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Die Vorteile von Linux - und wie man sie nutzen kann

Linux gilt mitunter immer noch als Ökosystem für Nerds. Stimmt aber nicht. Zwar sind Anwender, anders als etwa bei Windows oder Mac OS, im ersten Anlauf mit einer verwirrend erscheinenden Vielfalt von Linux-Systemen, sogenannten Distributionen, konfrontiert. Doch in IT-Abteilungen stellt man bald fest: einfachere Administration, mehr Flexibilität, schnellere Entwicklung und Bereitstellung sowie höhere Sicherheit – eine Palette von Gründen also, warum sich Administratoren und Entwickler zunehmend für Linux entscheiden.

 

Auf einen Blick: Die Vorteile von Linux - und wie sie sich nutzen lassen

 
Die Vorteile für Unternehmen reichen von einfacherer Administration bis zu mehr Flexibilität und Sicherheit. Ein schneller Überblick von Oracle.

 

In der digitalen Bronzezeit, vor fast 30 Jahren, wurde Linux für PCs auf Basis der Intel-x86-Architektur entwickelt. Inzwischen tummelt sich das Open-Source-System mit dem Pinguin-Logo auf mehr Plattformen als jedes andere Betriebssystem. Und seine Popularität steigt weiter: Linux ist heute das dominierende Betriebssystem für Server, Mainframes und sogar Supercomputer.

Die 500 schnellsten Supercomputer

… verwenden seit 2017 sogar ausschließlich Linux-basierte Betriebssysteme. Auch bei Webservern ist Linux extrem verbreitet. Umfragedaten von W3Techs zeigen: Rund 70 % der 10 Millionen Top-Websites laufen derzeit mit irgendeiner Art von UNIX – mehr als die Hälfte davon verwendet Linux.

Betriebssysteme, die auf dem Linux-Kernel basieren, werden auch in Embedded-Systemen wie Automatisierungssteuerungen, Netzwerkgeräten, Fernsehern, Spielkonsolen und Smartwatches eingesetzt. Und weil Android auf Smartphones dominiert, ist Linux auch die meistinstallierte Basis bei Allzweck-Betriebssystemen.

 

Funktionen und Benefits: Das Linux-Universum im Überblick

•      Docker ermöglicht, mehr Last auf der gleichen Hardware auszuführen. Das erhöht die Serverauslastung noch weiter als bei virtuellen Maschinen. Eine Docker-basierte Infrastruktur lässt sich leicht in verschiedene Umgebungen verlagern, z. B. in private, öffentliche oder gemeinsam genutzte Clouds. Und diese Infrastruktur ermöglicht es Entwicklerteams, in genau derselben Umgebung zu entwickeln, auf der die App läuft – was wiederum die Bereitstellungszeit verkürzt. 

Verwenden Entwickler Orchestrierungsplattformen wie Docker Swarm oder Kubernetes, dann können sie auch solche Aufgaben selbst verwalten, die bisher einen Systemadministrator erforderten. Zugleich lassen sich viele Entwicklungs-, Bereitstellungs- und Verwaltungsaufgaben einfach standardisieren und automatisieren. 

Erheblich vereinfacht wird auch die Führung und Kontrolle der Infrastruktur durch die Standard-Berichts- und Management-Tools von Docker. Das spart wertvolle Zeit für Systemadministratoren und erleichtert auch neuen Mitarbeitern das Verständnis und den Betrieb der Systeme im Unternehmen.

•      OpenStack: Ähnliche Vorteile, konkret nämlich effizientere Infrastruktur, eine schnellere Anwendungsentwicklung und -bereitstellung sowie eine vereinfachte Administration, bringt auch der Einsatz von OpenStack für Cloud Computing. 

Eine eigene private Cloud mit OpenStack-Orchestrierung ermöglicht die automatisierte Bereitstellung und Verwaltung von Servern, virtuellen Maschinen und Docker-Containern. Und öffentliche OpenStack-Anbieter übernehmen bei Bedarf die einfache Verwaltung von Lastverschiebungen bei den Datenflüssen des Unternehmens. Die Sicherheit kann ebenfalls erhöht werden, indem Daten auf verteilten Servern mit verschiedenen OpenStack-Diensten gespeichert werden.

•      PAM: Diese sogenannten Pluggable Authentication Modules vereinfachen das Systemmanagement, indem sie gemeinsame Authentifizierungsmechanismen für alle betrieblichen Systeme und Anwendungen verwenden. Das befreit nicht nur Entwickler von der Sorge um die Details der Authentifizierung, sondern ermöglicht es Systemadministratoren, Sicherheitsrichtlinien zu ändern, z. B. von Einfaktor- auf Zweifaktor-Authentifizierung – und zwar ohne Änderungen an den Anwendungen vornehmen zu müssen.

•      SELinux: Mit Security Enhanced Linux lassen sich Systeme vor Angriffen von außen schützen, indem die Anwendungen auf das Minimum erforderlicher Zugriffsrechte beschränkt werden. SELinux bietet die Möglichkeit, den Zugriff auf kritische Daten und Systeme zu überwachen und zu kontrollieren und die Einhaltung von Vorschriften wie der DSGVO zu gewährleisten.

•      OpenSCAP: Betreiben SieIhre Systeme richtlinienkonform unabhängig – ob es nun um Unternehmens- oder öffentliche Sicherheitsrichtlinien geht. Die OpenSCAP-Sicherheitsautomatisierung ist Teil des OpenSCAP-Ökosystems, das mehrere Tools bietet, mit denen Administratoren und Auditoren  Sicherheits-Baselines besser bewerten, messen und durchsetzen können.

•      Oracle Ksplice: Diese rebootless Kernel-Updates und -Rollbacks von Oracle reduzieren Ausfallzeiten und den Planungsaufwand für System-Upgrades und erhöhen gleichzeitig die Sicherheit durch schnelleres Patchen gefährdeter Server. Über ein und dieselbe KSplice Management Console lassen sich mehrere Systeme überwachen und steuern, was den Verwaltungsaufwand reduziert und die Aktualität aller Systeme gewährleistet.

 

Den Einsatz von Linux lernen

Die Vorteile von Linux erschließen sich am besten mit einem umfassenden und kontinuierlichen Lernprogramm, das alle Beteiligten auf dem neuesten Stand hält. Das ist übrigens auch ein Sicherheits-Parameter!

Das Oracle University Linux-Lern-Abonnement bietet das ganze Jahr über rund um die Uhr Zugriff auf das umfassendste Linux-Schulungsmaterial. Dazu gehören u. a. über 350 Videos zu allen oben genannten Themen, produziert von Entwicklern bis hin zu Systemadministratoren von Linux, Red Hat oder CentOS.

Hier gibt es eine Vorschau auf die intuitive Benutzeroberfläche und die Inhalte.

Betriebssysteme, Container und Virtualisierung – das sind die grundlegenden Bausteine der modernen IT-Infrastruktur. Unabhängig davon, ob sich die Hardware im eigenen Rechenzentrum oder in der Cloud befindet: Oracle Linux bietet die erforderliche Zuverlässigkeit, Skalierbarkeit, Sicherheit und Leistung für die anspruchsvollen Workloads moderner Unternehmen.

 

Kontakt

Gerne unterhalte ich mich auch mit Ihnen darüber, per E-Mail oder LinkedIn. Ottmar Kugelmann, Senior Director Oracle University - Cloud, ECEMEA

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