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Mit dem Chatbot gegen sexuellen Kindesmissbrauch im Internet

Über 80.000 bestätigte Fälle von Websites, die sexuellen Missbrauch von Kindern zeigen, meldete bereits 2017 die Internet Watch Foundation. Und Tausende von Kindern werden jedes Jahr online direkte Opfer von Sexualdelikten. Social Media und andere Plattformen bieten Tätern außerdem eine weitere Möglichkeit, die Opfer zu verletzen. Doch digitale Technologie kann auch dazu beitragen zu helfen.

 

Auf einen Blick: Mit dem Chatbot gegen sexuellen Kindesmissbrauch im Internet 

Chatbot-Technologie mit künstlicher Intelligenz: So unterstützt BotSupply (Oracle for Startups) „Save the Children“ gegen Online-Kindesmissbrauch.

 

Ein fulminantes Beispiel ist das dänische Startup BotSupply, Mitglied von Oracle for Startups. Das Unternehmen setzt seine AI-Chatbot-Technologie ein, um die „SletDet“-Initiative von Save the Children Dänemark zu unterstützen, mit der Sexualstraftaten auf digitaler Basis bekämpft werden sollen. Die Technologie von BotSupply läuft auf Oracle Cloud und erleichtert es ansonsten Oracle-Kunden und -Partnern auf vier Kontinenten, mehrsprachige Chatbots ohne jegliche Kodierung zu erstellen.

 

Der neue Kampf gegen Online-Missbrauch

Dänisch „Slet det“ heißt „Lösche es“. Die Initiative wurde ins Leben gerufen, um Kindern und jungen Erwachsenen bei der Wahrnehmung ihrer Rechte zu helfen, wenn jemand ihre Bilder ohne ihre Zustimmung online stellt. Die Aktion sollte es außerdem erleichtern, solche Bilder wieder zu löschen und den entstandenen Schaden zu begrenzen. Allerdings: Es gab nur an drei Tagen in der Woche Personal dafür.

BotSupply arbeitete daher mit dem Team von Save the Children zusammen, um den dänischsprachigen Chatbot für die Website der Initiative zu entwickeln. Der Bot sollte die häufigsten Anfragen erkennen und damit umgehen können – und auch Barrieren abbauen, die Opfer daran hindern, Vorfälle zu melden, Rat zu suchen und Informationen zu bekommen, die ihnen beim Umgang mit Cyber-Mobbing und Online-Missbrauch helfen können. Denn ein Punkt ist, dass der Chatbot rund um die Uhr zur Verfügung steht.

In der Praxis heißt das: Entdeckt ein Teenager, dass jemand ein Bild von ihm hochgeladen hat, das er nicht online haben will, dann kann der Chatbot ihn z. B. anleiten, wie er das einer Social-Media-Plattform melden kann. Oder der Chatbot arrangiert ein Treffen mit einem Berater. "Das kann den Benutzer wirklich auf unaufdringliche Weise anleiten, sein Problem zu lösen", sagt Pragya Mishra, Leiterin der Entwicklungsabteilung von BotSupply.

 

Und das kann der Chatbot besser

"Manchmal fällt es Millenials leichter, mit einem Chatbot zu sprechen als mit einem echten Menschen. Auf diese Weise können sie sich an jemanden wenden und eine Lösung finden, ohne Angst vor einem Werturteil haben zu müssen", sagt Mishra. Denn der Chatbot hat einfach keine eigenen Werte oder Ansichten. Und so finden es viele Teenager weniger einschüchternd, sich mit ihm zu unterhalten als mit einem Erwachsenen. "In diesem Alter will man nicht zu jemandem im Alter der eigenen Eltern gehen; das ist eine Barriere", sagt sie.

Bisher scheint es, dass der Hightech-Ansatz funktioniert. Nach nur drei Monaten erreichte die Initiative ihren wichtigsten KPI: 80 % der Benutzer führten ein kurzes Gespräch mit dem Bot, und die monatlichen Benutzeranfragen an SletDet stiegen um das Siebenfache.

Sophie Høilund von Save the Children Dänemark: "Unser Chatbot ist äußerst wertvoll für uns, weil wir damit Benutzer erreichen können, die wir sonst eben nicht erreichen würden. Wir haben also eine größere Reichweite und können durch den Chatbot mehr Kindern und Jugendlichen bei digitalen Sexualstraftaten helfen."  

 

Technologie, die solide Interaktion möglich macht

Die AI-Konversationsplattform von BotSupply läuft auf Oracle Cloud Infrastructure und ist mit dem Oracle Digital Assistant und der Bots-Plattform integriert. Das gewährleistet die von Unternehmen geforderte Skalierbarkeit und Sicherheit.

Die Oracle-Infrastrukturdienste, einschließlich GPU-gestützter Bare-Metal-Instanzen und der Autonomous Data Base, helfen BotSupply, ansprechende relevante Erfahrungen in Echtzeit zu liefern. Dabei entstehen bedeutende Interaktionen zwischen dem Benutzer und dem Bot – ohne Verzögerungszeiten, irrelevante Daten oder Sicherheitsprobleme.

"Die Oracle Cloud-Infrastruktur ist äußerst solide; wir können also sicher sein, dass die Daten unserer Kunden immer sicher und geschützt bleiben – dafür ist gesorgt", so Francesco Stasi, Mitbegründer von BotSupply. "Wir stehen an der Spitze einer technischen Revolution... Dass Sie mit einem Computer sprechen, der Sie nicht nur einfach so versteht, sondern auch emotional, das ist unser Ziel", so Stasi. 

 

Die Zukunft

Der Bot war ein solcher Erfolg, dass das Team von Save the Children einen weiteren Chatbot auf seiner Facebook-Seite installieren will.

BotSupply unterstützt weltweit Unternehmen aus vielen Branchen beim Aufbau mehrsprachiger Chatbots. Aber die Unterstützung von Save the Children hat einen zusätzlichen ROI. Er resultiert aus dem Einsatz von Technologie für einen guten Zweck – ein Wert, den BotSupply im Auge behält, so Mishra.

 "Wir helfen schon jetzt bei der Gestaltung der Interaktion von Menschen mit ihrer Umwelt", fügt sie hinzu und nennt den Bot von Save the Children als Beleg. "Kinder nähern sich dieser Art von Verhalten; und Technik kann dabei helfen, emotional schwierige Probleme zu lösen. Innovation, die das Geschäft verbessert, ist großartig. Aber Innovation, die der Menschheit hilft, ist außergewöhnlich."

 

Kontakt:

Wenn Sie mehr über künstliche Intelligenz für Ihr Unternehmen erfahren wollen, besuchen Sie die Oracle AI-Seite oder sprechen Sie mit mir,, per E-MailLinkedInXing oder Twitter. Sabine Leitner, Sr. Marketing Manager.

 

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