
Wollen Sie wissen, was die Anwender Ihrer Software darüber denken? Oder wie sie sich voraussichtlich zukünftig verhalten werden? Aus einem Mehr an Wissen darüber können Sie erheblichen Nutzen ziehen. Die Oracle Analytics Cloud ist ein mächtiges Instrument dafür. Sie unterstützt die Sammlung von Statistiken zum Usage Tracking (UT) und hilft so bei der Überwachung der Systemnutzung und -leistung, um Userverhalten zu verstehen und vorherzusagen. Der Vorteil: Weiß man im Voraus, welche Entscheidungen ein Benutzer wahrscheinlich treffen wird, lässt sich die Effizienz steigern und die Akzeptanz erhöhen.
Interessante Einsatzmöglichkeiten für diese Statistiken gibt es z. B. bei der System- oder Datenbankoptimierung, bei Aggregationsstrategien oder der internen Abrechnung von Benutzern bzw. Abteilungen nach den von ihnen verbrauchten Ressourcen. Das Tracking von Nutzungen ist besonders nützlich, wenn es darum geht, solche Nutzeranfragen zu ermitteln, die aufgrund ihrer Häufigkeit und der erforderlichen Antwortzeit Leistungsengpässe verursachen.
Frühere Versionen von Oracle Business Intelligence Server konnten die Nutzung auf der Ebene detaillierte Abfragen verfolgen. Wenn das UT aktiviert ist, sammelt es Datensätze für jede ausgeführte Abfrage und schreibt sie alle in Datenbanktabellen. Sowohl logische als auch physische Abfragen werden verfolgt und in gesonderten Tabellen protokolliert, zusammen mit verschiedenen Leistungskennzahlen:
Das folgende Video gibt Ihnen einen umfassenden Überblick darüber, wie Sie das Usage Tracking (UT) in Ihrer Oracle Analytics Cloud-Umgebung einrichten.
So bereiten Sie die Aktivierung von Usage Tracking vor
Bevor wir in diesen Prozess einsteigen, müssen Sie zuerst die folgenden Bedingungen erfüllen, damit die Nutzungsverfolgung in Ihrer Umgebung möglich ist:
So konfigurieren Sie Usage Tracking in 2 Schritten:
Definieren Sie eine Datenbankverbindung in der RPD
Öffnen Sie die RPD, die Sie in die Oracle Analytics Cloud hochgeladen haben, und erstellen Sie eine neue Datenbank auf der physischen Ebene. Geben Sie einen geeigneten Namen an ( z. B. UsageTracking) und wählen Sie als Datenbanktyp Oracle 12c.
Erstellen Sie in dieser Datenbank einen neuen Connection Pool mit einem entsprechenden Namen (z. B. UTConnectionPool). Geben Sie die Verbindungsdetails für die Datenbank, in der das UT konfiguriert werden soll, und die Anmeldedaten für das Schema an.
Bemerkung: Dieser Datenbankbenutzer muss über Tabellenrechte im Schema verfügen.
Als nächstes erstellen Sie in der RPD ein physisches Schema mit dem gleichen Namen wie das von UT zu verwendende Datenbankschema (z. B. UT_demo).
Sobald diese Definitionen abgeschlossen sind, sollte die physische Schicht so aussehen:
Speichern Sie die RPD und laden Sie sie in die Oracle Analytics Cloud hoch, indem Sie die Option Replace Data Model in der Servicekonsole verwenden.
Systemkonfiguration
Öffnen Sie in der Oracle Analytics Cloud den Bildschirm Systemeinstellungen über die Registerkarte "Console".
Scrollen Sie nach unten und ändern Sie die folgenden Eigenschaften:
Nach Eingabe dieser Details starten Sie den Oracle Business Intelligence Server neu. Mit dem Neustart des Servers wird die Nutzungsverfolgung aktiviert und die beiden UT-Tabellen werden in der Datenbank angelegt.
Erläuterung zur UT-Tabelle
Öffnen Sie den SQL Developer, melden Sie sich bei der UT-Datenbank an und vergewissern Sie sich, dass die beiden Tabellen erstellt wurden.
Um einige Nutzungsdaten zu generieren, loggen Sie sich in die Oracle Analytics Cloud ein und klicken Sie sich durch einige Data Visualization (DV)-Projekte, sowohl Extended Subject Areas (XSA) als auch Subject Area Based. Öffnen Sie auch das BI classic home sowie ein paar Dashboards, um einige Abfragen zu generieren. Dabei ist zu erkennen, dass die Tabellen für logische und physische Abfragen jetzt mit Informationen zur Nutzungsverfolgung bestückt sind.
Wichtige Spalten in der Tabelle der logischen Abfragen
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END_TS |
Zeitpunkt Beendigung der Abfrage |
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ERROR_TEXT |
Fehlernachricht bei fehlgeschlagener Abfrage |
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ID |
Primärer Schlüssel |
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QUERY_TEXT |
Aktueller Abfragetext |
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RESP_TIME_SEC |
Gesamtantwortzeit für die Abfage in Sek. |
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ROW_COUNT |
Anzahl der von der Abfrage zurückgegebenen Zeilen |
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SAW_DASHBOARD |
Dashboard Name, unter dem die Abfrage generiert wird |
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SESSION_ID |
Session ID des Nutzer, der die Abfrage gestartet hat |
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START_TS |
Beginnzeit der Abfragebearbeitung |
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SUBJECT_AREA_NAME |
Themenbereich, der für die Abfrage verwendet wird |
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USER_NAME |
ID des User, der die Abfrage durchgeführt hat |
Wichtige Spalten in der Tabelle der physischen Abfragen
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ID |
Primärer Schlüssel |
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LOGICAL_QUERY_ID |
Foreign key aus der Tabelle der logischen Abfragen |
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QUERY_TEXT |
Abfragetext |
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TIME_SEC |
Zeit bis zum Abschluss der Abfrage |
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ROW_COUNT |
Anzahl der von der Abfrage zurückgegebenen Zeilen |
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START_TS |
Beginnzeit der Abfrage |
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END_TS |
Beendigungszeit der Abfrage |
Der Abgleich zwischen den beiden Tabellen kann über die Join-Bedingung durchgeführt werden:
LogicalQueries.ID = PhysicalQueries.Logical_Query_ID.
Beachten Sie, dass nicht alle logischen Abfragen eine entsprechende physische Abfrage erzeugen. Beispielsweise können einige logische Abfragen den Cache treffen und Ergebnisse aus dem Cache liefern. In diesem Fall erzeugen logische Abfragen keine physische Abfrage.
So analysieren Sie UT-Daten
Sobald das UT aktiviert ist, kann die Systemnutzung von DV aus analysiert werden. Dazu stellen Sie eine DV-Verbindung zur UT-Datenbank her, erstellen Datensätze für die Tabellen Physical Queries und Logical Queries und analysieren diese innerhalb eines DV-Projekts.
Im Folgenden finden Sie eine auf den UT-Tabellen aufbauende Beispielanalyse, die die Anzahl der Sitzungen, die Anzahl der Abfragen, die am häufigsten verwendeten Themenbereiche, die am häufigsten verwendeten Dashboards usw. anzeigt.
Fazit
Usage Tracking bietet Administratoren einen nützlichen Mechanismus, um die Nutzung des Oracle Analytics Cloud-Systems zu verfolgen. Diese Statistiken können dazu dienen, Entscheidungen zur Vergrößerung, Verkleinerung, Einschränkung des Zugriffs während bestimmter Zeiträume, Pause/Wiederaufnahme des Systems usw. zu treffen.
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