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Das sind die 10 wichtigsten Cloud-Trends 2019

Das sind die 10 wichtigsten Cloud-Trends 2019

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Bei allen, die mit aktuellen Marktentwicklungen Schritt halten müssen, ist Cloud Computing selbstverständlicher Teil des alltäglichen IT-Betriebes geworden. Das gilt besonders für multinationale Unternehmen, aber nicht weniger für Mittelständler. Damit wachsen auch deren Anforderungen an die Cloud-Provider rapide weiter. Mehr und mehr Cloud-User suchen skalierbare Services, professionelle Cloud-Consultants und Multi-Cloud-Technologien.

 

Die Cloud-Trends hat Gartner, renommiertes IT-Marktforschungsunternehmen, bündig zusammengefasst. Cloud Computing steht demnach unmittelbar vor dem verbreiteten produktiven Einsatz. Der Befund von Gartner-Analyst Gregor Petri: Cloud-Technologien sind heute die primäre Option – nicht mehr nur eine von vielen IT-Infrastruktur-Möglichkeiten. Fast 90 Prozent aller Organisationen und Unternehmen, die bereits Cloud-Dienste einsetzen, bauen auf eine Cloud-first-Strategie.

Hier kommen die zentralen Entwicklungen, die Sie nicht übersehen sollten: 10 Cloud Trends 2019.

 

1. Security first! KI sorgt für Datensicherheit in der Cloud

Mit dem extremen Wachstum an Business-Anwendungen in der Cloud hat sich auch die Menge an sensiblen Daten dramatisch erhöht. Über ein Viertel aller Unternehmensdaten liegen schon heute in der Cloud – ein großer Anreiz für Cyberkriminelle! Kritische Schwachstellen gibt es bei vielen Cloud-Anbietern besonders bei den unterschiedlichsten Kooperationstools auf Grundlage von Software-as-a-Service (SaaS), mit denen Unternehmen ihre Effizienz steigern und das Kundenbeziehungsmanagement deutlich verbessern. Schnittstellen zu den verschiedenen Kommunikationskanälen sind immer noch nicht genügend geschützt. Das beginnt schon mit grundlegenden Konfigurationsfehlern bei Platform-as-a-Service-Applikationen. Zusätzlichen Druck hinsichtlich der Datensicherheit übt die im Mai vergangenen Jahres in Kraft getretene EU-Datenschutzgrundverordnung aus.

So gehört auch 2019 die Wahl des richtigen Providers zu den wichtigsten Cloud-Trends. Als verantwortlicher IT-Manager sollten Sie hier nach zertifizierter Datensicherheit Ausschau halten. Nur das unabhängige Audit eines externen Beraters zu allen sicherheitsrelevanten Aspekten einer cloudbasierten Infrastruktur kann Ihrem Unternehmen die Sicherheit bieten, die für sensible Unternehmensdaten erforderlich ist. Das C5-Testat des Bundesamtes für Sicherheit in der IT (BSI) gibt hier die Standards vor. 2019 werden außerdem aktuelle Entwicklungen der Künstlichen Intelligenz (KI) Einzug in die Cloud-Security halten. Selbstlernende Prozesse erkennen dann automatisch, wenn ungewöhnlicher Netzwerk-Traffic einsetzt, damit unzulässige Datenflüsse abgewehrt werden können.

 

2. Künstliche Intelligenz in der Cloud wird Standard

Nicht nur im Bereich Data Security wird KI ein elementarer Bestandteil der Cloud. So wird die Bedeutung von AIOps (Artificial Intelligence for IT Operations) weiter wachsen und damit Analytics at scale zum Standard werden, um Anforderungen in der IT-Landschaft des Unternehmens selbsttätig zu erkennen. Diese Technologie steht unmittelbar vor der endgültigen Marktreife – deutlich erkennbar daran, dass immer neue Anbieter in diesem Marktsegment auftauchen. Natürlich sind herkömmliche Predictive Analytics Tools erforderlich, um komplexe Multi-Cloud-Infrastrukturen zu administrieren. Aber gerade deshalb gehören intelligente Operationen im IT-Management zum Standard in den Betriebsfunktionen.

 

3. Multi-Cloud setzt sich durch

Der Einsatz von mehreren verschiedenen Cloud-Services wird in vielen Unternehmen Standard. Aus diesem Grund wird das so genannte Multi-Cloud-Edge-Management in diesem Jahr an Bedeutung gewinnen und zu einem wichtigen Vermögenswert des Unternehmens heranwachsen: Multi-Cloud-Edge-Managementtools organisieren und integrieren die vielen Multi-Endpunkte der Cloud-Landschaft. Genau diese Endpunkte liefern unternehmenswichtige Daten, deren Verarbeitung wesentliche Erkenntnisse und Entscheidungshilfen für die Unternehmensführung liefern.

 

4. Service-Plattformen ersetzen isolierte Einzelprojekte

In Unternehmen entstehen mit der digitalen Transformation Lösungen, die einzelne Geschäftsprozesse nahezu ideal abbilden. Durch diese Nachbildungen entwickelt sich das Unternehmen jedoch nicht weiter. Aus diesem Grund sind Service-Plattformen auf dem Vormarsch, die zum einen die schnelle Umsetzung einer Lösung für einen Use Case ermöglichen und zum anderen gleichzeitig Lösungen für viele zusätzliche Anwendungsfälle bieten. Dadurch verringert sich der Entwicklungsaufwand für neue Lösungen deutlich. Fachabteilungen können so ihre Anwendungsprogramme auf der Service-Plattform eigenständig weiterentwickeln oder sogar selbst modellieren. Schnittstellen zu anderen Anwendungen in der Unternehmenscloud sorgen für Interoperabilität.

Bei der digitalen Transformation von Unternehmen hat sich herausgestellt, dass viele Einzelprojekte zu weit von essenziellen IT-Lösungen entfernt sind, um das Unternehmensziel zu erreichen. Kundenbedürfnisse sollen zwar im Mittelpunkt stehen, doch dann hakt es in der Praxis beispielsweise am Extranet eines Lieferanten oder an fehlenden Schnittstellen bei Kunden-Applikationen. An diesen Stellen wird zwar Big Data produziert, diese Daten passen jedoch oft nicht zu den eigenen IT-Lösungen, die quasi die DNA eines Unternehmens darstellen. Daneben erzeugen die oben genannten isolierten Einzelprojekte häufig Prozesse, die weder das Unternehmen wirklich voranbringen noch dem Kunden einen spürbaren Nutzen bringen. Dieses Problem wird in den Cloud-Trends 2019 zunehmend gelöst. Ob Public oder Private Cloud – die Geschäftsprozesse eines Unternehmens werden schnell und ohne Prozessbrüche quasi End-to-End digitalisiert werden, und zwar unter Einbeziehung aller internen und externen Stakeholder, Datenquellen und vorhandenen IT-Lösungen.

 

5. Artificial Intelligence erledigt die Verschlagwortung digitaler Inhalte

Speziell in industriellen Produktionsbetrieben entstehen immer mehr digitale Assets, z. B. Baupläne, Fotos oder Dokumente. Hier helfen Digital-Asset-Management-Lösungen, Assets anwendergerecht zu verwalten und effektiv zu nutzen. Um diesen Content gemeinsam mit Kunden und Partnerfirmen nutzen zu können, sind Cloudlösungen höchst nützlich. Das schnelle Auffinden von Assets ist dabei unmittelbar mit der Qualität der damit verbundenen Keywords verknüpft. Auch wenn die Verschlagwortung neuer Assets manuell nach genau vorgegebenen Standards erfolgt, so entstehen in der Praxis doch häufig neue Aspekte, nach denen dann später gesucht, jedoch nichts gefunden wird. Dienste von Drittanbietern, die das Keywording der Assets vornehmen, arbeiten häufig zu allgemein. Hier setzt einmal mehr die Künstliche Intelligenz an. Dabei können spezialisierte Digital-Assets-Management-Lösungen durch den Einsatz von KI lösungsspezifische Nutzungsszenarien schaffen.

 

6. Cloud Computing steigert 2019 die Agilität des Mittelstands

Auch in KMUs werden ja immer häufiger Cloud-Dienste genutzt. Diese Entwicklung wird 2019 durch einen zusätzlichen Aspekt angeheizt: Kleine und mittelständische Unternehmen bleiben nur dann wettbewerbsfähig, wenn sie im Vergleich zu größeren Konkurrenzunternehmen flexibel auf veränderte Märkte reagieren, besseren Kundenservice bieten, mit Innovationen punkten und agiler handeln. All diese Merkmale werden durch Cloud-Services leichter erreicht. Big Player einer Branche sehen sich bei der Einführung und Nutzung von Clouddiensten häufig mit Problemen bei der Cloud-Integration konfrontiert und fahren Projekte des Change Managements buchstäblich an die Wand. Zwar sind in großen Unternehmen vielfältige Tools des Cloud Computings vorhanden, sie werden aber nicht dem Unternehmensziel entsprechend eingesetzt. Diese Schwachstelle können kleine und mittelständische Unternehmen zu ihrem Wettbewerbsvorteil nutzen, da hier die Integrationshürden wesentlich kleiner sind – eine Strategie, die inzwischen immer öfter erfolgreich eingesetzt wird. Gerade KMUs werden also mehrfach von der Einführung und Nutzung von Cloud-Technologien profitieren.

 

7. Cloud Governance ersetzt Cloud Management

In großen Unternehmen und Organisationen wollen immer wieder eine unüberschaubar große Anzahl von Interessengruppen mitreden, wenn es um Entscheidungen im Bereich Cloud Services geht. Zwar steigen die Ansprüche der Unternehmen an Cloud Services immer weiter, aber zugleich sollen auch die Wünsche aller Interessengruppen berücksichtigt werden – was durchaus nicht immer in dieselbe Richtung gehen muss: Ein Finanzcontroller etwa richtet den Blick auf das Kosten-Nutzen-Verhältnis, ein Administrator wünscht sich wiederum spezielle Hardware und Management-Tools. Alle unter einen Hut zu bringen, kostet Zeit und Mühe. Das damit verbundene Risiko ist, dass Clouddienste ohne erforderliches Know-how im Unternehmen zum Einsatz kommen.

Hier sehen führende Cloud-Anbieter im kommenden Jahr den Übergang von Cloud Management zur Cloud Governance als eine wichtige Kernaufgabe – auch und insbesondere in Bezug auf Multi-Cloud-Plattformen. Die Einhaltung von Cloud-Standards gemäß den Normen ISO 27017 und ISO 27018 schafft nicht nur unternehmensintern Vertrauen in die neue Technik, sondern schafft auch die Grundlagen für die Nutzung von Multi-Cloud-Produkten mit einem erhöhten Maß an Sicherheit.

 

8. Cloud-Services als Abonnement

Weitere Trends im Cloud Computing sind bei skalierbaren Ressourcen zu erkennen, mit denen der Kunde auf geänderte Anforderungen seiner IT-Infrastruktur reagieren kann. Bedarfsspitzen nach Rechenleistung, Speicherplatz und Datenbankgrößen sollen jederzeit individuell abgefangen werden können. Deshalb führen viele Unternehmen Cloud-Services im Abo-Modell ein und können so auf kurzfristige Bedürfnisse reagieren. Ein solches Abo-Modell geht jedoch über die ausschließliche Skalierbarkeit von Cloud-Plattformen weit hinaus. Weil Cloud-Anbieter ihr Serviceangebot anpassen, um flexibel auf Kundenbedürfnisse eingehen zu können, entstehen neue Abrechnungsmodelle unter der Bezeichnung "Cost Governance as a Service" oder auch "Solution Architect as a Service". Sie sollen den Auf- und Ausbau komplexer IT-Architekturen erleichtern.

 

9. Der neueste Trend: Container-Management

Im Bereich Einführung von Cloud-Anwendungen im Unternehmen taucht das Container-Management erstmals in den Cloud Trends 2019 auf. Mit entsprechenden Container-Lösungen können Unternehmen eine große Anzahl von in Containern gebündelten Anwendungen in einer Produktionsumgebung einsetzen. Der Vorteil hierbei ist die Option, eine Abstraktionsebene zwischen On-Premises-Systemen und Public Clouds einzuziehen. So helfen Container-Management-Systeme etwa dabei, die Interoperabilität zwischen verschiedenen Cloud-Welten zu erleichtern und Integrationsprobleme zu lösen. Solche Container können sowohl on premise und auf offenen IaaS-Plattformen laufen als auch in beiden Umgebungen gleichzeitig.

Derzeit ist der Einsatz von Container-Management-Systemen noch in der Startphase. Deshalb sollten die IT-Fachabteilungen bereits jetzt erste Versuche mit dieser Technik fahren, um z. B. Anwendungen in Linux-Umgebungen zu bündeln und auszurollen. Empfehlenswert sind Containerlösungen für Firmen und Organisationen, die sich an DevOps-Ansätzen orientieren und vorrangig auf Microservices-Architekturen bauen wollen.

 

10. Wachstum durch digitalisierte Produkteinführung in der Cloud

Produktionsbetriebe und deren Vertriebsabteilungen brauchen oft lange, bis neue Produktinformationen im gesamten Unternehmen angekommen sind. Das ist nun für eine zielführende Marktforschung nicht wirklich hilfreich. Informationen aus der Verkaufsabteilung erreichen häufig nicht die Unternehmenszentrale. Ob und welche Verkaufsmaßnahmen Erfolge aufweisen und in welchen Märkten es Probleme bei der Produkteinführung gibt – all diese Informationen erfordern immer kürzere Reaktionszeiten.

Die praktikable Lösung dieses Problems ist eine digitalisierte Produkteinführung in der Cloud. Alle relevanten internen Abteilungen – vom Produktmanagement, Marketing, Verkauf über das Rechnungswesen bis zur Rechtsabteilung – sowie erweiterte Organisationen (regionale Verkaufsleiter, Reseller, Geschäftsführer von Niederlassungen usw.) können hier in Geschäftsprozesse als gleichberechtigte Partner eingebunden werden. Auf diese Art werden Prozesse lückenlos nachvollziehbar digitalisiert, normiert und beschleunigt. Dieses Verfahren bildet eine solide Basis für Wachstum und Rentabilität.

 

 

FAZIT: Cloud Computing ist jetzt bald alternativlos

Die Diskussion über das Thema Cloud Computing hat sich in den vergangenen vier Jahren grundlegend verändert, hat Gartner Inc. festgestellt. Die Cloud hat 2019 den Status eines "Hypes" endgültig verlassen und ist durch den verbreiteten Einsatz in Firmen und Organisationen zur Normalität geworden. Lange Zeit waren die Werber für Cloud-Servíces mit vielen Skeptikern und grundsätzlichen Zweifeln konfrontiert. Diese Debatte ist nun der verbreiteten Überzeugung gewichen, dass der produktive Einsatz von Cloud-Technologien in aller Regel alternativlos ist.

 

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