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Get Oracle Cloud Certified - so einfach geht das!

Ulrike Schwinn, and Marcus Schröder

Sich zertifizieren zu lassen, ist wieder modern - spätestens seitdem viele im "Homeoffice" arbeiten. Auch für die Oracle Datenbank gibt es schon seit jeher die Möglichkeit sich zertifizieren zu lassen - angefangen mit dem sogenannten Certified Professional vor zirka 20 Jahren (siehe Titelbild :)), den es dann später auch als Associate, Master und Expert gab.

Aber nicht nur für die Datenbank, sondern auch in anderen Bereichen kann man sich Oracle zertifizieren lassen. Einen guten Überblick über alle Oracle Zertifizierungen bietet die Oracle University Website. Interessant ist auch, dass man die Prüfungen von zuhause ablegen kann und nicht unbedingt ein Zertifizierungszentrum aufsuchen muss. Dazu ist eine gewisse Ausstattung mit Notebook Kamera oder Webcam am Desktop erforderlich.

Das Oracle Zertifizierungsangebot wächst dabei immer weiter. Beispielsweise gibt es seit geraumer Zeit Oracle Cloud Infrastructure (OCI) Zertifizierungen, die mittlerweile von vielen Kunden, Partnern und natürlich auch Kollegen erfolgreich durchlaufen wurden. Was ist der Inhalt, welche Lehrpfade kann man durchlaufen? Was hat man eigentlich davon, wenn man sich zertifizieren lässt?

Um einen Überblick über OCI-Zertifizierungen zu bekommen, kann man auf der Learning Site starten. Wie auch bei anderen Oracle Zertifizierungen gibt es je nach Schwierigkeitsgrad unterschiedliche Stufen der Zertifizierung - wie FoundationsAssociate und Professional. Bei Associate und Professional gibt es zusätzlich eine Unterteilung in unterschiedliche Rollen wie z.B. Architekt oder auch Lösungen wie Enterprise Workloads. Möchte man bei OCI-Diskussionen mitreden können und die Begriffe und Konzepte verstehen, bietet die Zertifizierung Foundations einen perfekten Einstieg. Die Zertifizierung Associate hingegen soll anzeigen, dass man schon Erfahrung mit der Oracle Cloud besitzt. Die höchste Stufe erlangt man dann mit der Zertifizierung als Professional; diese gibt es zurzeit nur für die Rolle des Architekten. 

   

Arten der OCI Zertifizierungen

Was bringt eine Oracle Zertifizierung überhaupt? Man nimmt sich die Zeit sich mit einem Thema umfassend und mit einem bestimmten Ziel auseinanderzusetzen. Das ist sicherlich ein großer Vorteil! Aber nicht nur das: Ein Zertifizierungs Badge, die man zum LinkedIn-Profil, der Facebook-Seite oder dem Twitter Account nach bestandener Prüfung hinzufügen kann, zeigt, die fachliche und technische Kompetenz und erhöht die Glaubwürdigkeit. Selbstverständlich hilft die Zertifizierung bei der Planung und Umsetzung von OCI-Projekten und vermittelt gezieltes und praxisbezogenes Knowhow.

Wichtig zu wissen: Die Oracle Cloud-Zertifizierungsreferenzen sind für einen Zeitraum von 18 Monaten ab dem Datum, an dem das Zertifikat erworben wurde, gültig. Das Oracle-Zertifizierungsprogramm informiert die Kandidaten rechtzeitig per Email - spätestens 90 Tagen vor Ablauf des Zertifikats. Warum läuft ein Zertifikat eigentlich ab? 18 Monate ist ein langer Zeitraum, in dem ständig neue Funktionen und Services hinzukommen. Es ist vergleichbar mit einem Oracle Datenbank-Zertifikat: Mit einem Oracle Datenbank 11g Zertifikat, wird man bei einer 12cR2 Umgebung sicherlich zurechtkommen, die neuen Features wird man jedoch nicht kennen. 

Beispiele für Oracle (digital) Certification Badges

Wie zertifiziert man sich nun? Was muss man dazu wissen? Dazu haben wir ein paar Tipps zur Vorbereitung zusammengestellt. 

Generell sollte man wissen, dass alle Cloud Zertifizierungen ein selbstbestimmtes Lernen über eine Reihe von Videos und Präsentationen erlaubt, die je nach Zertifizierung unterschiedlich umfangreich sein können. Zum Beispiel gibt es für die Zertifizierung Foundations 10 Videos mit der Gesamtdauer von zirka 4 Stunden, für den Associate hingegen sind es schon 10 Stunden Video. Für Professional, der zur Zeit höchsten Stufe,  findet man schon 16 Stunden Videos im Lehrpfad.

Die Foundations Videos kann man darüber hinaus auch auf Youtube ansehen oder sich die Slides (in PDF) als zip Datei von der Foundations Seite laden. Dies müsste dann auch schon ausreichen, um das Ziel der Zertifizierung zu erlangen - nämlich 60 Fragen in 105 Minuten mit einem Score von mindestens 68% zu beantworten. Themen sind OCI Konzepte, Schlüsselbegriffe und Kern-Funktionen, Core OCI Services, Security und Compliance und Pricing.     

Bei der Zertifizierung für den Associate Architect hingegen ist neben den Videos zusätzlich etwas Praxis zu empfehlen. Hierzu könnte man sich den Free Trial zu Nutze machen, um Erfahrungen mit der Cloud Oberfläche zu bekommen. Dies unterstützt und vereinfacht auch das Lernen über die Videos. Hat man vorher sogar die Foundations Zertifizierung gemacht oder sich auch nur die Videos dazu angesehen, ist das Ganze noch etwas leichter.

Für den Professional empfiehlt Oracle eine praktische OCI Architekt/Implementierungs-Erfahrung auf Unternehmens-Level von mindestens 12 Monaten. Das ist die Einschätzung, die man auf der Zertifizierungsseite findet. Sollte dies nicht erfüllt sein, empfiehlt Oracle so viel Erfahrung aus Labs und Test-Umgebungen zu bekommen, wie möglich. Die Videos des Lehrpfads umfassen wie schon erwähnt zirka 16 Stunden. Es ist von Vorteil bereits das Architect Associate Zertifikat durchlaufen zu haben. 

Praktischer Einstieg

Für detaillierte Informationen startet man am besten mit der im oberen Teil des Artikels empfohlenen OCI Learning Landing Page, hat man die Seite aufgerufen, wählt man die gewünschte Zertifizierung aus. Auf der Detailseite stehen alle Informationen zu der eigentlichen Zertifizierung wie Themen, Dauer, Kosten, Anzahl der Fragen, Passing Score, etc. Zusätzlich gibt er noch eine Reihe von dedizierten Links zu dem ausgewählten Zertifikat. Für einen detaillierten Überblick empfehlen wir den Exam Preparation Guide, das PDF enthält auf wenigen Seiten alle Informationen, die man für die Vorbereitung und Durchführung der jeweiligen Zertifizierung benötigt.

Wichtiger Tipp: Im Bereich "Exam Resources" auf der Detailseite gibt es für alle Zertifizierungen ein "Practice Exam" - quasi ein Beispiel-Test. Er enthält Fragen aus dem Test und sollte unbedingt vorher durchlaufen werden. Ein Kollege meinte zu der Art der Fragestellungen einmal zu mir, dass ihn der Test an einen "Führerscheintest" erinnert ;). Mit dem Beispiel-Test kann man sich mit der Art der Fragen und dem erforderlichen Wissensstand vertraut machen. Man kann das Practice Exam sogar mehrere Male durchlaufen; die Fragen variieren dabei jedes Mal. 

Ablauf der Zertifizierung

Man hat zur Zeit zwei Möglichkeiten die Zertifizierung durch den unabhängigen Oracle Partner Pearson durchführen zu lassen. 

  • Eine Vor-Ort-Zertifizierung in einer der vielen Testcenter
  • Eine Online-Zertifizierung

Wichtig: Bei beiden Varianten muss man ohne Hilfsmittel und ohne den sichtbaren Testbereich zu verlassen den bis zu 120 Minuten dauernden Test unterbrechungsfrei durchführen. D.h. wenn möglich vorher aufs "Örtchen" gehen und vor dem Test nicht soviel Kaffee trinken ;).

Bei der Vor-Ort-Zertifizierung meldet man sich bei einem Testcenter in der Nähe an, muss pünktlich erscheinen und durchläuft unter Beobachtung den Test.

Bei der Online-Zertifizierung verhält es sich ähnlich. Man muss vor dem Start des Tests die Umgebung des Test-Ortes fotografieren, um sicherzustellen, dass keine Hilfsmittel verwendet werden. Zusätzlich muss ein Programm auf dem Test-Rechner installiert werden, das das unerlaubte Verwenden von Hilfsmittel verhindern soll. Wem das zu viele Einschränkungen sind, kann den Test in einem lokalen Testcenter machen.

Hier noch ein paar Tipps zu den Fragen im Test:

  • Die Fragen sind oft sehr "trickreich" gestellt. Verneinungen, mehrfach Antworten, Ausschlüsse, etc. verleiten dazu Flüchtigkeitsfehler zu machen. Daher die Fragen und alle Antworten genau durchlesen und auf die Details achten. 
  • Alle Fragen sind auf Englisch. Man sollte der Sprache daher mächtig sein. Es kommen auch Wörter vor, die nicht aus Grundwortschatz stammen.
  • Man kann zwischen den Fragen navigieren, daher sollte man erst die Fragen beantworten, bei denen man sich sicher ist.
  • Manche Fragestellungen sind sehr lang. Zuerst die kurzen Fragen zu beantworten, gibt Sicherheit und das Gefühl, dass die Zeit für den Test ausreicht. 

Fazit

Die Zertifizierung ermöglicht nicht nur das Ausweisen von Kenntnissen bezüglich der Oracle Cloud Infrastructure, sondern enthält auch noch viel Neues für "alte Hasen". Der Lehrpfad und auch die Prüfung verdeutlicht noch einmal alle Details und gibt eine gut Übersicht über die OCI.  

Lust auf OCI Zertifizierung bekommen? Dann wünschen wir viel Erfolg dabei!

 

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