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  • 26. October 2017

Connected Supply Chains: Unternehmen sind nur so agil wie ihre Lieferketten vernetzt sind

Deirdre Houchen
Senior Marketing Director, ERP/EPM, Oracle

Produktion just in time. Lieferungen in 24 und bald in 12 Stunden ab Bestellung. Das Ganze selbstverständlich gemanagt in Multi-, besser noch Omnichannel-Kommunikation, und zwar in einem Umfeld mit zahlreichen unterschiedlichen Unternehmen – das ist die Situation von Lieferketten in einer Welt, die längst ein großes digitales Netzwerk geworden ist. Dennoch sind viele Unternehmen mit ihren Herstellern und Kunden über weitgehend voneinander isolierte Kanälen verbunden.

Kostensenkungen werden durch operative Effektivierung, immer engere Lieferfenster, die Massenfertigung individuell konfigurierter Produkte und Last-Minute-Bestelländerungen erzwungen, und selbst das reicht nicht mehr, um den Marktanforderungen gerecht zu werden. Zugleich fehlt vielen Anbietern die nötige Flexibilität und der Überblick, um ihren Lagerbestand so zu organisieren, dass Service Levels und fristgerechte Lieferung garantiert sind.

Wo steckt das Problem? Die bisher verwendeten Silo-Systeme waren schlicht nicht dafür gedacht, miteinander verknüpft zu werden. Jeder Versuch einer Integration wäre mit erheblichen und komplexen Konsequenzen für den Umgang mit der Software im Hintergrund verbunden. Diese Systeme sind heute so gut wie unfähig, die Informationen aufzunehmen, geschweige denn zu verarbeiten, die innerhalb und erst recht von außerhalb der vier Wände des Unternehmens fließen müssten, damit Handelsbeziehungen und Lieferaktivitäten besser und schneller abgewickelt werden können. Manche Unternehmen haben durchaus massiv in Tools investiert, um ihre internen Abläufe reibungslos zu planen und weiter zu verbessern. Meist hapert es aber auch hier daran, Lieferketten unternehmensübergreifend digital zu harmonisieren.

Erforderlich ist jedoch eine vernetzte Lieferkette mit der Möglichkeit, allseitig verwertbare Erkenntnisse auszutauschen. Erst solche Signale ermöglichen es den beteiligten Unternehmen, Bedarfe zu gestalten bzw. zu prognostizieren, Einkauf, Lagerhaltung und Verkauf zu optimieren und ganz allgemein sicherzustellen, dass Dinge dann an ihr Ziel gelangen, wenn sie dort benötigt werden.

Der Wert einer Marke wird sehr wesentlich auf Grundlage funktionierender Lieferketten gebildet! Was in der Lieferkette passiert, hängt immer eng mit der Nachfrage zusammen – von der Entwicklung neuer Produkte über den Aufbau von Handelsbeziehungen bis hin zu After-Sale-Services. Schlechte Lieferketten sind ein Kundenschreck par excellence, weil Kundenzufriedenheit davon abhängt, dass ein Unternehmen hält, was es verspricht.

Zuerst muss aber die Voraussetzung dafür geschaffen werden zu erkennen, an welchen Punkten der Lieferkette die Kundenzufriedenheit beeinflusst wird und wo die Ressourcen der Lieferkette nicht ausreichen, das Markenversprechen einzulösen. Kurz: Die vollständige Transparenz der Lieferkette muss an jeder Stelle gegeben sein.

Das erfordert – leichter gesagt als getan – digitale Transformation. Die Menschen im Unternehmen samt den Geräten, die sie benützen, müssen dabei einbezogen werden, auch Systeme, Geschäftspartner und Kundenzielgruppen. Sie alle müssen Teil eines flexiblen und kooperativen Modells werden. Hier ist gegenwärtig durchaus eine gewisse Forschheit bei der Innovation gefordert. Anderenfalls finden sich zögerliche Unternehmen schnell im Schlussfeld der technologischen Entwicklung wieder und haben dann ernsthaft um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu fürchten.

Der Schlüssel für eine solche Kooperation in Echtzeit, für einen flächendeckend einheitlichen Blick auf die Wirklichkeit, für alles, was erst spürbare Auswirkungen auf Effizienz, Produktivität und Rentabilität hat, dieser Schlüssel ist die Cloud. Ein Management von Lieferketten in der Cloud muss nahtlos integriert sein mit allen Sorten von IT-Lösungen, von Finanz-Anwendungen über Mobilgeräte bis hin zu RFID-Systemen. Und nur so können Unternehmen ihre Lieferketten als Verbund von Anfang bis Ende mit allen ihren Teilen derart überblicken, dass sie einem personalisierten Kundenservice – auch weltweit – zum Durchbruch verhilft. Moderne Cloudlösungen sind darauf ausgelegt, sich neuen digitalen Anforderungen anzupassen, mit dem Unternehmen mitzuwachsen und die Brücke zwischen operativen Strategien und den Menschen, die damit erreicht werden sollen, zu schlagen.

Das muss nicht alles auf einmal passieren. Die Umwandlung der Lieferkette kann Schritt für Schritt vorgenommen werden. Mit dem Journey Mapping Process von Oracle ist es möglich, die Vorgänge in den Lieferketten eines Unternehmens von innen wie von außen unter die Lupe zu nehmen. Wir arbeiten gemeinsam daran, jene Elemente herauszuschälen, die den größten Gegenwert hervorbringen; wir behandeln deren Migration in die Cloud vorrangig und implementieren sie stufen- und bruchlos. Der Lohn einer solchen Lieferketten-Innovation sind eine messbar größere Agilität des Unternehmens und deutlich dynamischere B2B-Beziehungen.

Kontakt:

Ein spannendes Thema über das ich gerne mit Ihnen spreche, per E-MailLinkedIn oder Twitter. Dee Houchen, ERP & SCM Evangelist.

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