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Transformation: Kulturwandel am Arbeitsplatz – ist Ihr Unternehmen bereit?

„Change-ready“ ist im Business-Jargon ein Qualitätsprädikat. So ähnlich wie Agilität. Mit dem Slogan „Change we can believe in“ hat Barrack Obama erfolgreich seinen Wahlkampf bestritten. Ohne eine Veränderungskultur, das ist weitestgehend Konsens, gibt es keine Wettbewerbsfähigkeit. Und damit ist deutlich mehr gemeint, als mit heraushängender Zunge technologischen Innovationen hinterherzuhecheln.

So etwas wie Kulturwandel ist im unternehmerischen Bereich allerdings schwer festzumachen. Klar ist, dass Unternehmen vor die Wand fahren, die sich an starre betriebliche Strukturen und berufliche Qualifikationsprofile klammern. Also Flexibilität und Agilität? – Auch schon nicht schlecht, aber noch nicht genug. Um im Unternehmen einen „Wandel, an den wir glauben“ zu verwirklichen, müssen Sie an die Wurzeln: an Ihre eigenen Einstellungen und die Ihrer Mitarbeiter zur Arbeit, zu den Jobs in Ihrem Unternehmen. Da beginnt Kulturwandel als Wettbewerbsvorteil.

Können Sie Arbeitskapazitäten in Ihrem Unternehmen skalieren, also im Umfang an den aktuellen Bedarf anpassen? Können Sie kurzfristig erforderliche fachliche Kompetenz aus dem Arbeitsmarkt akquirieren, um Vorteile durch schnelle Markteinführungen zu erringen? – Das sind Felder, in denen der erwähnte Kulturwandel entscheidend wird: als verzahntes System von Zielen, Rollen, Prozessen, Werten, Kommunikationsroutinen, Einstellungen, Voraussetzungen… Insgesamt funktioniert dieses System als Schlüssel für die Entwicklung Ihrer Markenidentität als Arbeitgeber, der attraktiv für die Talente ist, die Sie brauchen, um Ihre Wachstumsvorgaben zu erreichen.

Die Arbeit ist heute weniger etwas, wo man hingeht – man macht sie irgendwie. Und zwar immer weniger nine-to-five an einem bestimmten Arbeitsplatz, denn die Gig-Economy lässt das Jonglieren zwischen Freizeit und Arbeit in einem nie dagewesenen Ausmaß zu. Mitarbeiter jeden Alters erwarten von Ihnen, das entsprechend zu ermöglichen. Glauben Sie nicht, das wäre eine vorübergehende Marotte von ein paar Millenials!

Weiter als Sie vermutlich denken, gehen auch die Effekte digitaler mobiler Geräte und der entsprechenden Plattformen, die so gut wie jeder nutzt. Nicht nur, dass viele Jobs dadurch ortsunabhängig sind; es reicht eine zuverlässige Internetverbindung, um die Arbeit im Coffee Shop oder unterwegs zu machen. Auf den Plan treten auch ganz neue Erwartungen:

  • unhierarchischer Zugang zu News und Ankündigungen innerhalb des Unternehmens
  • Mitarbeitertools, um selbständig seine persönlichen Daten zu aktualisieren, Urlaub zu beantragen, Krankmeldungen einzureichen oder betriebliche Zusatzleistungen in Anspruch zu nehmen
  • simple Dinge wie eine eigene berufliche E-Mailadresse.

Bei den Schreibtischjobs ist manches davon bereits Realität. Nachholbedarf haben meist noch Mitarbeiter in der Produktion oder im Shop-Verkauf.

Sie können Leistungsbereitschaft an Überstunden messen. Doch das wird zunehmend irrelevant. Große innovative Unternehmen – vor allem die Vorreiter der Digitalbranche – setzen heute auf eine results-only work ethic: Angestellte selbst machen teilweise Druck, so zu arbeiten wie Freelancer. Das heißt, entscheidend sind die Ergebnisse, die sie liefern. Wo, wann und wie sie die erarbeitet haben, bleibt ihnen selbst überlassen – Projektautonomie! Die Leistung ist erbracht, wenn das Produkt, der Service oder die Performance tadellos ist. Auch mittelständische Unternehmen können als Arbeitgeber hochgradig attraktiv sein, wenn sie flexible Arbeitszeit- und Arbeitsplatzregelungen anbieten – und manchmal auch große Unternehmen damit ausstechen, die vielleicht höhere Boni und andere Zusatzleistungen bieten.

Wenn Sie nicht in der luxuriösen Lage sind, für jeden erdenklichen Job eine Stelle zu schaffen, dann machen Sie aus der Not auch wieder einen Wettbewerbsvorteil und denken Sie zwei Schritte voraus: Es könnte ja sein, dass Mitarbeiter bei Ihnen Lust haben, auch Dinge zu machen, die gar nicht in ihrer Stellenbeschreibung stehen, z. B. mit mehr Verantwortungsbereichen oder mit der Freiheit, eine Aufgabe auf eigene Faust zu erledigen. Dabei sammeln sie – neben dem Vorteil, den das Unternehmen davon hat – wertvolle selbständige Erfahrungen. Wenn Sie also (auch online!) Zugänge zum Erwerb von Fähigkeiten und beruflichen Entwicklungschancen eröffnen, schaffen Sie ein Klima, über den Tellerrand zu schauen und zu denken – und laufen nicht Gefahr, erblühende Talente an einen Mitbewerber zu verlieren. In mittelständischen Unternehmen sind Führungskräfte leichter wahrnehmbar, weil die Hierarchie flacher, die Strukturen nicht so vertikal und alles besser darauf ausgerichtet ist, Dinge im Flurgespräch zu vermitteln und die Werte des Unternehmens auf einer alltäglichen Ebene sichtbar werden zu lassen.

Guter Wille allein reicht allerdings nicht, um Mitarbeiter agiler, anpassungsfähiger und verfügbarer zu machen. Voraussetzung ist zunächst einmal, Freiheit und Flexibilität einerseits und Fairness zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite durch ein Gerüst entsprechender Strategien und Abläufe sicherzustellen. Personalverantwortliche und direkte Vorgesetzte ebenso wie die Mitarbeiter selbst brauchen vor allem die entsprechenden Tools, um Produktivität, Performance, Einsatz und Entgelte mit fluiden Arbeitsstrukturen und -vorgängen in Einklang zu bringen. Dazu gehört z. B. auch, den Einsatz von Mobilgeräten im Job als mächtiges Instrument für Arbeit und Beteiligung zu betrachten – statt sie als potentielle Bedrohung der Produktivität vom Arbeitsplatz zu verbannen.

Wollen Sie gute Chancen im Kampf um Talente am Arbeitsmarkt, auch in Konkurrenz zu großen Marken oder Konzernen mit dicker Hose? – Immer schnellere Veränderungen kommen sowieso, also ist Flexibilität der entscheidende Schlüssel zum Überleben. Wenn Sie wachsen wollen, müssen Sie dem geforderten Kulturwandel offen und bereit gegenüberstehen. So sind Sie in der Lage, Beschäftigte nicht nur zu halten, sondern zu loyalen Botschaftern Ihres Unternehmens zu machen, die für Ihre Jobs werben.

Kontakt:

Ein spannendes Thema über das ich gerne mit Ihnen spreche, per E-Mail oder LinkedIn. Nancy Brilhante Rodrigue, HCM Evangelist

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