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  • 4. October 2017

Supply Chain Management: Zuverlässig liefern ist längst nicht mehr genug

Deirdre Houchen
Senior Marketing Director, ERP/EPM, Oracle

Der Kunde zieht die Daumenschrauben an. Seitdem Handel auf unterschiedlichsten Kanälen stattfindet, gehen die Anforderungen an Service und absolut fehlerfreie Lieferungen durch die Decke – selbstverständlich verbunden mit der Erwartung sinkender Preise! Unter diesen Bedingungen sind Ideen wie langfristige Kundenbindung oder gar -treue und ein prognostizierbar regelmäßiger Strom an Bestellungen ins Reich der Träume abgewandert. 

Der Einsatz für die erforderlichen Innovationen im Bereich Lieferketten ist erheblich. Aber so sind die Bedingungen für Unternehmen, die am Markt bestehen wollen. Denn das geht nur dann, wenn sie ihre Kunden in einem volatilen Umfeld deutlich flexibler bedienen können als bisher. Es lohnt sich, genau hier zu investieren. Sowohl beim finanziellen Erfolg als auch operativ haben Unternehmen die Nase vorn, die kontinuierlich ihre Lieferketten im Fokus haben, in diesem Bereich investieren und entsprechend optimieren – das zeigen Studien mit schöner Regelmäßigkeit.

Man kann es durchaus verstehen, wenn manche Unternehmen sich nicht von ihrer alten Ausstattung trennen wollen. Wie in einer alten Ehe gibt es da komplexe Verbindlichkeiten, und sich vorzustellen, das alles abzustreifen, kann beängstigend sein: diese ganzen eingespielten und dennoch in allen Fugen ächzenden Systeme von Lieferketten – woher sollen die Kapazitäten für den Aufwand kommen, wenn man das ersetzen will, von den Kosten ganz zu schweigen? Es hilft aber nichts. Zuverlässig liefern zu können reicht nicht mehr, um so etwas wie ein Alleinstellungsmerkmal vorzuweisen. Die anderen Unternehmen schlafen nämlich nicht, während sich der Markt erweitert, sondern rennen alle dem letzten Schrei der Branchenführer nach und übernehmen die besten Tricks. Und dabei vermeiden sie die lähmend langsamen und schmerzhaften Prozesse, denen sich etablierte Unternehmen beim Versuch zu transformieren unterziehen. Lieferketten müssen Treiber beim Wachstum sein, nicht Bremsklötze bei der Innovation.

Cloud-Lösungen als Treibsatz für den Unternehmenswandel

Welche Instrumente sind dabei nützlich? – Voll integrierte Serien neuer Anwendungen, die aus Best practice heraus entwickelt und für die Cloud designt und dort auch im Einsatz sind: Das ist es, was Erkenntnisse, Einsichten und Möglichkeiten ins Blickfeld unternehmerischer Strategien rückt. Damit lassen sich intelligente, angepasste Lieferketten entwickeln. Cloud-Lösungen bringen die Betreiber von Lieferketten erst in die Lage, dem unausgesetzten Anpassungsdruck zu begegnen, Bewegungsfreiheit für Innovationen zu bekommen und dadurch überhaupt erst einmal intern zielsicher etwas zu ändern.

So entsteht ein “digitaler roter Faden”, mit dem zuvor isolierte Abläufe verbunden werden: mehr Automatisierung, weniger Leerläufe und Fehler, brandneue Möglichkeiten und eine bessere Performance. Aus jedem Schritt in diesem Prozess erwachsen neue Informationen, mit denen alle Geschäftsbereiche gestärkt werden können – Herstellung, Bestandsmanagement, Werkstattdaten, Versand, Planung und Bestellwesen – weil jeder über Status und Vorgänge des anderen Bescheid weiß. Ein korrektes Management des Product Lifecycle wirkt dabei unterstützend von der ersten Produktidee bis zur Vermarktung. Und das wiederum ist verbunden mit anderen Teilen der Lieferketten, z. B. dem Order-to-Cash-Management oder integrierter Logistik.

Schrittweise Einführungen statt Holzhammer-Upgrades sind die spezielle Stärke von Cloud-Lösungen. Zugleich sind diese Anwendungen darauf ausgelegt, sich anzupassen, wenn sich die externen Bedingungen ändern. So besteht keine Gefahr mehr, zukünftigen Innovationen mit heraushängender Zunge nachlaufen zu müssen. Und Hardware, die herumsteht und gewartet werden muss, ist ebensowenig ein Thema wie groß angelegte und teure Software-Entwicklung. All das zusammen schafft Spielräume für Unternehmen mit Lieferketten: Sie können endlich ihre Kosten senken und sich auf das eigentliche Geschäft konzentrieren.

Kontakt

Ein spannendes Thema über das ich gerne mit Ihnen spreche, per E-Mail, LinkedIn oder Twitter. Dee Houchen, ERP & SCM Evangelist.

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