Freitag Jun 14, 2013

Tabellen Monitoring mit DBA_TAB_MODIFICATIONS und SYS.COL_USAGE$

Häufig stellt sich die Frage, wie man die Zugriffe auf Objekte wie Tabellen und Indizes überwachen kann. Abhängig davon können beispielsweise Entscheidungen über die Existenz von Indizes oder die Art der Partitionierung getroffen werden bzw. Optimizerzugriffe besser eingeschätzt werden. Die Nutzung von Auditing bzw. die Verwendung von Objekt Statistiken kann dabei natürlich hilfreich sein. Darüberhinaus bietet Oracle allerdings weitere Monitoring Techniken an, die es erlauben, mit speziellen Views und Tabellen Spaltenzugriffe in der WHERE Klausel, TRUNCATE Operationen oder DML Zugriffe zu überwachen.

Der aktuelle Tipp beschäftigt sich mit dem DML Monitoring über DBA_TAB_MODIFICATIONS  und dem Monitoring von Spaltenzugriffen auf Tabellen mit SYS.COL_USAGE$.

Mittwoch Mai 29, 2013

Cloud Control 12c: Änderungen bei Datenbankobjekten verwalten, vergleichen und ausgleichen

Mit Cloud Control können Sie die Definition von Datenbank Objekten miteinander vergleichen und Unterschiede ausgleichen. Auch Inhalte von Datenbankabellen können miteinander verglichen werden. Diese Funktionalität wurde in früheren Versionen von Enterprise Manager im Rahmen des Change Management Packs zur Verfügung gestellt. Sehen Sie hier, wie Sie das nutzen können.[Read More]

Freitag Mai 17, 2013

ASM Cluster Filesystem - General Purpose vs. Oracle Home File System

Mit Oracle 11.2 führte Oracle ein allgemeines Cluster Filesystem auf Basis von ASM ein - das ASM Cluster Filesystem kurz ACFS. Es steht als Standard Posix konformes Filesystem für jegliche Applikation zur Verfügung, und ist deshalbt nicht nur im Zusammenhang mit Real Application Clusters interessant. Da geplant ist, das "reine ACFS" ohne Zusatzfunktionen, wie Read/Write Snapshots, erweiterte Sicherheit und Filesystemverschlüsselung, kostenfrei zur Verfügung zu stellen, ist ACFS eine eine echte Alternative zu anderen teuren Clusterfilesystemen - auch wenn keine Oracle Datenbank auf dem System installiert ist. In der Lizenzierung wird dieses Filesystem auch als "Oracle Cloud Filesystem" ausgewiesen. Dahinter verbirgt sich technisch das ACFS, lizenzrechtlich beinhaltet das Cloud Filesystem aber alle notwendigen Bestandteile, um mit ACFS zu arbeiten: Die Grid Infrastruktur, das Automatic Storage Management sowie die ASM dynamic Volumes (ADVM).

Legt man zum ersten Mal ein ACFS Filesystem über den ASM Configuration Assistant (kurz ASMCA) an, so wird wird man gefragt, ob das Filesystem für ein Oracle Home verwendet wird oder ein "General Purpose File System" ist. Für welche Anwendungsfälle man welche Art verwenden sollte, und wie man zwischen den Varianten wechselt, zeigt der folgende Tipp.

Freitag Mai 03, 2013

EMCLI: Auditing in Cloud Control

Cloud Control kann verschiedene Cloud Control bezogene Aktionen auditieren. Dazu gehören zum Beispiel alle Anmeldevorgänge an Cloud Control und an den Zielsystemen. Aber auch viele andere Aktionen, wie zum Beispiel das Anlegen von Enterprise Manager Benutzern, Privilegienvergabe, Patching, Cloning usw. können auditiert werden. Nach der Installation von Cloud Control ist dieses Auditing automatisch eingeschaltet.

Was alles genau geht und wie es mit dem Enterprise Manager Command Line Interface EMCLI verwendet wird, zeigt der neuste DBA Community Artikel hier.

Montag Apr 22, 2013

Direct NFS Clone - Klonen der Oracle Datenbank zum Testen

Mit Oracle 11gR1 wurde direkt in die Oracle Binärdateien ein NFS 3 Client implementiert. Diese Direct NFS bzw. DNFS genannte Funktionalität brachte die optimale Anbindung für Network Attached Storage (NAS) mit sich, welches per NFS angebunden ist. DNFS ersetzt damit die betriebssystemeigenen NFS Clients oder ergänzt, wie im Falle von Windows, das Betriebssystem um einen standardisierten NFS Client für die Oracle Datenbank.

Neben Performancevorteilen bietet DNFS noch eine weitere wichtige Funktion: DNFS Clone - die Möglichkeit, eine Datenbank zu Testzwecken zu klonen. Hierbei wird nicht, wie bei einem RMAN DUPLICATE, die komplette Datenbank kopiert, sondern die "Copy-On-Write" Technologie verwendet, um lediglich geänderte Blöcke festzuhalten. Dadurch ist ein DNFS Clone nicht nur schnell erzeugt, sondern nimmt auch relativ wenig Plattenplatz ein. Schaut man sich die Implementation näher an, so stellt man fest, dass diese Funktionalität auch zur Verfügung steht, wenn die Produktivdatenbank selbst nicht auf NFS liegt.

Mehr dazu im Tipp.

Freitag Apr 05, 2013

Erweiterte Statistiken (extended statistics)

Aussagekräftige Statistiken auf Tabellen und Spalten sind eine wichtige Voraussetzung, damit Statements mit optimaler Performance ausgeführt werden. Wie werden die Statistiken interpretiert, falls die Spalten in Beziehung (auch Korrelation) zueinander stehen oder durch Ausdrücke verändert werden? Die "normalen" Statistiken auf die einzelnen Spalten können diesen Sachverhalt leider nicht widerspiegeln. Es kommt zu nicht optimalen Ausführungsplänen. 

Mit 11g wurde mit dem Feature "extended statistics" endlich Abhilfe geschaffen. Extended Statistics können manuell oder im Falle von korrelierten Spalten sogar automatisch erzeugt werden. Im aktuellen Tipp wird erläutert wie man extended Statistics erzeugen, berechnen und monitoren kann.

Freitag Mrz 22, 2013

Cloud Control: Geglättete Charts und Speicherdauer von Metriken einstellen

Heute gibt es ausnahmsweise zwei kurze Tipps: Zum einen zeigen wir Ihnen, wie Sie die Speicherdauer von Metriken in Cloud Control einstellen können, um zum Beispiel Einzeldaten länger zu speichern. Der zweite Tipp zeigt einen Trick, wie historische Charts in Cloud Control in einer geglätteten Form erstellt werden können. 

Freitag Mrz 08, 2013

DBMS_CRYPTO - Revisionssicherheit mit Bordmitteln

Das Package DBMS_CRYPTO ist Bestandteil jeder Edition der Datenbank, erfordert weder den Einsatz einer Enterprise Edition, noch setzt es die Lizenzierung einer Option voraus. Im Rahmen der DBA Community ist das Verschlüsseln von Daten mit DBMS_CRYPTO bereits in einem Artikel beschrieben worden. Das Package kann jedoch mehr als verschlüsseln. Man kann damit nämlich auch nachweisen, ob Daten in einer Tabelle verändert oder auch nicht verändert wurden. Dabei ist es unerheblich, ob der Nachweis einen einzelnen Wert in einer Tabellenzeile zum Ziel hat, eine Reihe von Werten einer Tabellenzeile oder gar eine ganze Zeilen einer Tabelle. Damit könnte man das Package zum Beispiel einsetzen, wenn eine revisionssichere Datenhaltung gefordert wird.

Der Tipp zeigt die Grundlagen, wie man mit dem Package arbeitet. Er will dem DBA und dem Anwendungsentwickler gleichermassen andeuten, was mit den 'Bordmitteln' der Datenbank erreicht werden kann. Hier geht es zum Tipp.

Freitag Feb 22, 2013

Oracle XML DB für DBAs

Seit Oracle 9i Release 2 gibt es spezielle XML Features in der Datenbank, die unter dem Namen Oracle XML DB zusammengefasst sind. Oracle XML DB (kurz XML DB) steht dabei in jeder Edition (auch Standard und Express Edition) ohne zusätzliche Installation zur Verfügung. Mit jedem neuen Oracle Datenbank Release werden zusätzlich wichtige XML DB Erweiterungen im Datenbankumfeld implementiert, die die XML DB für den Datenbankeinsatz bald obligatorisch macht.

Bei den XML DB Features handelt es sich übrigens nicht nur um Entwickler Features, sondern auch um Funkionen, die für DBAs interessant sind. So können beispielsweise der Zugriff auf Dateien im ASM über die XML DB Protokolle ermöglicht werden, das Embedded PL/SQL Gateway für APEX eingesetzt oder Packages wie UTL_HTTP, UTL_MAIL usw. mit speziellen XML Access Control Lists (kurz ACL) abgesichert werden.

Was ist zu tun, um die XML DB zu aktivieren? Wie sieht die Konfiguration aus? Wie kann man Objekte in der XML DB monitoren? Kann man die Standard Werkzeuge wie Enterprise Manager zur Administration einsetzen? Gibt es spezielle Rollen bzw. Privilegien, die ein Entwickler zur Nutzung der XML DB benötigt? Der aktuelle Tipp beantwortet diese Fragen und illustriert einige interessante Features an Beispielen in einer 11.2.0.3 Umgebung.

Mittwoch Feb 13, 2013

Zugriff auf Dateien in ASM (asmcmd cp)

Die Frage, welcher Speicherort am Besten für Oracle Datenbankdateien geeignet ist, ist leicht zu beantworten: Oracle Automatic Storage Management, kurz ASM. Dabei ist es vollkommen egal, ob es sich um eine Single Instanz Datenbank oder einen Real Application Cluster, eine Standard Edition oder eine Enterprise Edition handelt. ASM bietet für jede Datenbank viele Vorteile: Dazu gehört die Möglichkeit, über mehrere Platten bzw. Luns hinweg zu Stripen, ohne dafür teure Storage Systeme zu benötigen, und damit optimale Performance für die Datenbank zu liefern, sowie die Möglichkeit, die einzelnen Blöcke in ASM einfach oder sogar zweifach zu spiegeln. Dies funktioniert nicht nur innerhalb eines Storage Systems, sondern auch über verschiedene Storages hinweg.

Allerdings ist ASM kein wirkliches Dateisystem, sondern eigentlich nur ein Volume Manager, genauer gesagt Extent Verwalter. Dies hat definitiv den Vorteil, dass ASM niemals zu einem Flaschenhals für den I/O werden kann. Allerdings liegt darin auch die Herausforderung, da auf die Dateien in ASM nicht über die herkömmlichen Betriebssystembefehle zugegriffen werden kann. Welche Möglichkeiten dies sind, damit beschäftigt sich der aktuelle Community Tipp.

Freitag Jan 25, 2013

Oracle Enterprise Manager Cloud Control 12c: Monitoring mit eigenen Metriken

Oracle Enterprise Manager Cloud Control 12c beinhaltet direkt nach der Installation viele Metriken zur Überwachung verschiedener Systeme. Dennoch besteht in einigen Fällen der Wunsch, eigene Metriken zu erstellen. Bis Grid Control 11g stehen hierzu die "User-Defined Metrics" zur Verfügung, die aber auf wenige Zielsystemtypen (target types) beschränkt sind. In Cloud Control 12c wurde diese Sonderbehandlung von selbst definierten Metriken entfernt. Es stehen jetzt also alle Features, die auch für normale Metriken vorhanden sind, selbst definierten Metriken zur Verfügung. Auch bei der Implementierung auf der Seite der Agenten wird kein Unterschied mehr gemacht. Dafür gibt es jetzt einen neuen Namen für diese Metriken: "Metric Extensions".

Hier geht es zum Tipp

Freitag Jan 11, 2013

Oracle Data Pump und Datenverschlüsselung

Im Rahmen der DBA Community ist das Arbeiten mit Oracle Data Pump bereits in einem Artikel aus dem August 2010 beschrieben worden. Inzwischen gehört der Umgang mit dem Werkzeug zur Alltagsroutine der DBAs. Aber gerade im Zusammenhang mit der Datenverschlüsselung zeigen sich immer wieder und immer noch gewisse Unsicherheiten. Dieser Tipp will versuchen, diese Unsicherheiten zu beseitigen.

Vorweg zwei Hinweise. Der erste Hinweis betrifft die Lizenzierung: Voraussetzung zum Arbeiten mit verschlüsselten Daten ist die kostenpflichtige Lizenzierung der Advanced Security Option (ASO). Diese ist zwar Bestandteil jeder Installation einer Enterprise Edition der Datenbank - muss also nicht nachträglich installiert werden. Genutzt werden darf sie aber nur, wenn die entsprechende Lizenz vorliegt. Diese Lizenz vorausgesetzt können dann einerseits über das Feature Transparent Data Encryption (TDE) Daten in der Datenbank verschlüsselt gespeichert werden (der Tipp dazu findet sich hier), andererseits erlaubt die ASO Lizenz aber auch, die Verschlüsselungsmöglichkeiten von Data Pump zu nutzen.

Der zweite Hinweis betrifft die Voraussetzungen, die vorliegen sollten, um diesem Tipp folgen zu können: Man sollte ein Grundverständnis sowohl vom Arbeiten mit Data Pump als auch von TDE haben. Vielleicht genügt ja dazu auch die abermalige Lektüre der beiden zuvor genannten Tipps.

Hier geht's zum Tipp.

Freitag Dez 21, 2012

Services in der Datenbank

Database Services (kurz Services) bieten nicht nur die Möglichkeit, remote auf eine Datenbank zuzugreifen, sondern stellen eine Schlüsseltechnologie für die Nutzung vieler Technologien innerhalb der Datenbank dar. Dabei müssen Services nicht unbedingt immer in den Zusammenhang mit der RAC Technologie gestellt werden. Die Nutzung von Services kann auch die Verwaltung und das Monitoring datenbankseitiger Applikationen stark vereinfachen.

Da in den zukünfigen Datenbank Releases der Einsatz von Services immer wichtiger wird, widmen wir uns unserem aktuellen DBA Community  Tipp den Eigenschaften von Services und geben Tipps für mögliche Anwendungsformen.  

Donnerstag Dez 13, 2012

Aus 2 mach 1: Oracle Audit Vault and Database Firewall

Gestern hat Oracle bekanntgegeben, dass die beiden Produkte Oracle Audit Vault und Oracle Database Firewall zu einem Produkt werden. Der neue Produktname wird "Oracle Audit Vault and Database Firewall" sein. Software und Dokumentation werden in den nächsten Tagen zum Download verfügbar sein.

Das Zusammenlegen macht durchaus Sinn, denn die ursprünglichen Produkte wiesen im Bereich der Protokollierung und des Berichtswesens deutliche Überschneidungen auf. Damit lag es nahe, die Repositories für das Speichern des Protokolls zu vereinheitlichen. Endlich wird es im Bereich Auditing durch die Einführung eines Development Kits auch möglich sein, Systeme anzubinden, für die Oracle keine vorgefertigten Konnektoren / Kollektoren liefert. Mit der Zusammenlegung verbunden ist ein völlig neues Lizenzierungsmodell, das zu deutlichen Kostensenkungen für kleinere und mittlere Installationen führt.

Montag Dez 10, 2012

Tipps & Tricks rund um CRSCTL

Egal ob Single Instanz oder für Real Applikation Cluster Datenbanken die Grid Infrastruktur findet man bei immer mehr Systemen im Einsatz. Das liegt sowohl an der vereinfachten Überwachungstätigkeiten für die Oracle Datenbank, Listener und ASM Instanz, als auch an einigen weiterführenden Features, wie der einfachen Service Verwaltung für Single Instanz, DataGuard und/oder RAC. Dabei kommen insbesondere den Cluster Ready Services (CRS), einem Bestandteil der Clusterware Komponente der Grid Infrastruktur, eine wichtige Bedeutung zu, da diese intern alle Ressourcen steuert. Ressourcen können hierbei natürlich nicht nur die Oracle Prozesse (Datenbank, Listener, Virtuelle IP Adressen etc.) sein, sondern auch eigene Applikationen, die unter die Überwachung der Grid Infrastruktur resp. Clusterware gestellt werden. Dies kann von simplen Neustartanforderungen im Single Server Betrieb bis zu klassischen Failover Szenarien in Clusterumgebungen reichen. Diesem Aspekt trägt auch die Tatsache Rechnung, dass es seit einiger Zeit generische Applikations-Agenten (Siebel, Tomcat, GoldenGate, Apache, ...) für die Clusterware gibt und eine abgespeckte GI Installation auf der Oracle eigenen Middleware Hardware (Exalogic) läuft, um die Prozesse zu überwachen.

Diese Cluster Ready Services werden vom Befehl "crsctl" gesteuert. Deshalb lohnt es sich dieses Utility mal genauer anzuschauen, zumal es einige Feinheiten enthält, die nicht direkt aus der Dokumentation bzw. Hilfe des Tools ersichtlich sind.

Freitag Nov 23, 2012

Oracle Enterprise Manager Cloud Control 12c: Die Verwendung von Gruppen

Mit Oracle Enterprise Manager Cloud Control 12c können Sie eine Vielzahl von Zielsystemen verwalten, sowohl was die Vielfältigkeit als auch die pure Anzahl betrifft. Eine große Anzahl von Zielsystemen wirft die Frage auf, wie diese Menge effizient verwaltet werden kann. Dazu gehören die Kontrolle des Zugriffs, die möglichst automatische Einstellung des Monitorings und die Bildung von benutzerorientieren Sichten.

Zu diesem Zweck gibt es das Konzept der Gruppen, in denen Zielsysteme (Targets) zusammengefasst werden können. In Oracle Enterprise Manager Cloud Control 12c gibt es drei verschiedene Typen von Gruppen, die im aktuellen Tipp erklärt und voneinander abgegrenzt werden.

Freitag Nov 09, 2012

SSL: Alternative Netzwerkverschlüsselung für Oracle Datenbanken

Das Netzwerk bietet eine extrem kritische Angriffsfläche in jeder Sicherheitsarchitektur. Einerseits ist kaum zu verhindern, dass externe oder auch interne Angreifer auf das Netzwerk zugreifen: So sieht etwa jemand, der Zugriff auf einen sogenannten Netzwerksniffer hat (zum Beispiel auf das weit verbreitete Wireshark) alle Daten, die im Netzwerk übertragen werden. Andererseits gehen alle Befehle, die an eine Oracle Datenbank geschickt werden - mit Ausnahme der Informationen zu Benutzernamen und Passwort beim LOGIN - sowie alle Daten, die aus einer Datenbank ausgegeben werden, im Klartext über das Netzwerk. Das Risiko,  über das Netzwerk Daten 'zu verlieren', ist daher nur in den Griff zu bekommen, wenn man den Datenstrom verschlüsselt.

Die einfachste Lösung zur Verschlüsselung des Datenstroms bietet ASO mit der sogenannten nativen Verschlüsselung über SQL*Net. Sie ist bei Bedarf und ohne Neustart der Datenbank ganz einfach und im Extremfall mit einer einzigen Einstellung in der Konfigurationsdatei SQLNET.ORA zu implementieren, nämlich mit

SQLNET.ENCRYPTION_SERVER = REQUIRED

Wegen der einfachen Umsetzung wird diese Variante von der ganz überwiegenden Mehrheit der ASO Anwender bevorzugt eingesetzt. Im Rahmen der Datenbank Community wurde das Verfahren auch schon näher betrachtet.
Allerdings lässt sich mit der ASO auch die Verschlüsselung des Netzwerks über SSL implementieren. Wie das aufzusetzen ist beschreibt dieser Tipp. Er versteht sich als erstes How-To zur Einarbeitung in die Thematik.

Freitag Okt 26, 2012

Datenbank Speicherplatz überwachen mit dem Segment Advisor

Wie kritisch ist die Belegung des Speicherplatzes innerhalb der Tablespaces? Können vielleicht einige Segmente verkleinert bzw. reorganisiert werden, die unnötigen Platz verbrauchen? Um Antworten auf diese Fragen zu erhalten, gibt es die Möglichkeit unterschiedliche Data Dictionary Views wie DBA_SEGMENTS, DBA_EXTENTS und DBA_FREE_SPACE abzufragen bzw. Packages wie DBMS_SPACE zur detaillierten Analyse zu verwenden.

Zusätzlich gibt es in der Oracle Datenbank spezielle mitgelieferte Advisors, die bei der Analyse des Speicherplatzes und der Objekte eine gewisse Unterstützung liefern können - den sogenannten Segment und den Compression Advisor. Der aktuelle Artikel in der DBA Community illustriert díe Verwendungsweise des Segment Advisors.

Freitag Okt 12, 2012

Die Fast / Flashback Recovery Area (FRA)

In der Vergangenheit waren Informationen zur Fast Recovery Area (kurz FRA) bzw. Flashback Recovery Area, wie die FRA for 11gR2 benannt wurde, immer mal wieder in den einzelnen DBA Community Tipps enthalten, wenn dies gerade zum Thema passte oder für den Tipp relevant waren. Aus aktuellem Anlass haben wir uns deswegen entschlossen, die Informationen zur FRA im heutigen DBA Community Tipp  zu bündeln, damit man sofort eine Übersicht erhält und die automatischen Mechanismen innerhalb der FRA versteht.

Zum Tipp.

Freitag Sep 28, 2012

Oracle Enterprise Manager Cloud Control 12c: Neue Features im Release 2

Seit dem 14.09.2012 steht ein neues Release 2 von Oracle Enterprise Manager Cloud Control 12c zur Verfügung. Zum ersten Mal in der Geschichte von Enterprise Manager hat Oracle ein neues Release für alle Komponenten und Plattformen am gleichen Tag freigegeben. Das neue Release steht also sowohl bzgl. OMS als auch der Agenten für alle unterstützten Plattformen zur Verfügung. Damit kann das neue Release sofort für alle Umgebungen eingesetzt werden.

Oracle Enterprise Manager Cloud Control 12c Release 2 trägt die Versionsnummer 12.1.0.2 und ist vor allem ein Stabilitätsrelease. Es enthält hauptsächlich Bugfixes und Performance-Verbesserungen. Es gibt aber auch einige neue Features. Der heutige Tipp zeigt die neuen Features auf.

Freitag Sep 14, 2012

Wer kennt Oracle Label Security?

Oracle Label Security (OLS) ist eine Option der Enterprise Edition der Datenbank seit der Datenbankversion 9.0.1. Es handelt sich bei OLS um eine fertige Anwendung, die vollständig auf Oracle Virtual Private Database (VPD) aufgebaut ist.

Obwohl es sich also bei OLS um ein 'gestandenes' Oracle Produkt handelt, ist es vielen Kunden unbekannt. Oder vielleicht sollte man präziser sagen: Kaum ein Kunde redet über OLS. Das liegt sicherlich in erster Linie daran, dass Kunden, die sensibel für Security Fragen sind, sowieso nicht gerne Auskunft geben über die Massnahmen, die sie selbst ergriffen haben, sich zu schützen. Wenn man dann noch bedenkt, dass die Kunden, die OLS einsetzen, häufig aus Bereichen stammen, die für ihre Diskretion bekannt sind - Dienste, Polizei, Militär, Banken - hat man einen weiteren Grund dafür gefunden, warum so wenige über OLS reden.

Das ist allerdings bedauerlich, denn besonders in dieser Zeit steigenden Security Bewusstseins, verdient OLS auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit. Dieser Tipp möchte deshalb dazu beitragen, OLS bekannter zu machen. Dazu werden zunächst einige einführende Informationen zu OLS gegeben. Danach wird anhand eines kleinen Beispiels gezeigt, wie man mit OLS arbeitet. Ergänzend sei hier noch erwähnt, dass der Einsatz von OLS keinerlei Veränderungen an vorhandenen Anwendungen erfordert. In der Oracle Terminologie heisst das: OLS ist transparent für Anwender und Anwendungen.

Zum vollständigen Artikel geht es hier.

Mittwoch Sep 12, 2012

Oracle Enterprise Manager Cloud Control 12c Release 2 (12.1.0.2) ist da!

Das zweite Release von Oracle Enterprise Manager Cloud Control 12c ist jetzt verfügbar und zwar für alle Plattformen, auf denen auch das Vorgängerrelease genutzt werden konnte. Das gab es bei Enterprise Manager noch nie: Alle Plattformen haben die gleiche Priorität!

In dem neuen Release wurde die Stabilität nochmals verbessert und einige Wünsche unserer Kunden verwirklicht. Auch einige neue Funktionalitäten, wie zum Beispiel "Java as a Service" stehen nun zur Verfügung. Neben dem Cloud Control Framework wurden auch einige Plug-Ins erneuert.

Cloud Control 12.1.0.2 ist ein komplettes Release und der Download enthält alles für die Installation des OMS und Agenten. Damit kann mit der Software eine komplette Neuinstallation oder ein Upgrade von EM 10.2.0.5, 11.1 oder 12.1.0.1 (auch ohne Bundle Patch 1) vorgenommen werden.

Eine Übersicht über die Neuerungen finden Sie im Oracle Enterprise Manager Cloud Control Introduction Document.

Freitag Aug 31, 2012

Pre-Loading von Tabellen in 11g

Tabellen und Indizes in den Cache zu laden, damit möglichst wenig I/O durchgeführt wird, ist eine häufig anzutreffende Anforderung. Diese Technik nennt man auch Pre-Loading oder Pre-Caching von Datenbank Objekten.

Die Durchführung ist dabei sehr einfach. Gleich zu Beginn werden spezielle SQL Statements wie SELECT Statements mit Full Table Scan oder Index Scan durchgeführt, damit die entsprechenden Objekte vollständig in den Cache geladen werden können. Besonders interessant ist dieser Aspekt auch im Zusammenhang mit der Erstellung von Testumgebungen. Falls beispielsweise kein Warmup möglich ist, kann man bevor der eigentliche Test durchgeführt wird, bestimmte Tabellen und Indizes mit dieser Technik vorab in den Buffer Cache laden. 

Der folgende Artikel zeigt wie man eine Tabelle in 11g in den Buffer Cache laden kann und gibt Tipps zur Durchführung.

Freitag Aug 17, 2012

Cloud Control 12c: Nutzung von Skripten mit Deployment Prozeduren

Auch wenn Oracle Enterprise Manager Cloud Control viele interaktive Möglichkeiten zur Verwaltung von Datenbanken anbietet, gibt es immer wieder den Wunsch, bereits bestehende Skripte einzubinden, die mehrere Aktionen gemeinsam ausführen. Diese Skripte sind zumeist parametrisiert und sollen über ein Sicherheitskonzept nur bestimmten Administratoren zur Verfügung stehen.

Das Jobsystem von Cloud Control hilft in diesem Fall nicht weiter, da die dort erstellten Jobs keine Parametrisierung erlauben.

Die Deployment Prozeduren aus dem Lifecycle Management Pack können für diese Aufgabe sehr gut verwendet werden und so zeigt Ihnen der heutige Tipp, wie Sie Skripte über Deployment Prozeduren ausführen können.

Freitag Aug 03, 2012

Housekeeping 11gR2 RAC

11g Release 2 Real Application Cluster ist nun schon seit geraumer Zeit verfügbar und bei vielen Kunden im produktiven Einsatz. Im Normalfall laufen diese Systeme rund um die Uhr - höchstens unterbrochen durch das Einspielen eines Patches.

Bei laufenden Systemen schenkt der Administrator allen anfallenden Log-, Trace- und anderen Files - wie zum Beispiel Sicherungskopien der Oracle Cluster Registry (OCR) - die Oracle an vielen Stellen zur Analyse/Sicherung ablegt keine weitere Beachtung. Schaut man aber trotzdem genauer auf die ORACLE_HOME Verzeichnisse der Installation, so wird man bemerken, dass im Gegensatz zu einer neuen Installation der zur Verfügung stehende Plattenplatz doch erheblich reduziert ist.

Zwar hat Oracle an vielen Stellen vorgesorgt, dass Logfiles rotieren oder alte automatisch gelöscht werden, leider trifft dies aber nicht für alles zu. Ein Grund mehr sich einmal anzuschauen, in welche Verzeichnisse der Oracle RAC mit seiner Grid Infrastruktur Informationen ablegt und welche Verzeichnisse man im Bezug auf den verwendeten Speicherplatz im Auge behalten sollte.

Zum Tipp.

Freitag Jul 20, 2012

Erfahrungsbericht zur Nutzung des Database Resource Managers

2009 fand bei der Payback GmbH eine Migration des bestehenden Payback-DWHs auf eine Exadata V1 statt. Im Zuge dieser Migration wurden alle Prozesse, die auf dem DWH ausgeführt wurden, an DB-Services gebunden. Es wurden Services implementiert, welche die Möglichkeit eines Loadbalancing über das komplette RAC bieten, aber auch Services, die nur auf einem dedizierten Knoten aktiv sind. Wie kann nun sichergestellt werden, dass bestimmte Prozesse bzw. Benutzergruppen nur die Ressourcen allokieren, die ihnen ggf. vertraglich zugesichert/zugestanden werden? Die Payback GmbH benötigt ein globales Resource-Manager-Konzept! Der Oracle Database Resource Manager lieferte die passende Antwort.

Thomas Riedel von der Payback GmbH nahm sich der Fragestellung an, konzipierte ein Lösungskonzept und testete in unterschiedlichen Szenarien den Database Resource Manager. Die Vorgehensweise, die verwendeten Skripte, die Testszenarien und das Resultat stehen nun im Rahmen der DBA Community als Artikel zur Verfügung.

Montag Jul 09, 2012

Daten versionieren mit Oracle Database Workspace Manager

Wie können extrem lange Transaktionen durchgeführt werden, also Transaktionen, die Datensätze über Stunden oder Tage exklusiv sperren, ohne dass diese langen Transaktionen 'normale' Transaktionen auf diesen Datensätzen behindern? Solche langen Transakionen sind zum Beispiel im Spatial Umfeld keine Seltenheit.

Wie können unterschiedliche historische Zustände von Produktionsdaten online zeitlich unbegrenzt vorgehalten werden? Die UNDO Daten, die das gesamte Änderungsvolumen einer Datenbank vorhalten, gewährleisten in der Regel nur einen zeitlich sehr limitierten Zugriff auf 'ältere' Daten. Und die Technologie der database archives, auch bekannt unter dem Namen Total Recall, erlaubt einerseits keine Änderungen an den älteren Daten und steht andererseits ausschließlich in der Enterprise Edition der Datenbank zur Verfügung.

Wie kann man die aktuellsten Produktionsdaten für WHAT-IF-Analysen verändern und währenddessen andere Benutzer ungestört auf den Originaldaten weiterarbeiten lassen? Ein SET TRANSACTION READ ONLY erlaubt keinerlei Änderungen und ist ebenfalls begrenzt auf die 'Reichweite' der UNDO Informationen. Zwar könnte man für derartige Analysen eine Datenbankkopie aus dem Backup aufbauen oder eine Standby Lösung implementieren, aber das ist doch eher aufwändig.

Es gibt eine verblüffend einfache Antwort auf diese scheinbar komplizierten Fragen. Sie heisst Oracle Database Workspace Manager oder kurz Workspace Manager (WM). Der WM ist ein Feature der Datenbank seit Oracle9i, das sowohl in der Standard als auch in der Enterprise Edition zur Verfügung steht. Anders als in den ersten Versionen ist er längst auch Bestandteil jeder Installation. Um so erstaunlicher ist es, dass so wenige Kunden ihn kennen. Dieser Tipp soll dazu beitragen, das zu ändern.

Freitag Jun 22, 2012

Hilfreiche Linemode Skripte

Die mitgelieferten Skripte im Verzeichnis $ORACLE_HOME/rdbms/admin bieten schon seit jeher DBAs und Entwickler eine zusätzliche Unterstützung bei ihrer Arbeit. Sie stehen automatisch nach jeder Installation im Verzeichnis rdbms/admin zur weiteren Verwendung zur Verfügung. Nur wie findet man genau das Skript, das einem die richtige Unterstützung bietet?

Eine Dokumentation aller Skripte existiert nicht. Man kann sich an den Namen der Skripte orientieren, da sie mit sprechenden Namen aufgelistet sind und kann die Kurzeinleitung im Skript nachlesen. Das ist mühselig und kostet Zeit.

Daher wird im neuen Tipp ein Überblick über wichtige Skripte einschließlich einer Kurzbeschreibung gegeben. Mehr dazu hier

 

Sonntag Jun 10, 2012

Flashback Database

Flashback Database bezeichnet die Funktionalität der Oracle Datenbank, die Datenbank zeitlich auf einen bestimmten Punkt, respektive eine bestimmte System Change Number (SCN) zurücksetzen zu können - vergleichbar mit einem Rückspulknopf eines Kassettenrekorders oder der Rücksetztaste eines CD-Players.

Mag dieses Vorgehen bei Produktivsystemen eher selten Einsatz finden, da beim Rücksetzten alle Daten nach dem zurückgesetzten Zeitpunkt verloren wären (es sei denn man würde dieser vorher exportieren), gibt es gerade für Test- oder Standby Systeme viele Einsatzmöglichkeiten:

  • Rücksetzten des Systems bei fehlgeschlagenen Applikations-Upgrade
  • Alternatives Point in Time Recovery (PITR) mit anschließendem Roll Forward (besonders geeignet bei Standby Systemen)
  • Testdatenbank mit definiertem, reproduzierbaren Ausgangspunkt (z.B. für Real Application Testing)
  • Datenbank Upgrade Test
Einige bestehende Datenbank Funktionalitäten verwenden Flashback Database implizit:
  • Snapshot Standby
  • Reinstanziierung der Standby (z.B. bei Fast Start Failover)
Obwohl diese Funktionalität gerade für Standby Systeme und Testsysteme bestens geeignet ist, gibt es eine gewisse Zurückhaltung Flashback Database einzusetzen. Eine Ursache ist oft die Angst vor zusätzlicher Last, die das Schreiben der Flashback Logs erzeugt, sowie der zusätzlich benötigte Plattenplatz. Dabei ist die Last im Normalfall relativ gering (ca. 5%) und auch der zusätzlich benötigte Platz für die Flashback Logs lässt sich relativ genau bestimmen. Ebenfalls wird häufig nicht beachtet, dass es auch ohne das explizite Einschalten der Flashback Logs möglich ist, einen garantieren Rücksetzpunkt (Guaranteed Restore Point kurz GRP) festzulegen, und die Datenbank dann auf diesen Restore Point zurückzusetzen. Das Setzen eines garantierten Rücksetzpunktes funktioniert in 11gR2 im laufenden Betrieb.

Wie dies genau funktioniert, welche Unterschiede es zum generellen Einschalten von Flashback Logs gibt, wie man Flashback Database monitoren kann und was es sonst noch zu berücksichtigen gibt, damit beschäftigt sich dieser Tipp.

Dienstag Mai 29, 2012

Neue Version des Oracle Dojo Nr.3 "Spezial"

Das Oracle Dojo Nr.3 "Spezial" zu Cloud Control wurde aktualisiert und durch neue Tipps ergänzt. Die neue Version steht hier zum Download bereit.
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Hier finden Sie aktuelle Tipps rund um die Oracle Datenbank.
Ulrike Schwinn, Ralf Durben
Heinz-Wilhelm Fabry und
Sebastian Solbach
ORACLE Deutschl. B.V. & Co. KG

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