X

Neuste Trends, Tipps, Strategien &
Events rund um das Thema Cloud

  • 19. October 2016

Wandel: IT-Abteilungen der Zukunft - ein Ausblick auf 2020

Hätten wir noch vor einigen Jahren gedacht, dass es heute so viele Smartphones gibt? Hätten wir den damit verbundenen, zunehmenden Druck auf die IT-Abteilung erkannt? Hätten wir erwartet, dass Big Data und die Cloud derartige Auswirkungen haben wie heute? Tatsache ist, dass die Konvergenz aus Mobilität, Big Data, die Cloud, Kollaborationstools und das Internet der Dinge (Internet of Things - IoT) große Änderungen mit sich bringt – nicht nur für Unternehmen im Allgemeinen, sondern auch für die Rolle und Funktion der IT-Abteilung.

Technologie befindet sich in einem Aufwärtstrend und verändert die Verhaltensweisen von Unternehmen und Endanwendern. Anstatt passiv Kunden zu überwachen, um Einblicke in ihre Verhaltensweise zu erlangen, wird die IT eher mit ihnen zusammenarbeiten und Endanwendern dabei helfen, effizienter zu arbeiten.

Fragen Sie sich selbst: Wie werden IT-Abteilungen im Jahr 2020 aussehen? Wie wird sich die Rolle des CIO verändern und inwieweit wird dadurch der Arbeitsablauf der IT-Abteilung beeinflusst? Wie werden Endanwender im Unternehmen damit Schritt halten?

Wandel der IT-Abteilung

In der heutigen Technologiewelt geht es weniger um operative Bereitstellung und Infrastruktur, als darum, Lösungen zu finden und geshäftlich zusammenzuarbeiten. IT-Abteilungen werden kleiner, da Unternehmen operative Tätigkeiten an externe Dienstleister ausgliedern. Endanwender sind mehr denn je gefordert, für einen reibungslosen Funktionsablauf zu sorgen.

Bis 2020 werden wir kleinere IT-Aufgabenbereiche haben, die höher qualifiziert und strategischer ausgerichtet sind. In der Technologie wird es eher um Anpassungen als um Kommodifizierung gehen. Das wird vor allem beim Thema Analysen und Big Data zutreffen. So genannte Data Scientists sind Mangelware, was bedeutet, dass Organisationen zunehmend auf externe Dienstleister zurückgreifen werden, da das Internet der Dinge (IoT) den Impuls für die Nachfrage nach Datenanalysten gibt. Von Endanwendern innerhalb der Organisationen wird erwartet, den Umgang mit Daten und das Ausführen vieler analytischer Funktionen zu erlernen, um das Geschäftswachstum zu unterstützen.

Eine neue Form der IT-Organisation wird erforderlich sein. Diese müsste agiler und unternehmensweit verteilt sein. Darüber hinaus werden Unternehmen Rechenzentren und Anwendungsarchitekturen so umgestalten müssen, dass bei Bedarf intelligente Echtzeitdaten bereitgestellt werden. Eine Integration ist nicht nur zwischen internen Systemen, sondern auch mit externen Datenquellen, einschließlich Sensoren, mobiler Apps und Partner-Websites notwendig. Diese komplexe Integrationsarchitektur muss hochleistungsfähig und mit einem Vollzeit-Support ausgestattet sein. Viele Organisationen werden Cloud Computing begrüßen. 

In dieser sich rasch wandelnden Umgebung werden sich Mitarbeiter aller Aufgabenbereiche darum drängeln, ihr Knowhow weiterzuentwickeln. Es wird erforderlich sein, sie nicht nur darin zu schulen, neue oder aktualisierte Anwendungen zu nutzen, sondern auch ihre Aufgaben effektiver auszuführen. Unternehmen müssen Wege finden, diesen Übergang zu erleichtern, damit die User neue Anwendungen und Arbeitsmethoden mit Big Data und der Cloud rasch annehmen.

Veränderte Aufgabenbereiche

Während IT-Führungskräfte eine wesentliche Rolle einnehmen werden, wird es eine Person geben, die das Unternehmen nach vorne bringen wird: der CIO. Diese Rolle erfordert ein fundiertes Verständnis im Beschaffungswesen, der Lieferkette, digitaler und physischer Vermögenswerte sowie der Kunden und Endanwender der Dienstleistungen, welche die IT anbietet. Dieser CIO hat eine Vision: er ist jemand, der die Flugbahn eines Balls vorhersehen kann, bevor er überhaupt ins Spiel kommt. 

Die neue Rolle des CIO setzt ein Verständnis für das Unternehmen als Ganzes, für Innovation sowie eine Vordenkerposition voraus und erfordert zudem einen Fokus auf Agilität anstatt auf Anpassung. Das wird eine große Herausforderung sein. Bisher war die Rolle des CIO von Vorsicht und Planbarkeit und nicht von Risikobereitschaft geprägt. Zukünftig wird es weniger um Kontrolle gehen, sondern darum, dem gesamten Unternehmen inklusive der Endanwender im Unternehmen die Möglichkeit zu bieten, Technologien effektiver zu nutzen.

Beim Übergang zu hypervernetzten Organisationen wird der CIO zum Hauptkooperationspartner und Verhandlungsführer, jemand der Einfluss auf die Leitung der Geschäftsbereiche hat und keine Maßnahmen diktiert. Er muss ein noch besseres Verständnis des Unternehmens sowie im Umgang mit Veränderung und der Leitung aller Beteiligten im Unternehmen haben. Diese Kompetenz wird vom CIO an IT-Profis und Endanwender weitergegeben.

Da Organisationen die Cloud nutzen, um ihre Anwendungen und die IT-Infrastruktur zu vereinfachen, könnten die meisten technischen Funktionen an Drittanbieter ausgelagert werden. Operative Funktionen werden unter Druck geraten. Und falls ein Risiko besteht, betrifft es die Mitarbeiter in extrem technischen Funktionen, die eine Infrastruktur bevorzugen, da diese wahrscheinlich ausgelagert werden kann. Dabei können jedoch bereits durchdachte Ansätze für Schulungen und Akzeptanz beim  Benutzer den Outsourcing-Trend verlangsamen. 

IT-Mitarbeiter werden neue Kenntnisse über Integration und Inszenierung von Technologie benötigen, da die Zahl der Beteiligten weiter wachsen wird, wenn mehrere Anwendungen, Technologien, Geräte und Dienstleistungsanbieter aufeinanderprallen, um eine einzige Lösung hervorzubringen. Zudem wird es eine große Nachfrage nach Kompetenz und Knowhow im Bereich Analysen und Big Data geben. Jobs im IT-Sektor werden sich verändern und die derzeitigen Rollen der IT-Mitarbeiter werden sich nur mit Unterstützung durch den CIO entwickeln, der für alle Beteiligten eintritt, die neue Anwendungen und Technologien effektiv nutzen müssen.

Da die Anforderungen und Bedürfnisse jedes Jahr weiter zunehmen, ist es wesentlich, sich nicht nur auf das Erkennen und Aneignen neuer Fähigkeiten und technischer Erfahrungen zu konzentrieren, sondern auch auf die Gesamtsituation hinzuweisen. Die IT-Abteilung der Zukunft wird sich weiterhin auf neue Technologien, neue Software und Hardware sowie auf die  gefragtesten neuen Fähigkeiten konzentrieren. 

Der wachsende Trend in Richtung Cloud wird sich auf alle Bereiche des Unternehmens ausweiten. Die Konsequenz daraus ist, dass sich Kunden schnell an die neuen Cloud-unterstützten Prozesse anpassen müssen. Endanwender müssen lernen, wie Oracle Cloud-Anwendungen zu nutzen sind, damit sie Prozesstransaktionen kompetent ausführen können.

Da alle Mitarbeiter — von Führungskräften bis Endanwender — von den bevorstehenden Veränderungen betroffen sind, ist es notwendig, Aktivitäten im Bereich der Benutzerakzeptanz mit denen der technischen Implementierung in allen Phasen eines IT-Projekts zu integrieren.

Es wäre also an der Zeit, Oracle User Adoption Services einzusetzen – Zusatzdienstleistungen, die den Veränderungsprozess beschleunigen. So können Sie die organisatorischen Veränderungen in Aktivitäten umwandeln, die von Benutzern und Managern umgesetzt werden können. Veränderungen werden stattfinden, aber wenn wir gut vorbereitet sind, gibt es keinen Grund, die Zukunft zu fürchten.

 

Kommentieren

Kommentare ( 0 )
Please enter your name.Please provide a valid email address.Please enter a comment.CAPTCHA challenge response provided was incorrect. Please try again.