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Die glorreichen Sieben ... Faktoren für technologiegesteuerten Wandel

Karine Picard
Vice President Business Development EMEA Applications

Anpassungsfähigkeit und Agilität sind mehr als nur moderne Schlagwörter. Immer mehr zeigt sich, dass anpassungsfähige Unternehmen überleben und sich weiter entwickeln. Technologien und damit verbundene Daten werden als grundlegende Faktoren beim Aufbau eines anpassungsfähigen Modells gesehen. Aber damit ist es noch nicht getan.

Auf einen Blick: Adaptiv statt reaktiv handeln

Wenn Unternehmen schneller reagieren, muss die Personalabteilung sicherstellen, dass die Talente die Gelegenheiten nutzen.

 

Wenn Sie langfristigen Erfolg wollen, muss der Einsatz von Technologien einhergehen mit einer Investition in die Mitarbeiter und der Entwicklung einer unternehmerischen und gemeinschaftlichen Einstellung. Das ist ohne die HR nicht möglich.

Unsere kürzlich mit der Otto Beisheim School of Management durchgeführte Studie ergab, dass Technologieinvestitionen nur echte Ergebnisse bringen, wenn dabei sieben menschliche und kulturelle Faktoren zum Tragen kommen. Ohne diese Faktoren steigert Technologie die betriebswirtschaftliche Effizienz eines Unternehmens nur um ca. 5 % – Unternehmen, die im Wettbewerb bestehen müssen, brauchen weit mehr. 

Die Zuständigkeit für diese Faktoren liegt bei den HR-Teams. Diese könnten ihrer Aufgabe gerecht werden, indem sie Maßnahmen organisieren, um die Zusammenarbeit der Mitarbeitern zu fördern, mit Führungskräften gemeinsam auf die richtige Kultur hinzuarbeiten oder neue Schulungen und Leistungsbewertungen zu entwickeln. Eines steht fest: HR-Teams werden gebraucht, um sicherzustellen, dass Technologieinvestitionen um Investitionen in die Mitarbeiter ergänzt werden . So lässt sich ein Ergebnis erzielen, das sich positiv in der Bilanz niederschlägt. 

Um welche sieben Faktoren handelt es sich nun konkret und warum sind sie so wichtig?

1.    Kritisches Denken und offene Fragen: Wenn niemand den Status quo hinterfragt, bleibt immer alles beim Alten. Stellen Sie sich einmal vor, jeder Mitarbeiter würde sich ohne Weiteres trauen, Fragen zu stellen: Wie viele Probleme ließen sich von vornherein vermeiden? Und in welchem Maß könnte das Unternehmen von diesem zusätzlichen, kollektiven intellektuellen Potenzial und von derart engagierten Mitarbeitern profitieren.

2.    Unternehmerische Kultur: Durch die Schaffung einer für Start-ups typischen Umgebung, in der Mitarbeiter grundsätzlich bestärkt werden, geltende Standards zu hinterfragen, sichern Sie sich einen Vorsprung. Wenn Ihre Mitarbeiter die Freiheit haben, Ideen auszutesten und schnelle, fundierte Entscheidungen zu treffen, finden sie womöglich Antworten und erschließen Möglichkeiten, die noch nie in Betracht gezogen wurden. 

3.    Offene Kommunikation und Zusammenarbeit: Videokonferenz- und Nachrichtendienste erleichtern zweifellos die Kommunikation zwischen mehreren Standorten. Echte Zusammenarbeit ist allerdings noch wertvoller. Mit dem richtigen Training und der passenden Einstellung können vielfältige Teams gemeinsam an einem Projekt arbeiten, ganz egal wo in der Welt sie sich befinden. Davon profitiert auch der freie Wissensaustausch, wenn Teams offen um Input bitten und neue Ideen dankbar annehmen.

4.    Datenbasierte Entscheidungen: Durch eine bessere Vernetzung und intelligentere Tools haben wir Zugriff auf immer mehr und aussagekräftigere Daten. Mit deren Hilfe können wir neue Erkenntnisse gewinnen, Effizienzsteigerungen erzielen und neues Potenzial erschließen. Aber nur 38 % aller Mitarbeiter sagen, dass die Entscheidungsfindung in ihrem Unternehmen auf Daten basiert. Durch die Nutzung von Daten als Entscheidungsgrundlage (anstelle von herkömmlichen Weisheiten oder Erfahrungen) lassen sich Risiken mindern. Gleichzeitig gewinnen Mitarbeiter an Selbstvertrauen, wenn sie ihre Meinung äußern und Vorschläge einbringen können.

5.    Flexibilität und Akzeptanz des Wandels: Neue Technologien gehen unweigerlich einher mit Veränderungen, und die Bereitwilligkeit, auch einmal andere Vorgehensweisen auszuprobieren ist wesentlich, um optimalen Nutzen aus solchen Neuerungen zu ziehen. Flexible Arbeitsbedingungen sind ein klassisches Beispiel – Unternehmen, die ihren Mitarbeitern die Möglichkeit bieten, ihre Arbeit eigenverantwortlich ohne örtliche und zeitliche Vorgaben zu erledigen, werden durch gute Leistungen und motivierte Mitarbeiter belohnt. 

6.    Lernkultur: Häufigere Veränderungen bedeuten, dass mehr Zeit investiert werden muss, um den Umgang mit neuen Technologien zu erlernen, Prozesse zu verinnerlichen und neue Kompetenzen zu erwerben. Darum empfiehlt es sich, Lernen zu einem Standardelement des Arbeitslebens zu machen. Wäre es nicht denkbar, dass alle Mitarbeiter jede Woche – oder sogar jeden Tag – eine Lernzeit fest einplanen? Dies würde sicher bedeuten, dass sich neue Ideen deutlich schneller testen und umsetzen ließen.

7.    Gemeinsame digitale Vision: Wenn die digitale Vision und Richtung eines Unternehmens allgemein bekannt ist, können Mitarbeiter selbstständig Kurskorrekturen vornehmen. In einem solchen Unternehmen würden alle Mitarbeiter, von der Führungsetage bis zur Laderampe, dem richtigen, datenbasierten Kurs folgen, und Sie könnten jederzeit überprüfen, dass alle am gleichen Strang ziehen.
 

Bei Vinci, einem französischen Großunternehmen aus dem Bausektor, setzte sich die Erkenntnis durch, dass datengesteuerte Entscheidungen eine Notwendigkeit sind. Der Personaldatenbestand des Bauriesen, der fast 195.000 Mitarbeiter in ungefähr 100 Ländern beschäftigt, war über mehrere unterschiedliche Systeme verteilt. Jetzt werden alle diese Daten im HCM Cloud System von Oracle gesammelt, das allen HR-Managern als zentrale Referenz dient. Auf diese Weise stehen vollständige, zuverlässige Mitarbeiterinformationen zur Verfügung, die es ermöglichen, die idealen Kandidaten für neue Projekte zu finden und Talente zu entdecken, die andernfalls verborgen geblieben wären. Damit ist der Grundstein für ein anpassungsfähiges Unternehmen gelegt, das in der Lage ist, die oben angeführten sieben Faktoren zur Verwirklichung der Unternehmensvision zu nutzen. 

 

 

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