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Content Marketing - Ein Begriff spaltet die Nation

Anke Pantel
Marketing Manager DECH

Vor einigen Wochen geisterte zum ersten Mal eine Art „Abrechnung“ mit dem hochgelobten Content Marketing durch die Medien.

So wurde in einem Artikel darüber berichtet, dass dieses Buzzword doch überbewertet würde. Und überhaupt: Die magische Wirkung auf das Business, die unzählige Marketer dem Content Marketing zuschreiben, ist nichts als heiße Luft. So jedenfalls liest sich der Abgesang auf die seinerzeit vielversprechendste Technologie der Markenbildung und -bindung. Als dann auch noch weitere Stimmen laut wurden und in das gleiche Horn bliesen, war der Ärger in der Branche vorprogrammiert.

Unter anderem bekannte sich ein Unternehmensberater zu einem wahren Fan des Content Marketings und ließ keine mediale Lücke ungenutzt, um dies mehr als deutlich klarzumachen. Darauf folgte ein Schlagabtausch von mehreren, mehr oder weniger wichtigen und bekannten Werbeexperten in Deutschland. Jeder behauptete von sich, die Ahnung und den Durchblick zu haben – sowohl die Befürworter als auch die Gegner.

Zen-Linie: Ruhe und Kraft durch Denken

Wir haben erst gar nicht versucht, uns öffentlich in diese Diskussion einzumischen. Vielmehr haben wir uns zurückgelehnt und erheitert verfolgt, wie jede der beteiligten Parteien für sich definierte, im Recht zu sein. Aber an welcher Stelle hat eine Werbe-Technologie etwas mit Recht zu tun? Ist es nicht so, dass der Zweck die Mittel heiligt? Apropos heilig: Im Zen-Buddhismus liegt der Schwerpunkt der Ausgeglichenheit auch in der Kraft der Ruhe. Zu dieser gelangt man unter anderem durch Denken. Und so denken wir, dass es besser ist, sich aus derlei Diskussionen herauszuhalten. Denn unser Standpunkt ist eigentlich klar: Content Marketing sollte nicht nur dazu nutzen, schöne Stories zu erzählen. Content Marketing ist vielmehr ein geeignetes Tool, um seine Vertriebs- und Marketingaktivitäten zu unterstützen.

Diese Inhalte sind wichtig, um Kunden oder solche, die es werden sollen, zu informieren. Es nutzt nichts, wenn ein Unternehmen dermaßen überheblich ist, dass es glaubt, allein durch die Macht der Marke Umsatz zu machen. Diese Bekanntheit und Beliebtheit muss erst einmal erarbeitet werden. Und der schnellste und effektivste Weg dafür ist der über Inhalte. Sie beraten den Kunden, sie geben Auskunft über den Nutzen, sie unterhalten – aber sie sind nicht unnötig. Sie sind nicht überflüssig, wie uns die Content-Gegner glauben machen wollen.

Altbewährt ist nun mal gut – auch wenn neue Besen oft besser kehren

In unserem Business ist Content Marketing ein mächtiges Werkzeug, mit dem glaubhafte Kampagnen geplant und realisiert werden können. Im Zusammenspiel mit der Marketingautomation haben Verantwortliche die Möglichkeit, blitzschnell auf äußere Einflüsse, auf Bedürfnisse oder auf Vorlieben der Konsumenten zu reagieren. Wissensdurst kann man nun mal nicht mit einer Werbeanzeige stillen!

Zugegeben: Lediglich ein Bruchteil des weltweit produzierten Contents wird gelesen beziehungsweise vom Konsumenten wahrgenommen. Aber hey – das ist völlig in Ordnung. Auch klassische Werbeanzeigen erreichen nun mal nicht jeden. Wir glauben fest an diese Inhalte, die glaubwürdig und authentisch einen echten Mehrwert bieten – und nicht nur bunte Bilder.

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