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Gesehen und direkt gekauft – in einem Schritt

Amanda St L Jobbins
SVP, Marketing & Digital Demand Generation, EMEA & JAPAC

In der Experience Economy sind Reibungsverluste der Feind. Oder der Verbündete? Nahtlose Daten. Für führende Einzelhändler und Marketingexperten ist das keine Neuigkeit. Snap Tech verbessert z. B. sein Einkaufserlebnis durch das Abrufen von Daten aus den Backend-Datenbanken der Einzelhändler, sodass Nutzer einen Artikel sehen, ein Foto „snappen“ und das Produkt direkt kaufen können. Diese datenbasierte Lösung richtet sich nach den Wünschen der Verbraucher – und Start-ups wie Macty machen es ebenso.

 

Auf einen Blick: Gesehen und direkt gekauft - in einem Schritt

  • Aufstrebende Softwareunternehmen wie SnapTech und Macty ermöglichen mit datenbasierten Lösungen ein neues digitales Einkaufserlebnis und geben dem einstufigen Kauf neue Bedeutung  
  • Dieses sofortige Einkaufserlebnis lässt sich nur erreichen, indem intelligente und integrierte Daten erfasst und genutzt werden
  • Führende Experten für sofortige Einkaufserlebnisse sollten wie Marketingexperten ihren Ansatz für die Customer Journey überdenken – denn Innovation entscheidet über die Wettbewerbsfähigkeit

 

Ein Snap genügt

Durch eine visuelle Suche, wie etwa bei Pinterest, können Kunden Produkte finden, die sonst nur schwer aufzustöbern wären. Noch läuft nur ein kleiner Teil der Suchen so ab. Doch immer mehr Verbraucher steigen um, denn sie erkennen laut eMarketer die Vorteile.

Mit SnapTech können Verbraucher etwas fotografieren, das sie haben wollen, und es im Internet finden. Die visuelle Suchmaschine leitet Besucher dann entweder zum Kauf des entsprechenden Outfits oder Artikels oder sie schlägt eine vergleichbare Alternative vor.

Snap Tech nutzt KI, um zu erkennen, was auf einem Foto zu sehen ist. In einem auf der Oracle OpenWorld San Francisco aufgezeichneten Podcast sagte Jenny Griffiths, Gründerin und CEO von Snap Tech, dass sie schon immer die Idee faszinierte, einem Computer beizubringen, so wie Menschen zu sehen. Deshalb entwickelte sie eine Lösung, die basierend auf einem digitalen Bild dasselbe Produkt oder ähnliche Dinge online finden kann.

Sie erklärt, dass im Hintergrund eine Mischung aus Deep Learning und mathematischer Heuristik ablaufen – „was macht ein Kleid zu einem Kleid, was macht Schuhe zu Schuhen“. „Zu viel Genauigkeit bei der visuellen Suche ist der Erzfeind Nummer eins in der Branche“, sagt Griffiths. Die App analysiert ein Bild und schlägt Nutzern ähnliche Bilder vor, basierend auf Farbe und Textur. Je klarer das Bild, desto besser das Ergebnis. Doch auch auf Grundlage von Farbe und Textur funktionieren die Algorithmen bereits gut genug, um die Nutzer nicht zu enttäuschen.

 

Mehr Flexibilität für Kunden

Für das britische Startup Macty ist die visuelle Suche erst der Anfang. Durch KI und Machine Learning bietet die Technologie des Unternehmens Kunden personalisierte Empfehlungen auf Basis der Fotos, die sie hochladen. Dabei können sie mit gesprochenen Befehlen ihre Anfrage weiter anpassen.

Die Funktion „Tweak & Pick“ von Macty macht es für Käufer sogar noch einfacher, in inspirierten Momenten zu handeln und ihr Wunschprodukt zu finden. Ein Kunde sieht beispielsweise eine Jeans, hätte sie aber gerne in einer anderen Farbe. Statt nun einen Katalog oder eine lange Liste zu durchsuchen, um das richtige Produkt zu finden, lädt der Kunde einfach ein Foto der Original-Jeans hoch und passt die Anfrage an, indem er direkt mit der Software spricht.

Die CEO von Macty, Susana Zogbhi, ist davon überzeugt, dass dieser multimodale Ansatz, der verschiedene Kanäle und Bereiche zusammenführt, das Leben von Kunden einfacher macht und Marken hilft, ihre Online-Konversionsraten zu steigern. Denn die durchschnittliche Online-Konversionsrate liegt heute noch immer unter 4 Prozent. Das lässt jede Menge Raum für Verbesserung.

Die Customer Journey ist nicht mehr linear. Käufer möchten am Ende immer noch etwas kaufen, doch sie können auf verschiedene Weise dorthin gelangen. Gleichzeitig lassen Innovationen, wie Bild- und Sprachsuche, weiter die Grenzen zwischen Geräten und Kanälen verschwinden. Die Herausforderung für Marken besteht darin, Kunden auf jede Art zu unterstützen, die sie sich wünschen. Und dafür müssen Unternehmen überdenken, wie sie hinter den Kulissen arbeiten. Das beginnt damit, wie sich Daten innerhalb eines Unternehmens bewegen, und endet mit einem Service, der sich persönlich und relevant anfühlt, ganz egal welche Kanäle die Zielgruppe nutzt.

 

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