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  • 6. June 2018

3 Prioritäten für 2018: Was Datenbankadministratoren dringend tun sollten, um ihre Karriere zu fördern

Viele Datenbankadministratoren, kurz DBAs werden sich 2018 die Frage stellen, ob automatisierte Datenbanken ihre Karrierechancen schmälern. Doch wahrscheinlicher ist, dass dieses Jahr ein Jahr des Wandels wird, in dem die Datenbanktechnologie rasante Fortschritte macht und dadurch den Datenexperten die Chance eröffnet, mehr Verantwortung zu übernehmen und direkt zum Erfolg ihres Unternehmens beizutragen.

 

 

„Die Geschichte wiederholt sich“, meint der erfahrene Datenbankadministrator Dan Morgan, Gründer von Morgan’s Library und Chefberater des Technologieunternehmens Meta7. Im Laufe der Jahre hat Morgan beobachtet, wie sich die Rolle des DBA infolge zahlreicher technologischer Fortschritte in den Bereichen Datenspeicherung sowie Datenbankmanagement und -performance gewandelt hat. Jede Innovation hat die DBAs dazu gezwungen, ihre Arbeitsweise anzupassen.

 „Unsere erste Reaktion ist immer: ‚Moment mal, ich habe doch gerade alles perfekt im Griff – können wir nicht einfach so weiter machen wie bisher?‘“, so Morgan. Es dauert immer eine gewisse Zeit, bis die DBAs schließlich erkennen, dass die neue Technologie sie bei ihrer Arbeit unterstützt und ihnen ihre Tätigkeit erleichtert. „Ich kenne niemanden, der ernsthaft der Meinung ist, dass wir das Rad der Zeit zurückdrehen und die Nutzung von [innovativen Oracle-Datenbanklösungen wie] Automated Storage Management, Enterprise Manager oder Exadata einstellen sollten.“

Gleiches wird nach Einschätzung Morgans für die Oracle Autonomous Database gelten, die Backup-Prozesse automatisiert und sich kontinuierlich selbst patcht, konfiguriert und aktualisiert – völlig ohne manuelles Eingreifen und bei laufendem Betrieb. Allerdings ist für ihn auch klar, dass DBAs nach dem Wegfall der manuellen Routineaufgaben nach neuen Wegen suchen müssen, einen Mehrwert für ihr Unternehmen zu generieren.

„Wir DBAs müssen vom Bildschirm zurücktreten und die bestehenden Geschäftsprozesse aus Sicht des CFO, des CTO und unserer anderen internen Kunden betrachten. Wir müssen neue Wege finden, mit unserem Datenbank-Know-how zum Erfolg des Unternehmens beizutragen“, resümiert Morgan.

 

Aus diesem Grund empfehlen wir Datenbankadministratoren, 2018 die folgenden vier strategischen Prioritäten zu setzen:

1. Informieren Sie sich über die Vorteile Cloud-basierter Datenbankservices

Die Cloud versetzt Unternehmen in die Lage, neue Features ohne langwierige Upgrades zu nutzen und so schneller von neuen Technologien zu profitieren. DBAs können hier eine Vorreiterrolle übernehmen und ihren Unternehmen den Weg zu diesen neuen Möglichkeiten weisen.
„Mit einem Cloud-basierten Datenbankservice nutzen Sie immer die neueste Softwareversion“, erläutert Maria Colgan, eine leitende Produktmanagerin im Bereich Datenbankentwicklung bei Oracle. „Das ist ein klarer Vorteil, aber es nimmt Sie als DBA in die Pflicht, sich über die neuen Funktionen zu informieren, die Ihnen damit zur Verfügung stehen.“

Was Datenbankadministratoren dringend tun sollten, um ihre Karriere zu fördern

Colgan rät, zunächst einen der weniger umfangreichen Datenbankservices in Anspruch zu nehmen, wie beispielsweise den Exadata Express Cloud Service, der auf Oracle Database 12.2 und Oracle Exadata basiert. „Nicht jedes Unternehmen nutzt intern ein speziell für Datenbanken konzipiertes System wie Exadata“, fügt sie erläuternd hinzu, „doch genau das finden sie in der Cloud vor. Also müssen die für den Betrieb Verantwortlichen sich mit den Vorteilen einer Datenbank mit dieser Konfiguration vertraut machen.“

Beispielsweise sollten DBAs herausfinden, welche bisher undenkbaren Anwendungsszenarien mit den neuen Datenbankversionen möglich sind. Colgan empfiehlt: „Zeigen Sie den Verantwortlichen in Ihrem Unternehmen, wie Sie mit Oracle Database In-Memory Echtzeitanalysen erstellen können, die ihnen die Entscheidungsfindung in Fragen der Lagerhaltung erleichtern“ oder wie das zeitgleiche Patching von mandantenfähigen Datenbanken die Sicherheit stärkt. „Nutzen Sie Cloud-Datenbanken und finden Sie heraus, welche Funktionen und Features sie bieten.“

Datenbankadministratoren, die mehr über Cloud-Services wissen, können außerdem schneller Ergebnisse erzielen, meint der langjährige Datenbankentwickler Martin D’Souza. Wer sich dagegen ausschließlich auf eine langsamere, weniger flexible On-Premises-Infrastruktur verlässt, veranlasst geschäftliche Nutzer und Entwickler möglicherweise dazu, auf eigene Faust auf die Cloud umzusteigen.

D’Souza hat dies im Rahmen eines kürzlich abgeschlossenen Projekts mit eigenen Augen beobachtet: „Die DBAs waren nicht in der Lage, unser Projekt im gewünschten Tempo zu unterstützen, weil sie zu stark mit anderen Aufgaben beschäftigt waren“, erinnert er sich. „Also haben wir einen externen Cloud-Serviceanbieter kontaktiert und mit der Arbeit an dem Projekt begonnen. Später haben die DBAs uns dann unterstützt. Doch wir hätten das Projekt auch ohne sie erfolgreich durchführen können.“

Aus diesem Grund empfiehlt D’Souza Datenbankadministratoren, diese Dynamik umzukehren. „Werden Sie zum Experten, der die Vorteile der Cloud genau kennt. Die Entscheidungsträger in Ihrem Unternehmen glauben womöglich, dass ein bestimmtes IT-Projekt Monate dauern und dabei Unmengen an Geld verschlingen wird. Doch Sie haben Ihre Hausaufgaben gemacht und einen Cloud-Service gefunden, der den gewünschten Leistungsumfang für fünf Dollar pro Monat bietet. Auf diese Weise können Sie demonstrieren, dass Sie wissen, wie man Zeit und Geld sparen kann.“

2. Zeigen Sie Ihren Entwicklern die Vorteile moderner Datenbanken

Da der DevOps-Ansatz in der Softwareentwicklung immer weitere Verbreitung findet, ist nach Ansicht Colgans eine intensivere Kooperation zwischen DBAs und Anwendungsentwicklern erforderlich. „Das Entwicklerteam gibt nicht einfach eine Datenbank in Auftrag, um sich dann anderen Aufgaben zuzuwenden, sondern sucht in enger Zusammenarbeit nach einer passenden Lösung“, erläutert sie. Das gibt DBAs die Gelegenheit, sich als Experten für ihre Plattform zu präsentieren und den Entwicklern zu zeigen, wie sie die Features und Funktionen der Datenbank optimal nutzen können.

Was Datenbankadministratoren dringend tun sollten, um ihre Karriere zu fördern

„Hervorragende Java- oder Node.js-Entwickler sind nicht automatisch SQL-Experten“, meint Colgan. Wenn die Entwickler die Funktionalität der Datenbank voll ausnutzen, können sie sich die mühsame Erstellung eigener Routinen ersparen und sehr viel effizienter arbeiten. Deshalb empfiehlt Colgan: „Die DBAs sollten die Entwickler zu ihren Zielsetzungen befragen und ihnen geeignete Datenbank-Features empfehlen. So lässt sich vermeiden, dass sie viel zu viele Daten auslesen und dann im Anwendungscode Analysen durchführen, die in der Datenbank einfacher und effizienter möglich sind.“

Ein weiteres gutes Beispiel ist ihrer Ansicht nach die Tendenz vieler Entwickler, Daten in JSON-Dokumenten zu speichern. Viele von ihnen wissen jedoch nicht, dass sie JSON-Dokumente in Oracle-Databanken speichern und mit bestehenden relationalen Datenbeständen verknüpfen können. Darin sieht Colgan eine große Chance für Datenbankadministratoren: „Zeigen Sie ihnen, dass es nicht erforderlich ist, Daten aus verschiedenen Quellen in die Anwendung zu laden.“

DBAs, die auf die Anforderungen der Entwickler eingehen, übernehmen eine neue Rolle: „Sie sind jetzt nicht mehr nur dazu da, Datenbanken einzurichten und zu patchen und Backups anzulegen, sondern Sie unterstützen die Anwendungsentwickler bei der Feinabstimmung des Front-Ends“, so Colgan.

Francis Mignault, CTO von Insum Solutions, weist ebenfalls darauf hin, dass die Cloud den Nutzern von Oracle Database und SQL neue Möglichkeiten eröffnet. Er sieht das in allen Oracle Database Cloud Services kostenlos verfügbare Oracle APEX als „hervorragendes Tool zur Bereitstellung neuer datengestützter Services und Anwendungen. Es unterstützt Web-Services, APIs, Datenexporte, ansprechende grafische Darstellungen und die Integration von Oracle JET. Außerdem ist es mit ORDS [Oracle REST Data Services] integriert.“

3. Machen Sie Ihre Datenbankinfrastruktur fit für neue Technologien

Viele Unternehmen sind mittlerweile bereit, etablierte geschäftskritische Anwendungen in die Cloud zu migrieren. Dabei müssen auch die jeweiligen Datenbanken ausgelagert werden. Nach Ansicht von Ross Smith, der als Chief Architect bei dem auf Systemintegration spezialisierten Unternehmen Pitss America tätig ist, eröffnet diese Migration DBAs neue Möglichkeiten – wenn sie wissen, wie sie sie mitgestalten können.

„Die alten Systeme, die abgelöst werden sollen, sind oft geschäftskritisch. Deshalb müssen wir als Datenexperten die Verantwortlichen in unseren Unternehmen fragen, was diese alten Systeme genau tun, und ihnen neue, zukunftsorientierte Alternativen empfehlen“, so Smith. Er rät DBAs dazu, die im Unternehmen genutzten Funktionen der betreffenden Anwendungen zu analysieren und den Entscheidungsträgern innovative Datenbankservices und neue Technologien wie beispielsweise NoSQL zu präsentieren, die die erforderlichen Funktionen bereitstellen und darüber hinaus die Vorteile der Cloud bieten.

Weitere Möglichkeiten ergeben sich aus dem Internet der Dinge (IoT). Hier sind DBAs gefragt, die in der Lage sind, Datenbankinfrastrukturen für die Verarbeitung und Speicherung von Streaming-Daten zu konfigurieren. Das IoT generiert „extreme Datenvolumen in hoher Geschwindigkeit“, wie Jerry Ward, ein Datenbankentwickler des IT-Beratungsunternehmens Viscocity, treffend bemerkt. „Die Verarbeitung von Datenströmen statt Batch-Jobs, die Behebung von Engpässen in einzelnen Datenbanken und in der Infrastruktur und die Zusammenführung von weltweit verteilten Datenquellen in der Cloud – diese Aufgaben fallen sämtlich in den Zuständigkeitsbereich des DBA.“

Schauen Sie sich unser Video an und erfahren Sie von Oracle Master Product Manager Maria Colgan alles über die Rolle der DBAs in der Oracle Autonomous Database Cloud:

Darüber hinaus besitzen DBAs wichtige Kenntnisse, die für die Bereitstellung von Chatbot-basierten Funktionen erforderlich sind. Beispielsweise wissen sie, wie sich Back-Office-Datenbanken mit Sprachassistenten verknüpfen lassen. Nach Ansicht von John Dixon, einem leitenden IT-Experten bei dem auf Cloud-Migrationsprozesse spezialisierten Unternehmen JMJ Cloud, werden derartige Services zunehmend das Interesse der Führungsetage wecken.

Er findet: „Sprachassistenten und Oracle Database passen hervorragend zusammen. Der Exadata Cloud Service bietet in ORDS ein fantastisches Tool für die Bereitstellung von REST-Services an. Damit können Sprachassistenten auf die Engines zugreifen, die sie zur Beantwortung von Anfragen benötigen. Da DBAs bereits über das nötige Datenbank-Know-how verfügen, können sie sich die sonstigen erforderlichen Kenntnisse relativ leicht aneignen.“

Das sind nur einige von unzähligen guten Gründen, sich mit der Autonomous Database Cloud von Oracle vertraut zu machen. Wie wird sie ihren Aufgabenbereich und ihre Arbeitsabläufe verändern? Wie können Sie die auf maschinellem Lernen basierenden Automatisierungsfunktionen nutzen, um Kosten zu senken und die Datensicherheit zu stärken? Dan Morgan von Morgan’s Library ist jedenfalls von den Vorteilen der Oracle-Lösung überzeugt: „DBAs sollten nicht länger sinnlos gegen die Automatisierung ankämpfen. Stattdessen sollten sie sie intelligent nutzen und davon profitieren.“

In unserer englischsprachigen Podcast-Reihe OracleNext liefert Jeff Erickson in Autonomous Database & The Changing Role of the DBA interessante Infos, hören Sie einfach mal rein:

 

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Was Datenbankadministratoren dringend tun sollten, um ihre Karriere zu fördern

 

Kontakt:

Wenn Sie noch mehr darüber wissen möchten, dann spreche ich gerne mit Ihnen per E-MailLinkedIn oder Xing. Daniel Fritsch, Digital Marketing Manager.

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