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Developer Trends 2019: Die Zukunft für Entwickler bringt … Entwicklungsbedarf!

Was willst du machen? Developer sind manchmal Treiber der Entwicklung, manchmal Getriebene. Im ersten Fall dürfen sie die Bodenhaftung, d. h. den Blick für die praktischen Herausforderungen der Anwender, nicht verlieren. Sie können aber auch im Handumdrehen selbst den Anschluss verpassen, wenn sie aktuelle Trends übersehen – technische Innovationen ebenso wie Verschiebungen auf den für die IT relevanten Märkten. Zur Bewältigung dieses Spagats hier also ein Blick auf das Developer-Radar für 2018/2019.

 

Auf einen Blick: Trends für Entwickler 2019

 
Developing wird noch dynamischer als 2018. Ein Überblick zu Leistung, Sicherheit, Cloud-, JavaScript, Serverless etc.

 

2018 war die Großwetterlage für die Developer-Szene, gelinde gesagt, dynamisch. Und in diesem Jahr riecht es schon jetzt nach noch mehr Turbulenzen. Welche neuen Fähigkeiten werden Entwickler dafür brauchen? Wir machen dazu eine Gegenüberstellung: einige wichtige Meilensteine und Geschichten aus dem Jahr 2018 mit einem Blick darauf, wie sie aktuelle Ereignisse prägen, und dann die besten verfügbaren Prognosen für die Zukunft der Entwickler (Download) im Jahr 2019.

 

Sicherheit und Leistung unter Hochdruck

Google und Facebook haben 2018 ja mal eben die Daten von jeweils über 50 Millionen Nutzern in die Welt entlassen. Dann gab es noch peinliche Baustellenpannen wie Meltdown und Spectre – man muss also nicht lange suchen, um zu belegen, dass Datensicherheit nach wie vor ein heißes Thema ist; wohlgemerkt, ohne dass eine nachhaltige Lösung in Sicht wäre. Auch die Probleme beim beliebten Paketmanager NPM letztes Jahr waren wieder ein Alarmsignal. 2019 sollten sich Entwickler konsequenterweise in Sachen Sicherheit in Topform bringen, HTTPS lernen und Vorsicht walten lassen, wenn sie potenziell gefährdete Bibliotheken von Drittanbietern verwenden.

Ebenfalls ganz oben auf der Aufmerksamkeitsskala für Entwickler ist das Thema Performance. Nutzer haben nämlich angefangen, sich mit ihren Mobilgeräten anders zu verhalten: Sie laden Apps nicht mehr so oft herunter wie früher. Die Prognosen 2019 für den Umgang mit mobilen Geräten deuten in der Tat auf mehr Benutzeraktivität mit mobilem Webbrowsing als mit nativen mobilen Anwendungen hin. Um die mitunter bemitleidenswerte Geschwindigkeit mobiler Internetverbindungen und -verarbeitung auszugleichen, kamen 2018 innovative Entwicklungsstrategien und Best Practices zur Verbesserung der Webleistung auf.

Ein hybrider Ansatz für die Bereitstellung von Anwendungen aus Sicherheitsgründen wird daher 2019 kommen, prognostiziert Siddhartha Agarwal, Vice President für Produktmanagement und Strategie bei Oracle. Sicherheits- und Leistungsanforderungen sollen so in Einklang gebracht werden. Dieser Ansatz, den Cloud-Dienstleister vorantreiben werden, wird die hohe Leistung und Effizienz des Betriebs in Containern mit einer schlanken virtuellen Maschine für mehr Sicherheit und Abschottung kombinieren.

 

Wie der Wechsel von Legacy zu Cloud in trockene Tücher kommt

Für neue interne Unternehmensentwicklungsprojekte ist Cloud-native zwar die Methode der Wahl, aber die große Mehrheit älterer Tech-Stacks ist noch nicht Cloud-nativ, unterstreicht Agarwal. Er prognostiziert daher für 2019 neue Technologien, die darauf abzielen, Legacy-Anwendungen zu modernisieren und zu containerisieren, um sie ähnlich wie Cloud-native Anwendungen zu verwalten. Dieser Trend wird es erfahrenen Entwicklern ermöglichen, auf bestehenden Skillsets aufzubauen.

Darüber hinaus werden Entwickler 2019 zunehmend mit Plattformingenieuren zusammenarbeiten. Diese immer wichtigere Funktion hat Ähnlichkeit mit einem Systemadministrator für die Cloud. Der Job wird sein, die Ressourcenverfügbarkeit und -sicherheit für die Entwicklung und Bereitstellung von Cloud-basierten Anwendungen zu verwalten und zu überwachen.

 

Weiter ein zentraler Schauplatz: JavaScript

In der dynamischen Welt von JavaScript gab es 2018 einen großen Schub: Statische Typisierung wurde markant populärer. Allerdings dürfte keiner der bisherigen Konkurrenten (einschließlich Microsofts TypeScript) JavaScript als Go-to-Sprache des Webs ersetzen.

Darüber hinaus zeichnet sich ab, dass Node.js und Express.js 2019 dominieren werden, nachdem sie sich zum wichtigsten – und standardisierten – Weg entwickelt haben, um Backend-API-Server zu schreiben. Zugleich stieg 2018 auch die Popularität des Lernens von GraphQL deutlich, was weiterhin ein heißes Thema in der Entwicklergemeinde sein wird.

Im vergangenen Jahr konzentrierten sich React, Angular und Vue stark auf die Verbesserung der CLI-Erfahrung und der Rendering-Performance – inzwischen allesamt praktikable Optionen für die Entwicklung schneller Frontend-Anwendungen. Dieser Trend wird sich 2019 fortsetzen; es lohnt sich also, mehr über diese Bibliotheken zu erfahren.

Weitere hervorstechende Geschichten in Sachen Webentwicklung waren 2018 die Akzeptanz und Stabilität rund um das CSS-Grid, der Wechsel von Microsoft zu einem Chromium-basierten Browser, die Veröffentlichung von Babel 7.0 zur besseren Anpassung des JavaScript-Ökosystems, die erhöhte Prävalenz von Progressive Web Apps und die verbesserte Akzeptanz von Webkomponenten bei den fünf großen Browsern.

 

Serverless macht's einfach – aber die Grundlagen bleiben wichtig

IT-Innovationen und -Fortschritte haben im Jahr 2018 das Leben für Entwickler einfacher gemacht: Sie können sich zunehmend auf die Anwendungslogik und den Betrieb konzentrieren. Der Aufstieg der serverlosen Architektur, Cloud-basierte autonome Datenbanken, Infrastructure-as-a-Service und die Einführung von Modul-Bundlern wie Webpack 4 und Parcel… mit all dem brauchen sich Entwickler jetzt weniger um Werkzeuge, Konfigurationen, Patches, Provisionierung, Tuning und Skalierung zu kümmern.

Agarwal prognostiziert, dass Serverless durch seine Wirtschaftlichkeit 2019 sowohl deutlich populärer als auch innovationstreibender wird. Serverless sollte also schnell in andere Geschäftsfelder expandieren, und es sollte ein offener Standard entstehen, wenn Entwickler ihre Workloads auf mehrere Clouds verteilen und diejenigen auswählen, die eine Bindung an den Anbieter vermeiden.

Obwohl Managed Services und Innovationen sicher boomen werden, ist es dennoch dringend ratsam, dass Developer weiter an ihren grundlegenden Fähigkeiten wie Systemdesign und guter Architektur feilen. Sie sollten mehr über Datenstruktur und Algorithmen in Erfahrung bringen, ihre SQL-Kenntnisse erweitern und lernen, wie sie relationale Datenbanken skalierbar aufbauen können. Die Grundlagen der Informatik ändern sich nicht – Entwickler sollten sie jederzeit abrufbar im Hinterkopf behalten.

 

Innovationen im Visier behalten!

2019 werden Entwickler außerdem immer mehr von Datenwissenschaft verstehen müssen – und die Modelle dieser Disziplin in ihre Arbeitsabläufe integrieren. Agarwals Prognose: Bis Ende des Jahres werden 80 % der benutzerdefinierten Apps Embedded Intelligence als herausragendes Feature beinhalten. Zukünftige Software wird maschinelles Lernen nutzen müssen, um die Bedürfnisse der Benutzer zu antizipieren. Warum also nicht ihre Fähigkeiten durch maschinelle Lern-APIs verbessern? Agarwal sieht auch voraus, dass die Vorherrschaft von Bots den Markt überschwemmen und so den Bedarf an intelligenten Schnittstellen erhöhen wird, die den richtigen Bot für die richtige Aufgabe auswählen können.

Die Blockchain wird 2019 ebenfalls eine zentrale Rolle spielen, insbesondere in regulierten Branchen, wo Vertrauen und Transparenz im Vordergrund stehen. Entwickler werden Daten aus einem externen Blockchain-Ledger abfragen und können bereits Funktionen einbetten, die einen bestimmten Blockchain Cloud-Dienst aufrufen.

Der Kosmos des Developings wird schneller wachsen als je zuvor. Da Technologien wie Blockchain, Chatbots und Machine Learning für reale Projekte hinreichend ausgereift sein werden, können Entwickler jetzt richtig loslegen. Eine gute Basis dafür: Schulungen und Validierung der Kenntnisse und Fähigkeiten mit offiziellen Zertifizierungen: education.oracle.com.

 

Kontakt

Gerne unterhalte ich mich auch mit Ihnen darüber, per E-Mail oder LinkedIn. Ottmar Kugelmann, Senior Director Oracle University - Cloud, EMEA

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