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Cloud Computing – Begriffserklärung und Überblick

Cloud Computing ist ein Buzzword, ja. Aber klar ist auch: Das heißt noch längst nicht, dass es morgen schon Schnee von gestern ist. Was die Welt mehrheitlich davon hält, lässt sich ganz leicht googeln. Denn die automatische Ergänzung der Googlesuche wird von den relevantesten Antworten erzeugt. Und da zeigt sich: Cloud Computing ist mitnichten eine Mode – sondern z. B. die „am schnellsten wachsende Form der Datenverarbeitung“.

 

 

Cloud Computing könnte – jetzt nur als Begriff! – höchstens dadurch unbedeutend werden, dass es die ganz „normale“ Art, Daten zu verarbeiten, geworden ist. Schon heute denkt kaum noch jemand ausdrücklich an Cloud Computing, wenn er sich in seinem Google Account bewegt, Daten auf Dropbox hoch lädt oder seine Projektteams auf Slack managt.

Die Basics des Arbeitens in der Cloud fangen bei Diensten an, mit denen man Daten jederzeit abrufbereit im Internet speichern kann. Aber Cloud Computing ist heute deutlich mehr: nämlich ein großer Pool von IT-Ressourcen und Services, die über das Internet nutzbar sind und je nach Nutzung (Datenvolumen, Rechenkapazität usw.) flexibel mit einem Cloud-Provider abgerechnet werden. Unternehmen nutzen dieses Angebot heute, um schnell auf neue Bedingungen reagieren zu können.

 

3 wesentliche Service-Modelle des Cloud-Computings

  1. Infrastructure as a Service (IaaS): Netzwerkkomponenten wie virtuelle Server bzw. Netzwerke und komplexe Speicher-Infrastrukturen werden in die Cloud ausgelagert. Der Nutzer kann seine komplette Infrastruktur in der Cloud installieren, ohne dafür eigene Server betreiben zu müssen.
  2. Software as a Service (SaaS): Hierbei laufen Anwendungen in der Cloud. Bekannte Beispiele sind Google Docs oder MS Office 365, aber auch spezielle unternehmenseigene Programme lassen sich in der Cloud betreiben. Die komplette Funktionalität der Anwendungen steht dem Endnutzer also zur Verfügung, ohne dass er sie auf seinem Rechner installieren muss.
  3. Platform as a Service (PaaS): Diese Form des Cloud Computings verwenden vorzugsweise Softwareentwickler. Ihnen steht damit eine Entwicklungsplattform (Server, Datenbanken usw.) zur Verfügung, die sie nicht mehr selbst zu verwalten brauchen. Sie können sich stattdessen darauf konzentrieren, die gewünschten Programme online zu entwickeln und sie nach Fertigstellung auf der Plattform zur Verfügung zu stellen.

 

Cloud-Computing im IT-Markt – es brodelt

Cloud-Services in Unternehmen? Die Frage ist häufig gar nicht mehr, ob Unternehmen Cloud-Services nutzen, sondern wie viele: So genannte Multicloud-Umgebungen sind spürbar auf dem Vormarsch. Die Perspektiven für die Zukunft von Cloud Computing erweitern sich eigentlich laufend.

Was ist Cloud Computing? Welche Cloud-Service-Modelle gibt es? IT-Markt, Cloud und Unternehmen – wie sieht die Zukunft aus? Alles auf einen Blick im Oracle Cloud Blog.

Markt-Analysten befragen regelmäßig eine Vielzahl von Service-Providern und Beratungsdienstleistern aus dem Cloud-Umfeld, um den Status quo aus Anbietersicht zu ergründen. Schon ein Blick auf die befragten Cloud-Unternehmen vermittelt einen imposanten Eindruck des Cloud-Computing-Marktes in Deutschland. So sind …

•      64 Prozent der Unternehmen im Bereich Cloud-Beratung tätig,

•      62 Prozent im Marktsegment Software as a Service, und

•      56 Prozent der Cloud-Provider bieten Managed Services an.

Diese Zahlen zeigen auf, dass schon jetzt viele Unternehmen in mehreren Bereichen aktiv sind, zumal es ja nicht "die eine Cloud" gibt. Aufschlussreich ist auch die Verteilung der angebotenen Cloud-Betriebsmodelle: Rund zwei Drittel der Cloud-Unternehmen bieten ihre Services sowohl in der Private als auch in der Public Cloud an. Nur ein Fünftel der Cloud-Provider arbeiten ausschließlich mit Public-Cloud-Diensten, 14 Prozent dagegen ausnahmslos mit Private-Cloud-Services. Allerdings beschränken sich viele Cloud-Provider nicht ausschließlich auf das IT-Modell Cloud Computing: 76 Prozent der Anbieter bieten zusätzlich herkömmliche On-Premises-Lösungen an.

Daraus ergibt sich, dass bei rund der Hälfte aller befragten Unternehmen das Cloud Computing einen Umsatzanteil von teils deutlich über 25 Prozent ausmacht. Bei der anderen Hälfte der Unternehmen lag dieser Anteil niedriger.

 

Warum Cloud Computing weiter wächst

Die befragten Cloud-Service-Anbieter haben auch Prognosen dazu abgegeben, wie sich der Markt für Cloud Computing entwickeln wird. Große Einigkeit: Der Markt wird in den nächsten Monaten und Jahren stetig weiterwachsen. Als hauptsächliche Gründe dafür sehen die Befragten:

•     wachsende Agilität und Flexibilität in der IT

•     Kostendruck in der IT und damit einhergehende Fokussierung der Unternehmen auf das Kerngeschäft

•     digitale Transformation

•     Globalisierung und Internationalisierung

 

… und die Zukunft von Cloud Computing allgemein?

Mit den Details der Möglichkeiten des Cloud Computings im Blick lassen sich die Zukunftsaussichten recht klar skizzieren. Die Vorzüge von Cloud Services sind ja objektiv belegbar. Und die vermeintlichen Nachteile tauchen meist dort im Gespräch auf, wo es Unsicherheiten und mangelndes Fachwissen in den Unternehmensführungen gibt. Da geht es oft z. B. um Sicherheitsbedenken und die Abhängigkeit von Drittanbietern. Doch gerade Cloud-Anbieter gewährleisten heute eine viel höhere Sicherheit und Verfügbarkeit ihrer Services als ein hauseigenes Rechenzentrum – das zudem viel Personal bindet, enormes Fachwissen erfordert und hohe Betriebskosten verursacht!

Mit konstruktiver Überzeugungsarbeit sollte sich hier das meiste geraderücken lassen. Denn ohnehin ist der Durchdringungsgrad von Cloud Services in den Unternehmen inzwischen hoch. Das lässt auch den Schluss zu, dass die Zukunft der IT nicht mehr in einzelnen Endgeräten und Insellösungen liegt, sondern in skalierbarer Cloud-Technologie. Schon jetzt ist mittelfristig der Trend absehbar, dass private Endgeräte nur noch ein User-Interface darstellen, alle effektiven Arbeiten jedoch in der Cloud abgewickelt werden.

 

Datenschutz ist auch in der Cloud ein Thema

Die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) gilt jetzt seit 2018; das Thema wird uns wohl auch zukünftig treu bleiben. Zu orten sind hier höchst turbulente Signale: Einerseits eine immer wieder aufflammende hohe Sensibilität gegenüber Verstößen gegen den Datenschutz – bei der Masse der Bevölkerung ebenso wie medial; andererseits ein weit verbreiteter äußerst fahrlässiger Umgang mit persönlichen Daten. Unternehmen wiederum sammeln seit Langem große Mengen an Daten (Data Warehouse, Big Data). Sie lernen aber offensichtlich vielfach erst seit kurzer Zeit, deren tatsächlichen Wert einzuschätzen.

Der Trend geht nun weg vom unstrukturierten Datensammeln und in eine Richtung hin zu zentraler Datenverwaltung auf unterschiedlichen Kanälen. Um einen verwertbaren Überblick über die vorhandenen Daten sowohl in der Cloud als auch auf (mobilen) Endgeräten zu erhalten, bedarf es guter technischer Voraussetzungen. Erst dann ist ein wirklich effektives Datenmanagement möglich und durchführbar. Diese Herausforderung steht für Unternehmen schon nicht mehr vor der Tür, sondern längst mitten im Haus. Ach so: Und dabei gilt es übrigens auch, die sich ständig ändernden Rechtsgrundlagen im Auge zu behalten…

 

Künstliche Intelligenz macht der Cloud Beine

Cloud-Technologie hat die aktuelle Form der Künstlichen Intelligenz erst ermöglicht. Denn Big Data zu analysieren und auszuwerten war zuvor oft mühselig. Der Flaschenhals waren dabei lokale Serverparks mit begrenztem Speichervolumen und Rechenkapazitäten. Inzwischen sind Daten nicht mehr nur die Basis, sondern das Anwendungsfeld von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen. Automatisierte Datenanalysen und komplexe Datenoperationen sin ein echter Wendepunkt: Aufwändige Fehlersuche, Leistungsüberwachung und ständige Leistungsoptimierung sowie manuelle Berichterstellungen sind passé. Smarte Algorithmen erkennen Datenmuster und Anomalien und können so z. B. Hackerangriffe identifizieren und abwehren.

Was ist Cloud Computing? Welche Cloud-Service-Modelle gibt es? IT-Markt, Cloud und Unternehmen – wie sieht die Zukunft aus? Alles auf einen Blick im Oracle Cloud Blog.

KI unterstützt also die IT-Sicherheitsverantwortlichen und untermauert dadurch u. a. auch die Argumentation für hohe Datensicherheit in der Cloud. Andere Algorithmen wiederum können dafür sorgen, dass Daten im Rahmen eines cloudbasierten Dokumentenmanagements einfacher aufzufinden sind oder dass Anwenderfehler kompensiert werden.

 

Cloud und Arbeitswelt – eine höchst dynamische Beziehung

Digitale Transformation verändert die Arbeitswelt schon längst. Dank moderner Cloud-Technologien sind Daten überall verfügbar und nicht mehr an einen festen Arbeitsplatz gebunden. So sind Jobs aus dem Home-Office heraus Alltag geworden. Einzelne Arbeitnehmer und ganze Teams können mittels Cloud Computing und Mobilgerät ihre Aufgaben an jedem beliebigen Ort erledigen. Selbst telefonische Erreichbarkeit lässt sich durch cloudbasierte Telefonanlagen managen: Mitarbeiter sind per IP-Endgerät oder Handy jederzeit unter ihrer Festnetz-Büronummer für Kollegen und Kunden erreichbar.

Für Arbeitnehmer bedeutet das Home-Office – mit etwas Selbstorganisation – mehr Flexibilität sowie Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Von über 400 befragten Arbeitnehmern wünschen sich rund die Hälfte eine geringere Anwesenheitspflicht im Büro; Home-Office macht das möglich. Der Arbeitsplatz der Zukunft ist eng mit dem Wettbewerb um die besten Fachkräfte verbunden. Daher wird Anwesenheit am Arbeitsplatz zunehmend unwichtig. Auch um ihre Mitarbeiter langfristig an sich zu binden, orientieren sich viele Unternehmen bereits daran. Logische Konsequenz: Fast zwangsläufig wird der Einsatz von Cloud-Services und Collaboration-Tools immer mehr in den Mittelpunkt rücken. Mitarbeiter können von zu Hause oder jedem beliebigen Ort aus auf die notwendigen Daten zugreifen und bleiben mit Kollegen und Vorgesetzten jederzeit vernetzt.

 

Fazit

Trotz offenbar unaufhaltsamer Entwicklung der Cloud-Technologie und ihres Einsatzes: Der Markt für Cloud-Computing in Deutschland steckt derzeit noch in einem Spannungsfeld. Die klaren strategischen Vorteile auf der einen Seite können nicht über die immer noch vorhandenen Sicherheitsbedenken hinwegtäuschen. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen wollen zwar Cloud-Computing intensiver nutzen, sind aber immer noch misstrauisch hinsichtlich der geforderten Datensicherheit. Diese Bedenken lösen sich allerdings immer mehr auf.

Studien von Marktanalysten machen schnell klar, dass Cloud Computing in den Unternehmensführungen immer mehr an Bedeutung gewinnt. Dabei stellen im B2B-Umfeld Private-Cloud-Lösungen das bevorzugte Modell dar. Und die Umsatzzahlen im Marktsegment Cloud Computing steigen nach Angaben des Branchenverbandes BITKOM weiterhin explosionsartig. Die deutschen Cloud-Anbieter können also sehr zuversichtlich in die Zukunft blicken.

 

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