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Oracle goes Hackathon: Mit Data Visualization mal eben der Bahn Räder machen

Hackathons gehören für Oracle quasi zur Familientradition: Im Rahmen der legendären JavaOne-Konferenzen gab es 1999 erstmals eine Art Programmierwettstreit unter diesem Titel. Seither haben Hackathons sich weit verbreitet, weit hinaus auch über Konferenzen wie JavaOne, das später gemeinsam mit Oracle OpenWorld abgehalten wurde.

Hackathons sind cool. 24 Stunden, 24 Projekte, im Rahmen eines Veranstaltungsformats: Beim 7th DB Open Data Hackathon der Deutschen Bahn in der DB mindbox Berlin im Mai 2017 ging es – ähnlich wie vor 18 Jahren in San Francisco – um eine kreative, offene, bunt gewürfelte Werkstatt von Entwicklern, die in verschiedenen Teams innovative digitale Lösungen projektbezogen erarbeiten und präsentierten. Der 7. DB-Hackathon bei dem ich mit fünf weiteren Kolleginnen und Kollegen und über 200 weiteren Teilnehmern vor Ort war, fand außerdem eine Premiere für die Kooperation mit JR East aus Japan statt, einer der weltweit größten Bahngesellschaften. 

Spannende Open Data Herausforderungen rund um Rail

Mit echten Bahndaten operieren zu können, das war etwa für einen der japanischen Entwickler ein starkes Motiv zur Teilnahme, denn JR East stellt sonst eigentlich keine Open Data zur Verfügung. In der mindbox im stimmungsvollen S-Bhf. Jannowitzbrücke direkt an der Spree konnten sich die Teilnehmer ihre Themen selbst aussuchen und sich aus den Bahndaten dazu die erforderlichen Informationen holen. Projekttitel wie „Meetme@OpenStationMap“, „Door to door rental services smart App“ oder „Data Pontifex“, zum besseren Verständnis jeweils auch mit Hashtags versehen, bilden die Bandbreite der Schwerpunkte ab. Die Bahn sieht die Teilnehmer als externe Innovatoren für die eigene IT; es geht dem Unternehmen um die „Förderung einer übergreifenden Datennutzung“. Was dabei im Fokus stehen kann: z. B. Reduzierung der Lärmemissionen; Monitoring des Streckennetzes; Guidance für reservierte Sitzplätze; Auslastungsprognosen usw.

Thema unseres Oracle DataViz Teams war der Fahrradverleih der Bahn. Mithilfe Oracle Data Visualization wurde anhand der Daten aus mehreren deutschen Städten z. B. anschaulich aufgezeigt, welche Einflüsse dazu beitragen können, dass Menschen mit dem Fahrrad fahren, vor allem eben mietweise. Für Hamburg skizzierte unser Team etwa ein Tarif- und Preismodell mit minutengenauer Abrechnung nach anfänglichen 30 Freiminuten. Die verfügbaren Daten machten auch die ganz erheblichen Nutzungsunterschiede von Ort zu Ort deutlich, die zu beachten sind, wenn das Angebot attraktiver werden soll. Gelungene Visualisierungen unterstützen dabei entscheidend das richtige Verständnis und die Interpretation der Daten.

Der Deal: Drehscheibe für Innovation, Kontakte und Impulse

Für die DB sind Events wie der Hackathon Teil ihrer Digitalisierungsinitiative Infrastruktur 4.0. Hier sollen Start-ups, Kreative oder Entwickler bzw. Analysten aus der Open Data-Szene neue Ansätze, Ideen und Lösungen von außen in das Unternehmen hineintragen. Und „wenn das gelingt, soll die Deutsche Bahn davon profitieren“. Neben jungen Einzelkämpfern entwickeln und präsentieren dabei eben auch Teams eines etablierten IT-Unternehmens wie dem unseren Projekte von der Qualität der „Mobility through bike sharing data insights“, und das mit mächtigen und erprobten Tools wie Oracle Data Visualization.

Für Oracle haben Hackathons – abgesehen von einem unbestreitbaren professionellen Unterhaltungs- und Erkenntniswert – aber auch noch weiteren Zusatznutzen: Das DataViz-Team ist, wie ich meine, auf die nächste Generation gestoßen. Das bedeutet nicht nur, aus dem direkten Vergleich der „Denke“ und der kreativen Ansätze zu lernen, sondern sich auch als Unternehmen in mehrfacher Hinsicht zu positionieren, von Universitätsabsolventen mit Potential wahrgenommen zu werden usw. Auf der anderen Seite haben die präsentierten und als nützlich wahrgenommenen Ergebnisse unseres Teams auch zu kundenseitiger Aufmerksamkeit und einem positiven Bild bei der Bahn geführt. Dabei ist bemerkenswert: Wir kamen aus ganz unterschiedlichen Geschäftsbereichen - ein Kollege reiste sogar kurzfristig aus Frankreich an - und haben uns trotzdem in kürzester Zeit gut aufeinander einspielen können; das war also ein Test für die Teambildungsfähigkeit. Schließlich war der Hackathon zugleich ein aufschlussreiches Praxis-Feedback für unser Tool. Dafür war dann auch unser Product Manager recht dankbar, konnte er doch ein paar interessante Ergebnisse direkt an das Development in die USA weitergeben. Unterm Strich also eine Win-win-Situation, die nahelegt, Hackathons zukünftig verstärkt wahrzunehmen.

Unser Team, Karin Patenge, Business Development - Data Management; Nadine Schöne, Business Analytics Presales; Philippe Lions, Director Product Management; Holger Czellnik, Principal Solutions Consultant BI; Ralf Braun, Principal Consultant und ich.

Kontakt

Wenn Sie mehr über dieses spannende Event wissen wollen, dann sprechen Sie mit mir darüber, per E-Mail, LinkedIn oder Twitter. Harald Erb, Information Architect.

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Kommentare ( 1 )
  • Christiane Toffolo Wednesday, August 30, 2017
    Hört sich super spannend an - toller Beitrag!
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