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Künstliche Intelligenz 2019: Entschlossene Schritte ins Neuland

Künstliche Intelligenz (KI) war 2018 nicht nur Dauerthema, sie hat sich tatsächlich auch rasant weiterentwickelt. Spitzenführungskräfte sind daher außerordentlich gespannt, was diese Technologie im Jahr 2019 bieten wird und vor allem, wie ihre Unternehmen davon profitieren können.

 

 

Gil Press hat jetzt im Forbes Magazine Prognosen von 120 KI-Führungskräften aus einer Vielzahl von Bereichen analysiert. Ihre Perspektiven auf das Thema repräsentieren natürlich unterschiedliche Blickwinkel, aber es gibt einen überwältigenden Konsens darüber, dass dieses Jahr einen Wendepunkt bringen wird.

 

KI-Erwartungen 2019, auf vier Punkte eingedampft:

•      Die Anwendungen werden wesentlich praxistauglicher und personalisierter.

•      Es wird markante Auswirkungen auf die IT-Sicherheit geben.

•      KI wird rapide in eine Vielzahl von Branchen und Geschäftsbereiche vorstoßen und diese bereichern – ein spürbarer Wettbewerbsvorteil für Early Adopters und Pioniere.

•      Der Bedarf an hochqualifizierten IT-Fachkräften wird erheblich ansteigen – in einem globalen Arbeitsmarkt wo KI-Talente schon jetzt Mangelware sind.

 

Im Detail bedeuten diese Experten-Vorhersagen eine ganze Menge:

 

1. KI wird anwendungsorientierter und personalisierter

2018 war noch viel Hype und Publicity rund um KI. Heute sind sich die Fachleute einig, dass KI jetzt die Praxis erobert und effizient und personalisiert wird.

"2019 wird entscheidend für KI am Arbeitsplatz sein – das Jahr, in dem wir vom Reden zu echten Auswirkungen kommen", sagte Gretchen Alarcon, Group Vice President von Oracle für HCM Strategy.

Und Ram Menon, Gründer und CEO von Avaamo, pflichtet ihr bei. "Die KI wird jenseits von Aufregung und Schlagzeilen sozusagen die Ärmel hochkrempeln. Diese praktische KI wird die Produktivität am Arbeitsplatz auf neue und interessante Weise definieren und steigern."

Sean Byrnes, CEO und Mitbegründer von Outlier, und Yaron Hadad, Chief Scientist und Mitbegründer von Nutrino, sind sich ebenfalls mit vielen anderen darin einig, dass die KI in diesem Jahr in das Zeitalter der realen Anwendung eintritt.

Ein großer Teil der praktischen Anwendbarkeit der KI im Jahr 2019 wird jedoch auf ihre "menschliche" Note zurückzuführen sein. "Die Anbieter werden sich mehr darauf konzentrieren, die KI mit Empathie auszustatten", erklärt Dr. Rob Walker, Vice President of Decision Management and Analytics bei Pegasystems. Die Kunden erwarten nämlich, dass sie als Individuen und nicht nur als Datensätze betrachtet werden. Und es ist diese Qualität des Einfühlungsvermögens, nach der KI beurteilt wird, bemerkt Rana el Kaliouby, CEO und Mitbegründer von Affectiva.

Überwiegend herrscht die Einschätzung vor, dass es der KI im Jahr 2019 gelingen wird, große Fortschritte eben genau bei dieser Empathie und Personalisierung zu erzielen. "In diesem Jahr wird man endlich wissen können, ob jemand wirklich einen Obstkuchen oder einen Hochdruckreiniger haben will", formuliert es Alan Conboy von Scale Computing.

 

2. KI gewinnt Land in allen Branchen und Geschäftsbereichen

KI wird 2019 Spuren hinterlassen wie nie zuvor, wobei viele Prognosen ein exponentielles Wachstum in Bereichen sehen, in denen sie bereits erprobt ist wie  Automotive und Finanzen.

Besonders große Sprünge werden für den Gesundheitssektor in der Krankheitsvorhersage, Prävention, Diagnose und im Management vorhergesagt. Das betrifft vor allem die Bereiche Onkologie, Radiologie, Arzneimittelentwicklung, Diabetes und Psychiatrie. Durch die Kombination von Daten aus verschiedenen Quellen – darunter Wearables, Voice & Video und VR – wird KI ein umfassenderes Bild schaffen und so zu  individuellerer Versorgung beitragen, egal wo sich der Patient gerade befindet.

Branchenübergreifend wird es einen KI-Boom in wichtigen Geschäftsbereichen wie Personal, Marketing, Vertrieb, Kundenservice und Logisitik geben. In Chatbots wird das „individuelle Einfühlungsvermögen“ von AI eine große Rolle spielen. KI wird zudem zusätzliche Innovationen in der IT-Branche  vorantreiben.

"Wir gehen davon aus, dass das gesamten Entwicklerumfeld bis 2020 von KI quasi als Co-Entwickler unterstützt wird. KI versteht dabei die Absichten der Entwickler, schlägt die besten Muster vor und erkennt Probleme, bevor Anwendungen in die Produktion gehen", prognostiziert Antonio Alegria, Leiter AI bei OutSystems.

 

3. Neubewertung bei Daten und Sicherheit

Angesichts hochkarätiger Sicherheitslücken und Datenmissbrauch im letzten Jahr, der verschärften Datenschutzbestimmungen, der entsprechenden Sorgen der Kunden und der Häufigkeit von Hackern, die KI-Technologien in ihr Angriffsarsenal aufnehmen, müssen die IT-Sicherheitsbeauftragten im Jahr 2019 zu Experten für die Nutzung von KI zur Abwehr all dieser Bedrohungen werden.

Nadav Zafrir, CEO von Team8, weist darauf hin, dass die Automatisierung es Angreifern ermöglicht, mit einfacheren Tools in Netzwerke einzudringen – was zusätzliche Probleme mit sich bringt, da der Pool an qualifizierten Sicherheitstalenten auf dem Arbeitsmarkt begrenzt ist.

Setu Kulkarni, Vice President of Corporate Strategy, WhiteHat Security, prognostiziert: 2019 wird eine neue Generation von Wissenschaftlern zur Datensicherheit kommen. Sie werden die Daten aufbereiten, verarbeiten und interpretieren, damit KI, Sicherheitsfeatures in Echtzeit optimieren und automatisieren kann.

Unternehmen werden wohl auch ihre Daten- und Sicherheitsstrategien überdenken, da mehr viel mehr Daten aus viel mehr mehr Quellen verfügbar werden. Vor allem brauchen sie hochqualifizierte KI-Praktiker, die wissen, wie man im Bereich Sicherheit die richtigen Fragen stellt und wie man interne und externe Datensätze und KI für spezifische Geschäftsanforderungen nutzt.

 

4. KI – Lernfeld für alle

In diesem Jahr werden Mensch und KI in der Arbeit enger zusammenrücken als je zuvor. Und sowohl IT- als auch Nicht-IT-Mitarbeiter müssen mehr über KI erfahren, um Geschäftsmöglichkeiten zu maximieren. Es wird natürlich weiterhin auf allen Märkten an qualifizierten KI-Spezialisten mangeln. Deshalb müssen Unternehmen darauf achten, die KI-Talente bei ihren eigenen Mitarbeitern ständig zu fördern, um die große Lücke zu schließen.

"2019 wird jeder anfangen, KI zu lernen", sagt Aman Naimat, CTO bei Demandbase. "Es gibt nur etwa 5000 Wissenschaftler in diesem Bereich, und wir können uns nicht darauf verlassen, dass sie eine industrielle Revolution anführen. Buchstäblich muss jeder über KI-Kenntnisse verfügen, vom Produktmanager bis zum Business Analysten."

Johnny Ghibril, VP of Data Science & Solution Architecture bei B.Yond, stimmt dem zu: "Es gibt einen Mangel an Talenten, der jeden betrifft und der die Unternehmen belastet, ihre Ziele zu erreichen." Ghibril meint, dass junge Datenwissenschaftler bei dem Defizit helfen können, aber dass "die Lernkurve 2019 groß sein wird".

Da die künstliche Intelligenz ein immer wichtigerer Teil unseres persönlichen und beruflichen Lebens wird, wird sich das KI-Lernen im kommenden Jahr in der ganzen Gesellschaft ausbreiten. Josh Feast, CEO und Mitbegründer von Cogito, sagt dazu: "2019 wird die Gesellschaft auf die Entmystifizierung der KI drängen und nach einem besseren Verständnis verlangen, welche Technologie tatsächlich entwickelt wird".

 

Natürlich ist es nicht einfach, die Zukunft vorherzusagen, aber bei Oracle University prognostizieren wir für 2019 einen nahezu grenzenlosen beruflichen Erfolg für alle, die sich in KI ausbilden und qualifizieren lassen.

 

Kontakt

Gerne unterhalte ich mich auch mit Ihnen darüber, per E-Mail oder LinkedIn. Ottmar Kugelmann, Senior Director Oracle University - Cloud, EMEA

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