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Bauprojektmanagement: News, Ressourcen und Best Practices

Datenerkenntnisse zur Verbesserung der Projektplanung und -durchführung nutzen: Vier wichtige Schritte

Karthik Venkatasubramanian
VP, Data Science & Analytics

Zu behaupten, dass wir heutzutage eine große Menge an Daten produzieren, wäre eine Untertreibung. Vor zwanzig Jahren war es schwer vorstellbar, warum wir jemals Terabyte oder Petabyte brauchen würden; heute bewegen wir uns auf noch exotischer klingende Namen wie Zettabyte und Yottabyte zu.

Engineering and Construction (E&C) hat bei dieser Datenakkumulation eine große Rolle gespielt – so sehr, dass die Datenvisualisierung von Berichten und Dashboards zu einer Art Kunst geworden ist.

Die Möglichkeit, mithilfe dieser Daten einen spürbaren Unterschied bei der Projektdurchführung zu bewirken, ist enorm; vor allem angesichts der siloartigen Natur bauwirtschaftlicher Ökosysteme. Dies wird angesichts neuer Vorschriften zur Abstandseinhaltung vor Ort, Unterbrechungen in der Lieferkette, Finanzierungsrisiken, Produktivitätseinbrüchen, Schadenersatzforderungen aufgrund von Verzögerungen usw. noch deutlicher.

Die Branche hat clevere Ideen und Lösungen entwickelt, um die Beschäftigung am Laufen zu halten. Vieles davon ist ein Ergebnis dessen, was ich als die „ation“-Revolution bezeichne.

Die „ation“-Revolution

Dieser Begriff ist mein Versuch, die Veränderungen zu bezeichnen, die sich in der gesamten Branche vollziehen. Es gibt ständig irgendeine Form von „ation-ing“ – „standardization“ (Standardisierung), „prefabrication“ (Vorfertigung), „modularization“ (Modulisierung), „integration“ (Integration), „automation“ (Automatisierung) usw.

Noch interessanter ist, dass diese Entwicklungen zu weiteren „ations“ führen, die den Grundstein für eine echte Veränderung legen. Zum Beispiel führt die „digitization“ (Digitalisierung) zur „datafication“ (Datenerfassung), die sowohl Innovationen als auch Umbrüche mit sich bringt. Je nach den zu lösenden Problemen werden die unterschiedlichsten Technologien bei Projekten eingesetzt.

Entscheidend ist ein grober Plan, der zeigt, wo Sie sich gerade befinden und wohin Sie sich bewegen möchten. Ein wesentlicher Teil des Weges wird sich in vier wichtigen Schritten vollziehen: „Flan“, Lernen, Anwenden und Prognostizieren.

1.    „Flan“: Das Problem definieren und Daten nutzen

Ich habe dieses Wort kreiert, um auf die Notwendigkeit eines „flexiblen Plans“ hinzuweisen; eines Plans, der auf die Geschäftsrealitäten und die sich ständig verändernde Projektlandschaft reagieren kann.

Der Schritt „Flan“ umfasst einen festgelegten Plan, um zu klären, welche Geschäftsprobleme gelöst werden müssen, welche Daten Sie haben, wo die Daten vorhanden und wie diese zu verwenden sind. Und noch wichtiger: Bei „Flan“ geht es darum, die analytische Vorgehensweise zu definieren. Dies beginnt mit dem Lernen aus vergangenen Daten, der Anwendung vergangener Daten auf aktuelle Projekte und Vorhaben sowie der Nutzung dieses gesammelten Wissens zur Prognose der Zukunft.

2.    Lernen: Auf historische Projektdaten zurückgreifen

Es gibt nicht viele Organisationen, denen Daten aus früheren Projekten fehlen. Die Daten können sich in einem System, in einer Excel-Datei oder in irgendeinem Archiv befinden. Aber wenn die Daten vorhanden sind, kann man mit ihnen auch etwas anfangen – abhängig von der Quantität, Qualität, Aktualität und Anwendbarkeit der Daten auf das zu lösende Geschäftsproblem.

Der Schritt des Lernens beantwortet solche Fragen wie „Wie lange dauern Prozesse im Durchschnitt?“, „Wer sind unsere besten und schlechtesten Subunternehmer?“, „Welche Abläufe haben sich in der Vergangenheit typischerweise verzögert?“, etc.

Mithilfe dieser Fragen lassen sich Basispläne, Benchmarks, Key Performance Indicators (KPIs) und Standards definieren. Die Daten der Vergangenheit sind eine wahre Schatztruhe, die eine ausgezeichnete Ausgangslage schaffen. Sobald Sie die wichtigsten Erkenntnisse aus den vorhandenen Daten gewonnen haben, ist es an der Zeit, diese auf die Gegenwart anzuwenden.

3.    Anwenden: Bisherige Erkenntnisse auswerten und künftige Ergebnisse vorhersagen

Die Anwendung historischer Erkenntnisse (oft als Nachbetrachtung bezeichnet) auf aktuelle Projekte zu deren Einschätzung kann die folgenden Fragen beinhalten: „Sind die Schätzungen richtig erstellt?“, „Was haben wir aus der Vergangenheit gelernt?“, „Haben wir den Zeitplan richtig erstellt?“ und „Sind dies die besten Partner, mit denen wir am effektivsten zusammenarbeiten können?“.

Diese können dann in Verträge übernommen werden, um sicherzustellen, dass die vereinbarten Metriken und KPIs mit dem übereinstimmen, was bisher bei Aufträgen dieser Art üblich war. Wenn die Projekte angelaufen sind, können dieselben Kennzahlen zum Vergleich mit historischen Durchschnittswerten und Benchmarks verwendet werden, um Abweichungen festzustellen und um mögliche Signale für bevorstehende Probleme zu erkennen.

Natürlich sind Sie dann auch in der idealen Lage, zukünftige Ergebnisse zu prognostizieren und vorherzusagen.

4.    Prognostizieren: Zeitplan, Budget, Qualität, Sicherheit und Risiko

Die letzte Etappe der Datenreise – und das ideale Endziel – ist die Vorhersage von Faktoren, die für die Branche von Bedeutung sind: Zeitplan, Budget, Qualität, Sicherheit und Risiko. Sie können das Geschäftsverhalten nachhaltig verändern, indem Sie Verzögerungsindikatoren (Blick in den Rückspiegel) durch Vorlaufindikatoren (Blick in die Zukunft) ersetzen, darunter: Wahrscheinlichkeit von Verzögerungen bei Ihren Projekten, Ausmaß erwarteter Verzögerungen, Wahrscheinlichkeit (und Ausmaß) von Kostenüberschreitungen und versteckte Risiken innerhalb Ihres Projekts in Bezug auf Sicherheit, Design, Nacharbeit und Rechtsstreitigkeiten.

Die wahre Kraft großer Daten zeigt sich mit einigen seltsam klingenden Begriffen, die Sie wahrscheinlich schon gehört haben, wie zum Beispiel Regression, Entscheidungsbäume, Random Forest, Natural Language Processing (NLP) und die allseits beliebten neutralen Netzwerke. Die Genauigkeit von Vorhersagen als Instrument zur Messung von Werten sollte jedoch nicht der einzige Indikator sein.

Genauigkeit und andere in der Datenforschung verwendete Messgrößen wie Erinnerung, Präzision und F1 (die Art und Weise, wie die Genauigkeit eines Vorhersagemodells gemessen wird) helfen Ihnen bei der Navigation durch die Daten mit dem Ziel, die Vorhersage von Projektergebnissen zu verbessern.

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„Der Schlüssel liegt darin, sich die Notwendigkeit von Veränderungen zu eigen und einen Anfang zu machen.“

-Karthik Vankatasubramanian, Sr. Director, Data Strategy and Operations, Oracle

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Veränderung ist der wahrscheinlich schwierigste Schritt auf dieser Reise. Und es wird eine Menge an Veränderungen geben, sobald Systeme implementiert, Prozesse neu definiert und Daten gesammelt werden, die Analyse die Entscheidungsfindung vorantreibt und anhand von Daten die Strategie festgelegt wird.

Hier kommen wir ins Spiel. Unsere Mission bei Oracle Construction and Engineering ist es, „Menschen dabei zu helfen, Daten auf neue Art und Weise zu sehen, neue Einblicke zu gewinnen und endlose Möglichkeiten zu eröffnen“. Und genau wie Sie sind auch wir erst am Anfang!

Sehen Sie sich unseren On-Demand-Webcast Unlocking the Value of the Data You Already Have to Improve Project Planning and Delivery (auf English) an und erfahren Sie mehr darüber,:

  • wie Sie Ihre Projektzeitpläne optimieren können, um potenzielle Verzögerungen zu minimieren
  • wie man die Projektpartner und Lieferanten auf der Grundlage ihrer vergangenen Leistungen auswählt
  • wie Sie versteckte Risiken aufdecken, die das Projekt unerwartet zum Scheitern bringen können
  • wie Sie Erfahrungen aus vergangenen Projekten auf aktuelle Projekte anwenden, um sicherzustellen, dass nichts Offensichtliches übersehen wird.

Oracle Construction and Engineering, der weltweit führende Anbieter von Baumanagementsoftware und Projektportfoliomanagementlösungen, unterstützt Sie bei der Vernetzung Ihrer Teams, Prozesse und Daten über den gesamten Projekt- und Anlagenlebenszyklus hinweg. Steigern Sie die Effizienz und Kontrolle bei der Projektabwicklung mit bewährten Lösungen für Projektsteuerung, Bauplanung, Portfoliomanagement, BIM/CDE, Bauzahlungsmanagement und mehr.

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