einem Anbieter für Content-Marketing umzusehen.

Doch welche Vor- und Nachteile hat die Einbeziehung Dritter?

 
Vorteil

„Ich bin nicht mehr dafür verantwortlich!“

… sondern der Dienstleister, mit dem Sie für Ihr Content-Marketing zusammenarbeiten.

Das heißt, Ihr Zulieferer ist für den gesamten Prozess verantwortlich – von der Erzeugung der Inhalte und der Bereitstellungsplanung bis hin zur Gewährleistung, dass der Content immer zielgerichtet ist.

Und Ihre Rolle? Die Ergebnisse des Dienstleisters und den ROI für Ihre Unternehmensführung im Auge zu behalten.

 

Nachteil

„Ähm… ich bin nicht mehr dafür verantwortlich...“

Obgleich Sie letztendlich die Kontrolle über alles haben, übertragen Sie eine Ihrer wichtigsten Marketingabteilung an einen externen Partner, der höchstwahrscheinlich Ihre Branche und Ihr Unternehmen nicht so gut kennt wie Sie selbst.

Es kann sein, dass Sie am Ende viel Zeit damit verbringen, Instruktionen und Korrekturen an Ihren Dienstleister zu senden, um sicherzustellen, dass der Content auch wirklich zielgerichtet ist, und detaillierte und passende Einblicke liefert, die Ihren vertrauten Klienten und potenziellen Kunden gefallen werden.

Dies könnte Ihr Team viel Zeit und Ressourcen kosten.

 

Best Practices: Wie man den richtigen Partner findet

Wie wählen Sie den richtigen Anbieter für Ihr Unternehmen? Hier sind einige nützliche Tipps:

  1. Fragen Sie den Anbieter nach Referenzen und Arbeitsproben von Kunden aus einer ähnlichen Branche.

    Denn schließlich ist es Aufgabe der Agentur Sie zu überzeugen, dass sie prägnanten – zu Ihrem Unternehmen passenden – Content liefern kann.​
     
  2. Fragen Sie den Anbieter nach einem Überblick seines Projektplans.

    Welche sozialen Plattformen möchte er nutzen? Kennt die Agentur den Unterschied zwischen Prezi und VideoScribe? Oder zwischen SlideShare und Uberflip? Die Agentur sollte dazu in der Lage sein, eine überzeugende Vision für Ihren Content darzulegen und auch, wie diese präsentiert und verbreitet werden soll.
     
  3. Achten Sie darauf, ob der Anbieter eigene neue Ideen mitbringt.

    Sie möchten die Agentur nicht nur laufend briefen müssen. Sie sollte Sie überraschen, erfreuen und herausfordern. Warum sollte man andernfalls überhaupt einen externen Partner mit ins Boot holen?
     
  4. Verlangen Sie einen dreimonatigen Projektplan und Beispiele.

    Das wird Ihnen ein reales Gefühl für die Vorgehensweise und Fähigkeiten der Agentur geben.
     
  5. Bestehen Sie darauf, dass die besten Leute des Dienstleisters für Sie eingesetzt werden.

    Unterzeichnen Sie keinen Vertrag, durch den Ihr Unternehmen in den Händen eines unerfahrenen Marketingmitarbeiters landet. Stellen Sie sicher, dass die maßgeblichen Führungskräfte Ihres Unternehmens für Fragen zu unternehmensinternen Vorgängen und Prozessen zur Verfügung stehen.

    Teilen Sie Ihr Wissen mit dem Dienstleister, damit er Ihr Unternehmen eingehend kennenlernen kann.

 

Vorteil

„Tschüss, Silos!“

Ein neuer Blickwinkel kann neue Impulse in Ihr Marketing bringen und Ihre Arbeitsprozesse in ein anderes Licht rücken.

Ein guter externer Partner wird Ihnen helfen, Silos in Ihrem Unternehmen abzubauen.


Nachteil

„Hallo, Organisationshölle!“

Wenn Ihr Dienstleister nicht gut organisiert ist, könnte das zu Verwirrung und Zweifeln bei der Zusammenarbeit führen.

Möglicherweise kümmert sich die Agentur zum Beispiel nicht konsequent um Ihre Kunden oder hält Sie nicht auf dem Laufenden.

Oder es stellt sich heraus, dass sie nicht zu der Denkweise Ihres Unternehmens passt.

Der Auswahlprozess dient dazu, die Agenturen auszusieben, die mehr Arbeit als Hilfe bedeuten.

 
Best Practices: Die Zusammenarbeit mit Ihrem Partner

Den richtigen Anbieter auszuwählen ist erst der Anfang. Wie soll es nun weitergehen?

  1. Wenn Sie sich für einen Anbieter entschieden haben, behalten Sie dessen Pläne und bereits gelieferten Content im Auge (besonders in den ersten drei Monaten). 

    Geben Sie bei Bedarf Hilfestellung.
     
  2. Organisieren Sie regelmäßige Content-Meetings, persönlich oder per Skype.

    Es ist wichtig, den Dienstleister zu integrieren und nicht als Fremdkörper zu behandeln, den man „feuern und vergessen“ kann. Schließlich würden Sie ja auch ein firmeninternes Marketingteam nicht über einen längeren Zeitraum ohne regelmäßige Überprüfungen ihrer Fortschritte vor sich hinarbeiten lassen.
     
  3. Prüfen Sie die Daten und Analysen des Content-Marketing Ihres Anbieters.

    Erfüllt es seinen Zweck? Welcher Content ist besonders erfolgreich? Gibt es Schwächen? 
    Letztendlich müssen Sie Ihren Vorgesetzten beweisen können, dass der Dienstleister sein Honorar wert ist.
     
  4. Halten Sie den Anbieter über die neuesten Entwicklungen innerhalb Ihres Unternehmens auf dem Laufenden.

    Je mehr Informationen er hat, desto einfacher ist es für die Agentur, wachstumsfördernden Content für Ihr Unternehmen zu kreieren.
     
  5. Stellen Sie sicher, dass der Anbieter auch wirklich in Ihre Branche eindringt und nicht nur oberflächlich agiert.

    Die Mitarbeiter der Agentur müssen Networking betreiben und an wichtigen Veranstaltungen teilnehmen, um zu Experten in Ihrer Branche zu werden.

 

Denken Sie daran:

  • Machen Sie Ihre Hausaufgaben, wenn es darum geht, den richtigen Dienstleister auszuwählen. Wichtiger noch: Stellen Sie sicher, dass dieser seine Hausaufgaben ebenfalls erledigt.
  • Seien Sie bereit dazu, Verantwortung abzugeben. Der Anbieter muss Handlungsspielraum haben und sollte nicht das Gefühl haben, dass er zu sehr kontrolliert wird.
  • Kommunizieren Sie regelmäßig mit Ihrem Anbieter, damit alle auf dem Laufenden sind.
  • Bauen Sie eine langfristige Beziehung auf. Sie könnte zu einer der erfolgsträchtigsten für Ihr Unternehmen werden.​​​
  • Seien Sie gegebenenfalls bereit, den Anbieter zu feuern, wenn er mittel- bis langfristig keine Rendite einbringt.

 

Schlussfolgerungen:

  • Suchen Sie nach geeigneten Partnern.
  • Seien Sie bereit, einen Teil der Verantwortung abzugeben.
  • Vergessen Sie nicht, dass Geschäftsbeziehungen regelmäßige Kommunikation erfordern.

 

Für zielgerichtetes Content-Marketing holen Sie sich unseren eGuide: ‘Modern Marketing Essentials Guide: Content Marketing’

 

 

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