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Low Code Plattformen: Echte cloudbasierte Softwareentwicklung für jeden

Entwicklerplattform, DevOps, Unternehmensapps programmieren… Besonders Mittelständler und kleine Unternehmer geben oft schon den Löffel ab, wenn Sie solche Begriffe nur lesen: „Ja ja, sehr interessant, aber sowas können wir nicht.“ Ähnliche Reaktionen gibt es aber auch in größeren Betrieben in Bereichen, die eben nicht die IT-Abteilung sind.

Was ist Low Code?

 

Anders als herkömmliche Programmiermethoden funktioniert Low Code Development mit einem visuell konzipierten Applikationsdesign und mit grafischen Modellierungsmethoden. Das heißt vereinfacht: Anwender können sich sehr anschaulich die gewünschte Software buchstäblich selbst „zusammenklicken“.

 

Doch „Kopf in den Sand“ gilt jetzt nicht mehr. Denn auch Mitarbeiter (fast) ohne Kenntnisse von Programmier- und Skriptsprachen könnten bald in Ihrem Unternehmen einfach mit einigen Datenmodellen und Frontend-Vorlagen Softwareapplikationen erstellen, um Ihre Geschäftsprozesse zu optimieren: selbst zusammengebaute Programme, die exakt auf die Bedürfnisse im Unternehmen zugeschnitten sind – und zwar, ohne dass Sie sich mit „flachen Lernkurven“ oder teuren Programmierern auseinandersetzen müssen.

Low Code Plattformen heißen die zukünftigen cloudbasierten Lösungen der Softwareentwicklung, die all das und noch einiges mehr bieten. Hier erfahren Sie mehr über die Grundlagen des Low Code Developments, mit Vor- und Nachteilen.

Low Code ist vor allem eins: einfach!

Darin, daß sich Anwender sehr anschaulich die gewünschte Software buchstäblich selbst zusammenklicken können, liegt auch schon der Hauptvorteil von Low Code Development Platforms, nämlich, dass sich Kosten für Projektplanung und -entwicklung sowie Schulungsmaßnahmen für die Mitarbeiter z. T. drastisch senken lassen.

Damit begegnet Low Code Development außerdem dem Mangel an IT-Fachkräften: Die Softwareentwickler in spe können als Quereinsteiger schnell in diese neue Technik der Softwareerstellung eingearbeitet werden. Sie brauchen dazu weder langwierig eine Programmiersprache erlernt geschweige denn ein Informatikstudium absolviert zu haben.

Low Code ist vor allem eins: einfach!

In der Praxis kommen Low-Code-Plattformen mit grafischen Benutzeroberflächen, die bereits kleine vorgefertigte Applikationen bereitstellen. Die Applikationen lassen sich meist mit nur wenig Aufwand anpassen oder konfigurieren. Programmiercode ist dazu kaum oder gar nicht mehr erforderlich. Bereits vorhandene Applikationen und Funktionen stellen die Anbieter der Low Code Platform bereit und entwickeln sie in der Cloud weiter – also in Echtzeit verfügbar.

Das Prinzip ist eigentlich schon lange z. B. von Content Management Systemen wie WordPress oder Drupal bekannt. Damit kann jeder eine komplette Website mit allen grafischen Elementen und Funktionen zusammenbauen, ohne eine einzige Zeile HTML-Code erstellen zu müssen. Die Definition von Low Code Development lautet in Kürze: Erstellung von individuell gestalteten Anwendungen, ohne selbst coden zu müssen.

Wer bietet Low Code Plattformen an? – Und was Sie wissen müssen

Neben einigen anderen Anbietern ist vor allem Oracle mit Oracle Application Express (APEX) Einer der Big Player auf dem Markt der Low Code Plattformen.

Worauf Sie bei der Low-Code-Philosophie achten sollten: Diese Plattformen dienen nicht primär dazu, zwanghaft Kosten zu sparen! Sie sollen vielmehr Produktivität und Usability steigern. Das ist keine triviale Anforderung für ein Low-Code-Entwicklungssystem. Folgende Merkmale zeichnen gute Plattformen aus:

Merkmale von Low Code Plattformen

  1. Bereitstellung in der Cloud: Bei vielen Low-Code-Services können Sie fertiggestellte Low-Code-Anwendungen in einer Private Cloud oder in einer Public Cloud – also öffentlich zugänglich – zur Verfügung stellen, verwalten und weiter entwickeln. Die automatisierte Bereitstellung für alle Anwender in der Cloud gewährleistet die sofortige Verfügbarkeit. Das wiederum ist ein Vorteil beim Update-Management.
  2. Modellgetriebene Entwicklung: Mit Low Code können Sie Software viel intuitiver entwickeln als bei klassischer Programmierung mit abstraktem Code. Was dabei hilft, sind visualisierte Modelle von Geschäftslogiken, Datenmodellen und Userinterfaces. Sie tragen zu einer modellgetriebenen Softwareentwicklung bei. So können Power-User – eventuell noch von professionellen Anwendungsentwicklern unterstützt – auch komplexe Anwendungen einfach modellieren. Produktivitätssteigerung um den Faktor zehn herum im Vergleich zur herkömmlichen Programmierung sind dabei durchaus möglich.
  3. Wiederverwendbarkeit von Elementen und Komponenten: Die Produktivität lässt sich aber auch noch weiter erhöhen. Plattformanbieter stellen nämlich einsatzbereite Komponenten, Funktionen und Vorlagen bereit, die immer wieder verwendet werden können. Darüber hinaus lassen sich unternehmensinterne Application Stores einrichten, über die bereits fertiggestellte Programmteile abteilungsübergreifend zwecks Anpassung zu Entwicklerteams kommen. Mit nur wenigen Mausklicks entstehen dadurch neue Anwendungen. Das Pulver muss also nicht für jedes Teilprojekt neu erfunden werden.

Low Code Anwendungen – zum Beispiel …

Ein typischer Fall für eine Low-Code-Anwendung ist die Darstellung von Daten aus einer Oracle-Datenbank auf einer Weboberfläche. Oracle Application Express (APEX) liefert dazu alle erforderlichen Tools. Aber auch die Erstellung mobiler Apps mit Offline-Fähigkeit kann rein grafisch modelliert werden! Die Erstellung von Client-Anwendungen ist ein weiteres Leistungsmerkmal von Oracle APEX.

Low Code oder gleich No Code?

Klassische Programmierer werden hier dennoch nicht arbeitslos. Sie können bei der Low-Code-Entwicklung weiterhin ihre Skills in entsprechende Projekte einbringen. Java- oder C++-Entwickler sind zum Beispiel in der Lage, spezifische Funktionen einer Low Code Anwendung auf Code-Ebene zu integrieren. Layouter und Forms-Entwickler sind mit ihren Erfahrungen weiterhin gefragt, wenn es darum geht, Benutzeroberflächen zu schaffen. Selbst ganz neue Apps und Funktionen können in eine Low-Code-Applikation durch herkömmliche Programmierung eingebracht werden, wenn gewünschte Funktionen noch nicht zur Verfügung stehen.

Low Code vs No Code

Low Code ist ja immerhin doch noch ein bisschen Code. Die konsequente Weiterführung dieses Weges ist mit "No Code" möglich. Hier gibt es gar keine manuelle Programmierung mehr. Das kann durchaus seine Berechtigung haben: Die meisten Low-Code-Plattformen richte sich ja an Endanwender. Das kann ein Vorteil sein. Denn Anwender aus der Welt der Tabellenkalkulationen mit  entsprechenden Makroentwicklungskenntnissen kommen mit der neuen Entwicklungsumgebung schnell zurecht.

Mit "No Code" stößt man aber auch schnell an die Grenzen des Machbaren. Komplexe Systeme und die Integration mehrdimensionaler Datenbanken sowie vorhandener Skriptbausteine ist kaum noch möglich. Da muss man dann halt nehmen, was man kriegt. Bei etwas anspruchsvolleren Projekten ist im Entwicklungsverlauf irgendwann doch wieder der Programmierer gefragt. Sonst kann es passieren, dass man mit No Code lange nach Lösungen sucht, die ein Softwareentwickler mit wenig Code in kurzer Zeit im Kasten hat.

Low Code vs High Code

Die Frage "Low Code oder High Code" hingegen stellt sich eigentlich nicht mehr. Denn Anwendungsentwicklungen, die von Grund auf manuell ablaufen, sind zunehmend nicht einmal mehr old school. Zu komplex und individuell sind inzwischen die Anforderungen an Software, als dass man sie noch ökonomisch sinnvoll mit klassischem Coding entwickeln könnte. Low Code ist das Tool für Agilität auch bei der Softwareentwicklung.

Wie geht es weiter mit der Software-Entwicklung?

Der Markt der Softwareentwicklung braucht Low-Code-Ansätze! Für ihre digitale Transformation müssen Unternehmen ihre Geschäftsmodelle ständig anpassen und auf Anforderungen des Marktes reagieren. Anforderungen an Geschäftsprozesse werden immer komplexer. Das kann herkömmliche Softwareentwicklung kaum noch abbilden.

Mittelständische Unternehmen mit kleinen Entwicklerteams schaffen schon seit geraumer Zeit die Anforderungen kaum noch. Wenn dann noch externe Dienstleister für die Softwareentwicklung beauftragt werden, wird es nicht unbedingt einfacher: Kommunikation, Umsetzung und ständige Software-Anpassungen stellen oft eine kaum lösbare Aufgabe dar. Für die erforderliche Flexibilität durch schnelle und einfach umsetzbare Anwendungen und Prozesse, die sich auch leicht anpassen lassen, ist Low Code die richtige Antwort.

 

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