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Wie Docker die Bereitstellung von Anwendungen vereinfacht

Sowohl bei Public wie auch bei Private Clouds, und insbesondere bei Hybrid Clouds, kommt es darauf an, Anwendungen möglichst schnell und flexibel bereitstellen zu können. Die traditionelle Software-Installation ist jedoch zu schwerfällig, um diese Anforderung zu erfüllen, denn der Wechsel von einer Installation zur anderen muss innerhalb weniger Minuten oder sogar Sekunden möglich sein. Idealerweise sollten sich Applikationen ebenso wie einzelne Dateien duplizieren, verschieben, öffnen beziehungsweise starten und auch wieder löschen lassen.

Was ist Docker?

 
Docker hat sich in den vergangenen Jahren zu einer der wichtigsten Technologien im Cloud-Umfeld entwickelt. Die Software ermöglicht das Verpacken von einzelnen Anwendungen inklusive aller ihrer Abhängigkeiten in Containern, die sich in beliebiger Zahl starten und in Form von Images einfach kopieren lassen.

 

Genau das ermöglicht die Open-Source-Software Docker des gleichnamigen, in Kalifornien beheimateten Unternehmens. Mit ihr lassen sich Images von Anwendungen mitsamt allen Abhängigkeiten wie Bibliotheken, Hilfsprogrammen, statischen Daten, Laufzeitumgebungen und eigener Code in einen Container verpacken. Die Container-Technik ermöglicht es, Applikationen problemlos von einem Host zum anderen zu bewegen. Das erleichtert vor allem Rechenzentren und Cloud-Providern die Arbeit, da sie ihre Anwender und Kunden schnell und unkompliziert mit der Laufzeitumgebung versorgen können. Aber auch Entwickler greifen gern zu Docker, um Anwendungen in verschiedenen Umgebungen früher zu entwicklen, testen und betreiben.

Einfache Bereitstellung von Anwendungen

Docker-Container liegen als Image-Dateien vor, die sich ruckzuck kopieren lassen. Diese lassen sich ohne zeitraubende Installation starten. Aus einem Image können beliebig viele Container entstehen, da Schreibzugriffe sich nicht auf das Image selbst, sondern auf ein eigenes Dateisystem auswirken. Docker ist hochgradig skalierbar, was ebenfalls die Datacenter und Provider freut. Wird eine bestimmte Applikation plötzlich verstärkt nachgefragt, lassen sie aus dem vorhandenen Image einfach weitere Container erzeugen. Und sobald sie nicht mehr benötigt werden, können die Container einfach gestoppt oder wieder gelöscht werden.

Unterschied zwischen Docker und Virtualisierung

Wie lässt sich Docker nun von der Virtualisierung etwa mit VMware oder Hyper-V abgrenzen? Der Unterschied zwischen einem Docker-Container und einer virtuellen Maschine ist, dass der Container lediglich die Anwendung und die von ihr benötigten Module enthält, während die virtuelle Maschine auch ein Betriebssystem umfasst. Container sind daher kleiner und leichtgewichtiger, man könnte die Containerisierung auch als "Virtualisierung lite" bezeichnen. Der Nachteil: Wenn mehrere Container auf dem gleichen Betriebssystem-Host laufen, sind sie nicht so stark voneinander abgeschirmt wie virtuelle Maschinen.

Docker Prozess, Architektur und Erklaerung

Docker basiert auf verschiedenen Linux-Funktionen wie Cgroups und Namespaces und wird üblicherweise auf der Kommandozeile ausgeführt. Linux ist auch die am häufigsten genutzte Betriebssystem-Plattform für Docker. Die Software kann allerdings mittels Hyper-V auch auf Windows und mit Oracle VirtualBox zusätzlich auch auf Mac OS X ausgeführt werden. In der Community Edition ist die Software als Open Source kostenlos und läuft unter einer Apache-Lizenz. Daneben bietet der Hersteller eine kostenpflichtige Enterprise Edition an, die zusätzlich Support und Zertifizierungen umfasst.

Der Bau eines Docker-Images ist eine anspruchsvolle Aufgabe und erfordert eine intensive Beschäftigung mit der Software. Docker hat daher einen Hub eingerichtet, wo man sich aus zigtausenden von vorgefertigten Images bedienen kann.

 

Weitere Infos zu Docker und Kubernetes:

Blogbeitrag: Wie Kubernetes den Einsatz von Containern automatisiert

 

Kontakt:

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Bilder/Grafiken: Oracle, freecodecamp.org, Wikipedia, mesos.apache.org

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