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Cloud Computing: Willkommen in der Cloud

Cloud ist ein Buzzword, und zwar verdientermaßen! Im Internet nutzen wir die Cloud schon längst in irgendeiner Form – oft ohne einen Gedanken daran zu verschwenden. „In der Cloud“ ist auch kein Platz, der etwa IT-Hightech-Unternehmen vorbehalten wäre. Denn jeder kann Cloud-Computing aktiv oder passiv nutzen. Und zwar vom simplen Google-Konto bis hin zu hoch entwickelten und komplexen Plattformen für unterschiedlichste IT-Zwecke. Wie das funktioniert und wie wir uns die Cloud nutzbar machen können, erläutern wir in diesem Beitrag.

Was ist die Cloud?

 

Auf Skizzen oder Übersichtsplänen einer IT-Infrastruktur sieht man häufig, dass das Internet mit einer Wolke (eben der Cloud) symbolisiert ist. Die an diese Wolke angebundenen Komponenten gehören zur Gesamtheit der Cloud, früher oft "Datenwolke" genannt. Sie stellt Datenspeicher, Rechenleistung und Softwarelösungen zur Verfügung.

 

Schnelle Internetanbindungen ermöglichen es heute, auch extrem große Datenmengen zu verschiedensten Zwecken in die Cloud auszulagern. Eine typische und bekannte Cloud-Anwendung für private Anwender sind die Google Apps mit Anwendungen wie Textverarbeitung (Google Docs), Tabellenkalkulation und Kalender. Diese Applikationen werden ausschließlich über den jeweiligen Webbrowser des Nutzers dargestellt. Die eigentliche Software liegt dagegen in der Cloud: Dokumente und Daten, die Nutzer hochladen und bearbeiten, werden auf sogenannten virtuellen Laufwerken in der Cloud gespeichert. Sie stehen dann bei Bedarf in jedem Webbrowser der Welt zur Verfügung. Hier ist der erste große Vorteil von Cloudanwendungen: Der Nutzer braucht keinen eigenen Speicher mehr für diese Daten und Anwendungen. Sie stehen auf hochverfügbaren und sicheren Servern bereit.

Virtuelle Laufwerke sind eine weitere häufige Anwendung von Cloudsystemen. Wie der Name schon sagt, ist ein virtuelles Laufwerk eine Art Software-Abbildung des jeweiligen realen Laufwerks (z. B. einer Festplatte), die sich für den Endnutzer auch so verhält. Bekannt sind sie z. B. als Microsoft OneDrive, Google Drive oder DropBox. Virtuelle Laufwerke dieser Art dienen zugleich oft als Backup-Medium in der Cloud: Bei einem Defekt lokaler Festplattenlaufwerkes stehen die gesicherten Daten weiterhin in der Cloud zur Verfügung.

Wo sind meine Daten in der Cloud?

Die“ Datencloud ist tatsächlich eine internetbasierte Infrastruktur von vielen Servern. Um Lasten wie z. B. Speicher- und Rechenkapazitäten zu verteilen, können bzw. müssen sogar bei großen Cloudsystemen die Server weltweit verteilt sein. Denn globale Anbieter müssen pausenlos massive Datenströme von überallher verarbeiten, mit denen auch der größte einzelne Server schnell an das Limit seiner Ressourcen käme. Daher betreiben internationale IT-Konzerne wie z. B. Oracle Ihre Rechenzentren vernetzt auf der ganzen Welt.

Wo sind meine Daten in der Cloud?

Es gibt aber auch unternehmenseigene Clouds für firmeninterne Daten und Anwendungen. Sie werden in der Regel in ganz konkreten angemieteten Rechenzentren gehostet, deren Standorte dem Unternehmen bekannt sind. Das ist insbesondere dann notwendig, wenn datenschutzrechtliche Vorgaben (z. B. EU-DSGVO) oder branchenspezifische Compliance-Regeln eingehalten werden müssen.

Cloud-Computing geht aber auch noch kleiner, sozusagen als „Personal Cloud“. So gibt es die Möglichkeit, seine persönlichen Daten auf einem kleinen Server zu Hause abzulegen und per Internetanbindung verfügbar zu machen. Hierfür genügt bereits ein Kleinstcomputer wie der Raspberry Pi. Der Besitzer kann so weltweit und jederzeit auf alle Daten und Anwendungen seiner privaten Cloud zugreifen. Die Frage "Wo werden Daten in der Cloud gespeichert?" stellt sich in der Praxis also kaum. Wesentlich ist, dass Daten auf jedem Gerät, an jedem Ort und jederzeit zur Verfügung stehen.

Neben ausschließlich cloudbasierten Anwendungen und Datenspeichern gibt es auch sogenannte hybride Cloudlösungen, die vornehmlich in Unternehmen eingesetzt werden. Hierunter versteht man eine Mischform aus unternehmenseigener IT-Landschaft und einer Cloudlösung.

Backup in der Cloud – wie funktioniert das?

Die zuletzt genannte Hybrid-Cloud wird besonders bei Backupsystemen verwendet: Ein Unternehmen lagert seine Datenquellen – dies können sowohl Datei- als auch Datenbankserver sein – im eigenen Haus und nutzt als Backup-Medium die Cloud eines geeigneten Anbieters, der sämtliche Datenbanken und Dateien des Unternehmens als Datensicherung in sicheren Rechenzentren speichert und im Notfall wieder zur Verfügung stellt.

Für solche Backups bietet Oracle die Cloud-Dienste Oracle Database Backup Service sowie die Oracle Storage Cloud an. Diese Lösungen sind für größere Unternehmen gedacht, die eine Umstellung auf ein hybrides Cloud-Angebot planen. Der Datenbank-Backup-Service ist als ein Element einer mehrschichtigen Restore-Strategie für Notfälle nach einem Datenverlust. Dieser Service ist Teil eines Platform-as-a-Service-Angebotes (PaaS).

Wie sicher sind die Daten in der Cloud?

Die Frage nach der Sicherheit der Cloud ist durchaus zu Recht ein IT-Dauerbrenner, bei dem Begriffe wie VPN, Verschlüsselung und Hochverfügbarkeit ins Spiel kommen. Unternehmen lagern zunehmend digitale Prozesse in die Cloud aus und legen unternehmenskritische Daten bei Global Playern wie Oracle aus. Normalität? – Viele kleinere Unternehmen machen sich dennoch Sorgen um ihre Daten, wenn es um Cloud Computing geht.

Wie sicher sind die Daten in der Cloud?

Eine sichere Cloudarchitektur basiert vor allem auf dem Bewusstsein um den Worst Case. Da Cloud-Technologie vornehmlich auf verteilte Ressourcen setzt, gibt es viele Angriffspunkte, die abgesichert sein müssen. Die Cloud stellt durchaus hohe Anforderungen an die IT-Sicherheit: Unternehmensinterne Sicherheitsrichtlinien können leicht umgangen werden, so dass der Ruf nach neuen Kontrollmechanismen immer lauter wird.

Die meistgenannten Sicherheitsrisiken in der Cloud

1.    Datenverlust: Sobald Daten eines Kunden bei einem Cloudanbieter verlorengehen, drohen langwierige Gerichtsverfahren, Schadensersatzforderungen seitens des Kunden und mögliche Image- und Auftragsverluste. Allein deshalb setzen Cloudanbieter auf höchste Sicherheitsstandards.

2.    Gehackte Interfaces und APIs: Die Schnittstelle, über die das Unternehmen seine Daten in der Cloud erreicht, stellt hohe Anforderungen an Authentifizierungsmechanismen und Verschlüsselungstechniken. Sobald Drittanbieter ins Spiel kommen, die auf der Basis von APIs z. B. Benutzeroberflächen entwickeln sollen, wächst das Risiko, da hierüber einem weiteren Personenkreis Zugriffe auf Services und interne Daten gewährt werden müssen.

3.    Insider mit kriminellen Absichten: Die größten Gefahren lauern im internen Kreis des Unternehmens. Ein Angestellter, z. B. ein Systemadministrator, der das Unternehmen verlässt und Zugangsdaten zu Clouddiensten mitnimmt, kann nach seinem Ausscheiden unter Umständen eine komplette IT-Infrastruktur zerstören oder auch Daten manipulieren.

Dies sind nur einige exemplarische Szenarien für Gefahrenquellen durch mangelhafte Cloud-Sicherheit. Aber: Wie bereits erwähnt, kann es sich kein renommierter Cloud-Anbieter leisten, Kunden durch Schwächen der IT-Sicherheit zu verlieren. Viel gefährlicher ist es unterm Strich, sich auf die Sicherheit firmeneigener IT-Strukturen zu verlassen. Denn Sicherheitsstandards, wie sie moderne Cloud-Anbieter zur Verfügung stellen, sind allein schon aus finanziellen Gründen für ein Unternehmen kaum tragbar. Zu derartigen Sicherheitsstrukturen gehört ja einiges: Personal, das kontinuierlich kostenintensiv auf neue Sicherheitsstandards geschult werden muss. Teure Hardware, die zwingend rund um die Uhr gewartet und überwacht wird. Hochpreisige Softwarelizenzen… Und die Datenmengen, die bereits ein mittelständisches Unternehmen heute erzeugt, verarbeitet und auch auswerten muss, können eine typische interne IT-Abteilung mit Serverraum und einer Handvoll Admins sehr schnell überfordern.

Die Cloud – Visionen und Chancen

Eine Zukunftsvision ist die Cloud für viele Unternehmen längst nicht mehr – sie sind schon drin. Chancen und Vorteile liegen ja auf der Hand. Wer sich der Cloud verweigert, behindert Wachstum, Flexibilität, die Eroberung neuer Geschäftsfelder usw. Denn die eigene IT-Infrastruktur vergeudet, wie Studien von Unternehmensberatungen gezeigt haben, rund 70 Prozent ihrer Arbeitszeit damit, sich selbst am Leben zu halten. Nur 30 Prozent des Aufwands fließen in Arbeiten, die dem Unternehmen helfen, Wettbewerbsvorteile zu erringen. Die Datensicherheit durch Eigenhosting erhöht sich auch nur in der Theorie – solange man vermeidet, Firmendaten nach außen zu geben. In der Praxis sind Geschäftsprozesse in der Cloud wesentlich sicherer aufgehoben.

Fazit

Entscheider im IT-Bereich müssen die Cloud als unumgängliche Realität mit zunehmend hohem Entwicklungspotential für alle Geschäftsbereiche begreifen. Und Oracle als kompetenten Ansprechpartner in diesem Bereich.

 

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